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31/07/2015 11:47 CEST | Aktualisiert 31/07/2016 07:12 CEST

Mut zur Emanzipation der Schwulenbewegung

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Die homosexuelle Welt steht vor großen Veränderungen. So war es bis vor etlichen Jahren noch selbstverständlich, dass man als Schwuler oder als Lesbe entweder die SPD, die Grünen oder die Linken unterstützte. Eine Präferenz zur FDP wurde, auch aufgrund ihrer früherer Verdienste, bestenfalls noch geduldet.

Die Mitgliedschaft in der CDU dagegen ist bereits für viele inakzeptabel, weil die CDU nicht die "Ehe für Alle" und komplette Gleichstellung mit trägt. Noch schlimmer ist die Mitgliedschaft in der AfD, wobei gerade diese Partei mit ihrer Kritik am radikalen Islam wie keine andere Partei für die Wahrung der Schwulenrechte in Deutschland steht.

Dieser Irrsinn machte sich zuletzt in Schweden sichtbar, indem linksgrüne Protagonisten bürgerlichen Schwulen vorwarfen, dass sie islamophob seien nur weil sie einen CSD-Umzug durch ein muslimisches Stadtviertel durchführen.

Dabei sollten gerade diese doch für die Wahrung der Freiheitsrechte stehen und echte Minderheitenrechte hochhalten statt diese aufgrund eines falschen und überzogenen Toleranzdenkens zu opfern. Denn damit fördern sie nur die Intoleranz aufgrund einer zweifelhaften Religionsausübung und verraten damit die Emanzipationsbewegung und die Juden in Schweden und Europa.

Wer aber denkt, dass dies nur ein schwedisches Problem sei, der irrt gewaltig. Auch viele linksgrüne Aktivisten und Funktionäre in Deutschland stellen diese Auslegung der Religionsfreiheit über die Wahrung der Schwulen-, Frauen- und Judenrechte in Deutschland. Sie fördern eine wachsende Intoleranz und verunglimpfen die Homosexuellen, die vor dieser fatalen Entwicklung warnen.

Die Mitglieder und Anhänger des LSVD sind in diesem Bereich leider federführend mit dabei und verletzen damit ihre Sorgfaltspflicht gegenüber den Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen. Damit sich das ändert, braucht die "Szene" eine Emanzipierung vom LSVD. Ein bürgerliches Pendant fehlt, das die Vielfalt der Szene aufzeigt.

Mit David Berger haben wir einen federführenden Schwulen, der den Irsinn des Führungszirkels der Katholischen Kirche aufgezeigt hat. Er steht für eine neue Generation, die schwul UND konservativ ist. Die für Tradition und Fortschritt stehen.

Im Sinne der Konservativen Parteien in Luxemburg oder auch in Großbritannien. Es wäre m. E. daher nur die logische Konsequenz wenn sich unter seiner Führung eine konservativ-liberale Bewegung formiert, die dieser neuen Schwulenbewegung ein eigenes Gesicht gibt. Nur so können wir erreichen, dass am Ende aus oftmals falsch verstandener Toleranz auch eine echte Akzeptanz für uns Schwule entstehen kann.

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