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15/03/2016 17:54 CET | Aktualisiert 16/03/2017 06:12 CET

Devilskin - We Rise (Review)

DEVILSKIN - WE RISE - Cover

Etwas sperrig geht's mit Elvis Presley Circle Pit los. Wie die Neuseländer auf den Titel kamen erschließt sich irgendwie nicht. Aber mit dem Titel zeigen Devilskin auf We Rise um Frontfrau Jennie Skulander, die gerne auch als blonder Vamp oder als musikalisch wie optisches Naturschauspiel bezeichnet wird. Wieso, dazu gleich mehr.

Wie gesagt der erste Song erfüllt vom Titel her irgendwie nicht die Erwartungen, die sich aufdrängen. Gleichzeitig zeigt dieser Song aber, was in Devilskin steckt. Technisch edelster Metal der Gattung ... Ja welche Schublade öffnen wir denn eigentlich diesmal? Wie wäre es mit klassischer Metal meets Ballade, Power, Prog und die Zukunft? Eben, es gibt keine Schublade, die passt, also machen wir die wieder zu.

Was finden die Neuseeländer an der Band so genial, dass sie mit Ihrem Debut in der Heimat alles abgeräumt haben, was es abzuräumen galt? Rodeostar bringt hier immerhin in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Album auf den Markt, welches bereits mit Platin ausgezeichnet wurde.

Devilskin - Foto: Steve Dykes

Ein Grund dürfte die frische abwechslungsreiche Stimme von Jennie sein, die nicht nur sanft rum schnurrt, oder klare Melodien beherrscht, sie schreckt auch nicht davor zurück mit derben Growls zu überraschen. Das Ganze geht zur Not auch im Sekundentakt durch die Boxen.

Dazu kommt ein Drummer, der ein absolut cleanes aber umso fetteres Soundbett legt.

Auf Never see the Light kommt dann separiert die Qualität der 4-Saitenfraktion zur Geltung, die bisher immer präsent war, hier aber quasi als Leadgitarre den Weg bereitet. Dazu darf dann die Gitarre auch noch ihre Soloparts einstreuen.

Und genau diese Qualität auf jeder einzelnen Position gepaart mit einer absolut sauberen Produktion, dem Abwechslungsreichtum der Songs und die frische Herangehensweise machen Devilskin zum absoluten Tipp nicht nur fürs Jahr 2016.

Mein Anspieltipp Until You Bleed und Fade

Erscheinungstermin: 26.02.2016

Label: Rodeostar (SPV)

Gesamtlänge: 52 min

Wertung: 92% (selber Abstimmen auf fotoglut.de)

Foto: Steve Daykes

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