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05/12/2016 14:01 CET | Aktualisiert 06/12/2017 06:12 CET

Warum die Abwahl von Volker Beck ein Segen ist

dpa

Die Grünen in NRW haben an diesem vergangenen Wochenende Geschichte geschrieben, indem sie Volker Beck bei der Listenaufstellung die Rote Karte zeigten. Denn wie einst schon Helmut Kohl hat auch er die Zeichen nicht erkannt, sich rechtzeitig zurück zu ziehen.

Während bei Kohl die Skandale erst nach seiner Amtszeit (Geldwäsche) hoch kamen, war Beck damit aber regelmäßig konfrontiert. Seine Bagatelisierung der Pädophilie bis in die 90er waren allgegenwärtig. Dazu kam nun auch noch die Crystal-Meth-Affäre, zu deren Aufklärung er auch hier wieder nur das Nötigste - aber nicht das Nötige - beitrug.

Mit seinem selbstgerechten und auch oft fundamentalistischen Auftreten hat Volker Beck aber vor Allem den Schwulen, Lesben und der gesamten "Community" massiv geschadet. Er hat es zugelassen, dass die starke Ablehnung gegen ihn auf alle Homosexuelle ausstrahlte. Das musste ich auch selbst 2014 bei einigen in der AfD erfahren. Inzwischen wissen diese aber, dass nicht jeder Schwule linksgrün ist und auch nicht für Multikulti, Frühsexualisierung und das Gendergedöhns sein muss.

Volker Beck war, ist und wird noch sehr lange für viele der Inbegriff eines Berufsschwulen sein. Statt einer inhaltlichen Erweiterung hat er seine Sexualität zum Lebensmittelpunkt und zum Politikum gemacht. Damit hatte er zwar für sich eine Marktlücke entdeckt und besetzt. Aber für den Rest war es ein Bärendienst! Vor Allem haben er und seine linksgrünen Verbündete mit dem LSVD einen Verband aufgezogen, der durch Familienfeindlichkeit glänzt. Wer aber so seine eigene mögliche Vergangenheit aufarbeiten will, der gehört meines Erachtens mit Verlaub nicht in die Politik.

Volker Beck würde sich selbst und auch unserer "Community" einen großen Gefallen tun, wenn er nun den Wink des Schicksals als Chance betrachtet. Bis heute hat er sich nie deutlich zu seinen pädophilenfreundlichen Schriften geäußert. Er könnte nun diese nehmen und im Rahmen eines neuen Werkes widerlegen. Aber will er das überhaupt? Und ist eine solche Schrift mit den "Bildungsplänen der Vielfalt" in ihrer Ausfertigung überhaupt vereinbar? Und er könnte endlich mal die ganze Geschichte um "Tina" offen legen. Ob das Crystal Meth für ihn war oder nicht. Für wen es sonst bestimmt war und welche mögliche Gegenleistung er sich davon erhoffte?

Natürlich kann er auch weiterhin versuchen, dass er diese Fragen durch mögliche juristische Schritte im Keim zu ersticken. Wenn er aber genug Selbstcourage besitzt, wird er endlich Aufklärung betreiben. Und eine Bitte hab ich noch an Volker Beck persönlich: Machen Sie nicht den Schill und ziehen Sie bitte nicht in ein paar Jahren in das Dschungelcamp ein!

Das wäre unter Ihrem Niveau! Denn so sehr ich Sie aufgrund politischer und privater Verfehlungen kritisiert habe, so sehr weiß ich auch, dass viele zu Ihnen mit viel Respekt als Vorbild aufschauen. Auch wenn ich das nie verstehe, so lassen Sie sich Ihre Würde. In der EU oder in einer möglichen schwarz-grünen Bundesregierung werden Sie schon eine neue Aufgabe finden.

Bis dahin aber bitte gehen Sie in sich und machen Sie einen Schnitt. Mit der Vertuschung hin zur echten Transparenz. Das würde ich Ihnen sehr hoch anrechnen.

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