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09/01/2015 09:04 CET | Aktualisiert 11/03/2015 06:12 CET

Optimismus: Der Schlüssel zu besserer Gesundheit

Thinkstock

„Jetzt werde ich endlich den Entschuldigungsbrief, der schon so lange überfällig ist, an Tante Erna schreiben." - „Sowie es nicht mehr regnet, werde ich endlich die Garage aufräumen. So geht es schließlich nicht weiter." - „Ich sollte mich wirklich etwas mehr um meine Gesundheit kümmern."

Sie merken, es ist kurz nach Neujahr und es wimmelt nur so von guten Vorsätzen. Ein Zyniker wird sich unter Umständen fragen, wie viele Tage es dauert, bis die meisten der guten Vorsätze in Vergessenheit geraten sind. Und wenn jemand aufhören will zu rauchen oder freundlicher zu Ehefrau und Kindern sein möchte, dann wird ihm ein zynischer Kommentar wahrlich nicht helfen. Er zieht herab, entlarvt einen destruktiven Charakter und stellt das ehrlich Gemeinte in Frage.

Was hilft, ist eine optimistische Grundhaltung. Optimismus ist nicht nur eine nette Erscheinungsform, die uns lächelnde Mitmenschen präsentiert und denen man unter Umständen unterstellt, ihnen fehle der Bezug zur Realität. Falsch gedacht.

Positive Einstellungen haben eine direkte Auswirkung auf das Wohlbefinden der Menschen. Man muss noch nicht einmal verstehen, wie eine solche Geisteshaltung auf den Körper wirkt. Tatsache ist, dass sie wirkt. Es gibt eine Reihe von Studien, die zeigen, dass auch bei Aidskranken, die eine zuversichtliche Grundhaltung haben, eine ganze Reihe von Symptomen, die den Krankheitsverlauf begleiten, deutlich später und zum Teil gar nicht eingetreten sind.

Kürzlich berichtete die Hamburger Schmerzforscherin Ulrike Bingel im Westdeutschen Rundfunk über die Auswirkung positiver Erwartungen von Patienten. Egal, ob diese Patienten auf eigene gute Erfahrungen oder überzeugende Erklärungen der Ärzte zurückgreifen konnten, sie wurden von Schmerzen schneller frei und die Genesung verlief zügig. Kurz gesagt: Der optimistische Kranke wird häufig schneller gesund.

Die Bedeutung des Optimismus zeigt sich auch im Wirtschaftsleben. So berichtet die Focus-Autorin und Psychologin Dr. Ilona Bürgel:

„Die schlechte Angewohnheit, dass in Unternehmen die Krisen und Gefahren größer gemalt werden, als sie sind, dass der Fokus auf den Problemen statt auf den Potenzialen liegt, ist kontraproduktiv, weil alle unbewusst an der Erfüllung der Befürchtungen arbeiten." Und sie rät: „Drehen Sie den Spieß herum. ... Suchen Sie nach guten Beispielen, sammeln Sie gute Nachrichten." (Focus, 24.12.2014)

Hat der Mensch Grund zum Optimismus? Ja, gewiss. Man kann dieses Thema psychologisch, medizinisch, religiös oder einfach auch zwischenmenschlich betrachten. Man wird überall Anhaltspunkte finden, wonach das Gute, im allerweitesten Sinne, eine Kraft hat, die sich mitteilt. Darauf kann man vertrauen. Das kann die Gedanken beherrschen.

Menschen erleben immer wieder, wie sich sogar schwierigste Situationen zum Guten wandeln. Durch eine andere Einstellung, durch Gebet, durch die Erwartung, dass es eine Kraft gibt, die einen aus den Schwierigkeiten heraus führt. Sehen Sie es, wie Sie wollen, aber erwarten Sie das Gute. Und lassen Sie sich davon durch zynische Bemerkungen nicht abbringen.

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