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26/12/2015 08:01 CET | Aktualisiert 26/12/2016 06:12 CET

Replik: Dieser Artikel wird Sie beleidigen. Und das ist auch gut so.

dpa

Die Huffington Post veröffentlichte am 22. Dezember 2015 einen Beitrag mit dem Titel "Dieser Artikel wird Sie beleidigen. Und das ist auch gut so", der 73 jährigen Roswitha Müller-Schenkenbrink.

Unter dem Deckmantel der "Polemik" schreibt die Chefredakteurin der "Psychologie aktuell", warum eine künstliche politisch korrekte Sprache für Sie nicht über den Tisch kommt und warum Begriffe wie »Negerkuss« und «Zigeunerschnitzel« zum normalen Sprachgebrauch gehören.

Hier einige Auszüge aus dem Artikel:

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Den ganzen Beitrag finden Sie hier.

DIE ANTWORT

Ein ignoranter Artikel einer alten Dame, die glaubt das Recht zu haben "andere" Menschen zu definieren und zu benennen und letzten Endes auch beleidigen zu dürfen. In den Leser-Kommentaren spiegelt sich die Ignoranz ebenfalls wider.

Durch solche Artikel oder auch Auftritte á la Chris Tall, fühlt sich der Deutsche im Recht und bestärkt, denn so wird das Ganze ja legitim oder nicht? Auch wenn es Sie jetzt beleidigen wird, was auch gut so ist, geht es hier um einen Rassismus ohne Rassen.

Im Falle der Bezeichnung des eigenen Ehemannes - oder der Tochter, soll es mir egal sein, wenn Frau Autorin ihren Mann als Krüppel bezeichnen möchte. Das Beste daran ist: Ich habe ebenfalls recht. Denn ich spreche als eine in Deutschland geborene Kongolesin, die von genügend alltäglichen Rassismen erzählen kann, so wie meine Eltern und Geschwister. Und wir sehen, es sind meist diejenigen, die nicht vom Rassismus betroffen sind, die meinen Neger, Negerkuss, Mohrenkopf und Negerkönig wären völlig normal Begriffe und Zuschreibungen.

Es fehlt an Sympathie sich in andere Menschen zu versetzen und das ist ein allgemeines, nicht nur auf Schwarze bezogenes, Problem vieler deutscher Bürger, wie man aktuell sehen kann.

"Politische Korrektheit" da gebe ich Ihnen sogar recht, wird nicht die Lösung sein, denn der Rassismus und die damit verbundene Ignoranz, sitzt tief verankert und wird diese Denkweise und Handlungsmuster nicht ändern.

Wieso also machen wir es denn nicht im Ausgleich so, dass man einige Straßen oder Apotheken umbenennt in Weißfratzenallee, Weißbrot-Apotheke oder Weißfratzen-Schaumkuss (für die weißen Schaumküsse) ?

Ich kenne die deutsche Geschichte und beschäftige mich darüber hinaus im Allgemeinen mit der Geschichte vieler anderer Länder, Kulturen und Kontinente. Es mangelt am Bewusstsein und am Verständnis für den historischen Kontext und der Bedeutung vieler diskriminierender, beleidigender und rassistischer Begriffe.

Hier geht es zu dem Artikel «Punkt erreicht? Debatten mit dem anderen Ich über Rassismus!», der sich mit dem Thema Rassismus und dem Unverständnis vieler Menschen auseinandersetzt.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Beautiful Colours.

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