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05/04/2016 17:34 CEST | Aktualisiert 06/04/2017 07:12 CEST

"Die Dreieinige Göttin", 34. Blog

Jade Brookbank via Getty Images

Zahlreiche Sagen aus dem Holle-Fundus beginnen ihren ersten oder beenden einen späteren Abschnitt mit den Worten: „Frau Perchta, die man im Norden auch Frau Holle nennt....." oder „Es war wieder Berchten-Abend, den das Volk auch Frau-Hollen-Abend nennt..." desgleichen „Diese Frau war aber keine böse Hexe, sondern die gütige weise Schicksalsfrau Holle-Berchta", so oder ähnlich.

Von Anfang an wird kein Zweifel daran gelassen, dass die beiden identisch sind. Und doch gibt es da kleine Unterschiede, auf die wir noch kommen werden.

Von ihren Namen leiten sich die Namen etlicher bayerischer Städte ab, zum Beispiel Berchtesgaden (Garten der Perchta), Berchtesberg, Berchtesburg und andere.

Aus einem Brauchtumsbuch:

Beim „Perchtenlaufen" ziehen die jungen Burschen oft zu Hunderten durch die Bergdörfer, teils vermummt und verkleidet, teils mit Peitschen bewaffnet, mit denen sie knallen.

In manchen Gegenden ist die Perchta vom Bischof, vom Teufel oder von Naturgottheiten begleitet.

In Oberbayern waren es stets drei alte Weiber, die am Dreikönigs-Abend „Perchten gingen", wozu sie sich alte Hosen ihrer Männer, alte Jacken und Säcke anzogen, in die sie Löcher für Augen und Mund geschnitten hatten.

Dann rasselten sie vor den Häusern mit den Ketten, schlugen an die Haustüren, und die Leute gaben ihnen Birnen, Brot und Nudeln, damit sie schnell wieder weiter zogen. Und weiter aus dem Brauchtumsbuch: „Die Perchta ist eine der alten Naturgöttinnen, ursprünglich eine regenspendende Wolke, Gemahlin „Die Perchta ist eine der alten Naturgöttinnen, ursprünglich eine regenspendende Wolke, Gemahlin des Sturmgotts und damit Herrin über Wolken und Wind; sie besaß also die Macht Sonnenschein und Fruchtbarkeit der Feldfrüchte zu gewähren, war auch als mütterliche Schützerin der Frauen vor allem den Spinnerinnen bekannt.

Es gibt die schiache Perchta, eine gefährliche Person, die die Mägde erschreckt und die Kinder jagt und mitzunehmen droht; sie spukt auch als Frau Harke oder Frau Gode in Norddeutschland und jagt mit dem Wilden Heer, von heulenden Hunden umkläfft."

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