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15/03/2016 17:55 CET | Aktualisiert 16/03/2017 06:12 CET

"Die Dreieinige Göttin", 31. Blog

Jeder Forschende, der sich für das Thema „Große Mutter" interessiert und zu recherchieren beginnt, wird zwangsläufig mit Ansichten, die ihm bis dato unbekannt waren oder vernachlässigbar erschienen, konfrontiert und sehr deutlich darauf hingewiesen, dass er diese selbstverständlich erst lesen müsse, bevor er mitreden könne. Da es sich bei solchen „Ansichten" zumeist um Fachbücher ziemlichen Umfangs handelt, müsste der Forschende Wochen und Monate damit zubringen, diese Fachliteratur zu sichten, um sie entweder dem eigenen Kenntnis- und Erfahrungsschatz beizugesellen oder sachgerecht dagegen argumentieren zu können. Ob er diesen Prozess noch zu Lebzeiten bewältigt, ist ungewiss.

Zudem ist nicht einzusehen, warum ein sorgfältig erarbeitetes Weltbild durch einseitig fachspezifische Details immer wieder von neuem gekippt werden sollte. Jeder Forschende bedarf einer gewissen Fülle an Puzzleteilen, um zu einem stimmigen Bild zu gelangen. Hat er ein solches aber einmal erworben, wird er einstweilen damit leben müssen, und die anderen darum herum auch.

Überdies war von vornherein klar, dass verschiedene Wissenschaftszweige wie Geschichtswissenschaft, Archäologie, Ethnologie, Soziologie und Mythologie- Forschung nicht nur verschiedene Ergebnisse liefern, sondern auch verschiedene Weltbilder nach sich ziehen würden. Deren Diversität könnte dann allerdings der Bestätigung oder Korrektur der eigenen Forschungsergebnisse dienen.

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