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31/12/2015 06:51 CET | Aktualisiert 31/12/2016 06:12 CET

Warum mehr Unternehmen auf Ihre Geschichte setzen sollten

Thomas Tolstrup via Getty Images

Bald ist wieder ein Jahr vorbei. "Die Zeit vergeht." Wer kennt den Spruch nicht? Zeit ist ein wertvolles Gut. Lebenszeit. Freizeit. Zeit vergeht meist im Nachhinein sehr schnell. Damit verbunden sind immer Erinnerungen. In unserem Gedächtnis speichern wir dieses, in kleinen Zellen verpackte Wissen über unsere Vergangenheit.

Was wäre, wenn ein Unternehmen ebenso über ein Vielzahl von Erinnerungen verfügt?

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Jedes alte Bild, nostalgische Foto, oder Video eine Erinnerung in uns weckt? Wir zu einem Teil einer Unternehmensgeschichte werden? Dann verbinden wir damit hoffentlich Werte und Emotionen. Geschichtsagenturen haben sich darauf spezialisiert, die Geschichten rund um ein Unternehmen oder eine andere Institution zu recherchieren und sicht- und nutzbar zu machen.

Ein idealtypischer Anlass, den Sie sicherlich kennen, ist ein Jubiläum. Ob 25, 50, 66, oder 100 Jahre. Dienstleistungen wären Archivierungstätigkeiten, Festschriften, Jubiläumsbroschüren und Ausstellungen.

Interessanterweise nützen in Summe sehr wenige Unternehmen das Trägermedium Geschichte. Warum ist das so?

Aus der Praxis kenne ich folgende Antworten von Entscheidungsträgern aus unterschiedlichen Unternehmen:

• 120 Jahre. Da haben wir nichts geplant.

• 50 Jahre. Stimmt. Ist im Tagesgeschäft untergegangen.

• Dafür haben wir kein Budget.

• Was hilft heute der Erfolg von früher?

• Was soll uns das bringen?

Okay. Die letzte Frage ist sehr allgemein. Aber verständlich. Was bringt es wirklich seine Geschichte recherchieren und rekonstruieren zu lassen? Eine Menge. Hier eine kleine Auswahl für Entscheidungsträger:

1. Ihre Vergangenheit enthält zahlreiche Geschichten. Reales Storytelling. Keine Helden, sondern echte Menschen erzählen wahre Geschichten.

2. Ihre Geschichte ist nicht kopierbar. Ein Alleinstellungsmerkmal.

3. Ihre Geschichte beinhaltet Content. Content History Marketing, eine Verbindung von Alt und Neu.

4. Ihre Geschichte ist als Printprodukt ein spannendes give away und Geschenk für Kunden und Mitarbeiter.

5. Ihre Vergangenheit kann mit indirekten Geschichten verbunden werden. Beispiel: Die Geschichte der Informationstechnik in Verbindung mit einer App.

Das faszinierende an der Vergangenheit ist, dass wir Sie kennen lernen können.

Geschichten enthalten Emotionen, transportieren Werte und sind in unterschiedlichsten Formen vorhanden. Die wahre Geschichte ist authentisch. Voller Erfolge und Misserfolge. Positive und negative Entwicklungen gehen oft Hand in Hand.

Die Unternehmensgeschichte ist wiederum ein wesentlicher Bestandteil für den Einsatz von History Marketing. History Marketing verbindet mit seinen Methoden die Geschichte eines Unternehmens mit dessen Öffentlichkeitsarbeit und ist ein Teil des Marketings.

Die Geschichte dient zur Darstellung von Tradition, Qualität, Beständigkeit und einer fortlaufenden Historie. Als Beispiel dient hier die Firmengeschichte der Rügenwalder Mühle.

Menschen interessieren sich für Geschichte. Und Sie kommunizieren die selbige gerne in sozialen Medien in Form von Bildern und alten Fotos. Drei Beispiele aus Facebook:

• Facebookgruppe Nostalgia Vienna, über 24.000 „Gefällt mir"

• Facebookgruppe Graz Seinerzeit , über 3.700 „Gefällt mir"

• Facebookgruppe Bruck an der Mur - Nostalgisch, über 1.300 „Gefällt mir"

Warum setzen daher nicht mehr Unternehmen auf Ihre und andere Geschichten aus der Vergangenheit für Ihre Zukunft? Lassen Ihre Geschichten sicht- und nutzbar machen? Fühlen Sie sich jetzt, nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, als Teil einer Unternehmensgeschichte?

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