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18/02/2016 04:59 CET | Aktualisiert 18/02/2017 06:12 CET

So erkennt ihr, ob euer Kind an einer Depression leidet

PeopleImages via Getty Images

Viele tun die Idee, dass es schon im Kindesalter Depression gibt, als lächerlich ab. Und sie tun sich schwer zu glauben, dass kleine Kinder überhaupt wegen irgendwas depressiv werden könnten.

Klinische Depression ist aber ein weit verbreitetes Problem bei Kindern, aber die Symptome sind oft nicht so auffällig und Eltern tun sich schwer, sie richtig zu deuten.

Anzeichen von Depression bei Kindern sind...

1. ...unkontrollierte Aggression und Reizbarkeit. Eltern sollten sich an einen Psychiater wenden, wenn sich Lehrer oder Kindergärtner über das Verhalten beschweren oder wenn das Kind große Probleme hat, mit Mitschülern zurecht zu kommen. Die Psychiater hören dann oft: „Mein Kind hat eine rebellische Natur, es weint grundlos, es geht aggressiv gegen die Geschwister oder Schulfreunde vor, es gerät oft außer Kontrolle, es wurde bereits von der Schule verwiesen".

2. ...kein Interesse an Aktivitäten, die sie früher gerne gemacht haben. Es scheint ihnen alles egal zu sein - auch das, an dem sie früher Spaß hatten, wie ihre Lieblingsserie. Sie langweilen sich ständig und erfreuen sich an so gut wie gar nichts.

3. ...eine pessimistische Einstellung. Wenn ihre Lieblingsmannschaft ein Spiel verliert, geben sie sich selber die Schule daran. Ihnen mangelt es an Selbstbewusstsein und Empathie, und sie glauben immer an allem zu versagen. Wenn du sie fragst, was sie von anderen abhebt oder unterscheidet, haben sie Schwierigkeiten, etwas zu benennen.

4. ...wachsende Aggression und Unruhe zu Hause und in der Schule. Das Kind ist hyperaktiv oder - im Gegenteil - ständig übermüdet.

5. ...Introvertiertheit und die Unfähigkeit, soziale Kontakte zu pflegen. Ihre Lehrer zum Beispiel beschweren sich, weil sie viel Zeit alleine verbringen und keine Freunde finden (dieses Phänomen kann sowohl Ursache, als auch Symptom einer Depression sein).

6. ...ständige körperliche Probleme, am häufigsten Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen. Das hat damit zu tun, dass die Kinder ihre wahren Probleme nicht offenbaren können, deshalb formulieren sie es über physische Schmerzen.

7. ...Essstörungen. Diese können sich entweder in plötzlichen Fressanfällen und starker Gewichtszunahme oder Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust äußern.

8. ...Schlafstörungen. Depressive Kinder können den ganzen Tag lang schlafen, und im Gegensatz nachts wach im Bett liegen.

Die Ursachen der Depression bei Kindern variieren, und können auf genetische Faktoren oder äußere Einflüsse zurückgeführt werden. Sehr oft ist es eine Mischung aus beiden. Ein Kind, dessen Mutter an Depression leidet, kann die genetische Veranlagung dafür geerbt haben, die sich zugleich durch äußere Einflüsse verschlimmert - zum Beispiel: mit einer Mutter zusammenleben, die depressiv ist.

Die Umgebung des Kindes zu verbessern ist die einzige Möglichkeit, das Kind davor zu bewahren, in eine tiefe Depression zu fallen.

Eltern sollten sich schlau machen über eine gesunde psychische Erziehung, um ihre Kinder vor psychischen Krankheiten zu bewahren wie Depression. Eine rechtzeitige und richtige Behandlung kann verhindern, dass Depression zu einer chronischen psychischen Krankheit beim Kind wird.

Was können wir tun, um depressiven Kindern zu helfen?

1. Ein Spezialist muss die Depression beim Kind diagnostizieren.

2. Eine sofortige Behandlung führt zu guten und effektiven Ergebnissen. Eltern sollten unbedingt einen Psychiater zur Hilfe holen, damit die Kinder nicht in die Fänge einer unheilbaren Krankheiten kommen.

3. Vor allem bei jenen Kindern, die eine genetische Veranlagung zur Depression in der Familie haben, muss man bei der Erziehung besonders aufpassen.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei HuffPost Arabi und wurde von Valentina Resetarits aus dem Englischen übersetzt.

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