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07/09/2015 11:00 CEST | Aktualisiert 20/09/2016 07:12 CEST

Liebe auf den ersten Schreck - warum du IHN an einem gefährlichen Ort daten solltest

Thinkstock

Nächtliche Spaziergänge am Strand? Ein amüsanter Kinoabend zu zweit? Oder doch ein romantisches Candle Light Dinner im schicksten Restaurant der Stadt? Denkt man an das perfekte Date, so stellen sich die meisten von uns genau diese Orte vor. Aber Achtung! Wieder macht uns die Wissenschaft einen Strich durch die Rechnung!

ANGST erhöht die sexuelle Anziehung

Verschiedene Studien belegen, dass wir uns in bedrohlichen Situationen eher zu einer Person hingezogen fühlen. Sobald unser Gehirn eine Gefahr wahrnimmt, sorgt unser Körper dafür, dass Stresshormone wie Adrenalin freigesetzt werden.

Das Herz schlägt schneller, die Wangen röten sich und die physiologische Erregung, die wir in dieser Situation empfinden, wird fälschlicherweise als Verliebtheit interpretiert.

Das Experiment der wackeligen Brücke

Die amerikanischen Wissenschaftler Donald Dutton und Art Aron konnten im Jahre 1974 diese sogenannte Fehlattribution mit Hilfe eines kleinen Experiments in der Nähe der kanadischen Stadt Vancouver erfolgreich veranschaulichen.

Dazu positionierten sie in der Mitte einer 140 Meter langen wackeligen und schmalen Hängebrücke eine attraktive Studentin, die männliche Probanden bat, einen Fragebogen auszufüllen. Für den Fall, dass noch Fragen bezüglich der Studie auftreten sollten, gab sie ihnen ihre Telefonnummer.

Die gleiche Versuchsanordnung wurde auf einer breiten Holzbrücke in der Nähe wiederholt. Auch in diesem Fall führte die hübsche Frau ein kurzes Interview und verabschiedete sich mit der beiläufigen Bemerkung, man könne sie bei Unklarheiten ruhig anrufen. Bei welcher Gruppe von Männern konnte sie wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen?

Fehlinterpretation erzeugt Liebe

Tatsächlich riefen über 50% der Männer, welche die scheinbar unsichere Brücke überquert hatten, die Studentin an. Sie gaben außerdem zu, dass sie sich von ihr sehr angezogen fühlten. Dagegen stellte kaum jemand aus dem zweiten Experiment den Kontakt zu ihr her.

Lediglich 2 von 16 Probanden griffen hier zum Hörer, um sich mit ihr zu verabreden.

Die Männer - so schlossen die Psychologien - waren auf der wackeligen Brücke viel gestresster und führten diese situationsbedingte Aufregung schließlich auf die Frau zurück.

Unsere Emotionen entstehen erst durch die Interpretation wahrgenommener Ereignisse und in diesem Fall wurden die Ängste und die damit verbundenen körperlichen Anzeichen fälschlicherweise als Lust oder Verliebtheit interpretiert.

Was lernen wir daraus?

Wenn ihr euch also bisher gefragt haben solltet, warum ihr euch gerade in den Feuerwehrmann, der euch aus dem brennenden Haus gerettet hat, verlieben musstet, dann wisst ihr nun, dass es möglicherweise an der brenzligen Situation gelegen hat.

Vergesst daher eure bisherigen langweiligen Dating-Varianten und lasst Amors Pfeile durch actionreiche Verabredungen schneller fliegen! Überredet euren Traummann zum Bungee-Jumping oder bringt sein Herz auf den aufreibendsten Achterbahnen zum Rasen.

Es lohnt sich!

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