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04/12/2015 04:43 CET | Aktualisiert 04/12/2016 06:12 CET

15 gnadenlos ehrliche Fakten über Matheo´s Geburt

Meike Genz

Gerade die letzten paar Wochen vor dem errechneten Geburtstermin waren wirklich aufregend. So ganz langsam wird einem dann nämlich klar, dass das alles echt ist, dass es kein Zurück mehr gibt, dass jetzt wirklich und wahrhaftig ein Mensch in die Familie hineingeboren wird, der einen für ganz lange Zeit brauchen wird.

Das ist wunderschön und angsteinflößend zugleich, denn man weiß ja nicht sicher, was wirklich auf einen zukommt.

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Den Moment der Geburt hatte ich mir tausend Mal ausgemalt und ich würde lügen, wenn ich behauptete, ich hätte nicht jede Sekunde unfassbaren Schiss davor gehabt. Was mich tröstete, war das Wissen, dass ich eine PDA bekommen würde und somit ja angeblich alles ganz easy sein würde... Naja...

Wir hatten von der Klinik sogar die Erlaubnis bekommen, eine eigene CD zu brennen, die wir in der Zeit im Kreißsaal hören durften. Es sollte Musik darauf sein, die MIR gute Gefühle geben sollte, während ich dieses Wunder der Natur vollbringen würde.

Letzte Woche kramte ich in den alten Fotos und sofort waren alle Erinnerungen rund um dieses einzigartige Ereignis wieder da...;-)

Ein paar davon will ich Euch nicht vorenthalten...

15 Fakten über Matheo's Geburt


Wusstet Ihr zum Beispiel, dass

1.

...Marco und ich die Nacht vom 31.10.2007 auf den 1.11.2007 ohne eine Sekunde Schlaf verbracht haben? Wir zwei wollten unbedingt zuhause eine Art Halloween feiern und kamen dabei so dermaßen ins Quatschen, dass es plötzlich 8 Uhr morgens war?

2.

...ich dann gegen 8.30 Uhr, als ich gerade am Einschlafen war, etwas spürte, dass sich wie leichte Wehen anfühlte, man uns am Telefon jedoch sagte, es gäbe keinen Grund ins Auto zu steigen?

3.

...erst nachdem den ganzen Tag über die Wehen nicht weniger wurden, ich auf den letzten Drücker alle nötigen Sachen zusammenpackte? Andere Mütter machen das schon Wochen vor dem Geburtstermin, aber das sind die durchstrukturierten und zu der Sorte gehöre ich nicht. Gegen 18.00 Uhr fuhren wir schließlich in die Klinik.

4.

... ich in der Klinik zwar untersucht wurde, aber nach ca. einer Stunde (vielleicht auch etwas länger) wieder heimgeschickt werden sollte mit der Begründung, dass das noch bis zum nächsten Mittag dauern könne?

5.

...ich mir so absolut sicher war, dass mein Kind in den nächsten Stunden auf die Welt kommen würde, dass ich mich weigerte zu gehen, bis ich schließlich doch ein Zimmer bekam?

6.

...ich so unbedingt das Finale von „Popstars" sehen wollte, dass ich das Klinikzimmer erst dann Richtung Kreißsaal verließ, als ich wusste wer gewonnen hatte, obwohl ich mich die ganze Zeit vor Schmerzen krümmte.

Flasche Wodka oder PDA


7.

... ich dann gegen 23.30 Uhr mit dem Satz, „Geben Sie mir bitte sofort eine Flasche Wodka oder eine PDA" in den Kreißsaal polterte? Solche Schmerzen hatte ich noch nie. Noch nie! Entschieden wurde sich für die PDA;-)

8.

... meine Schwiegereltern von ihrem Küchenfenster aus das Fenster unseres Kreißsaals sehen konnten? Marco gab ab und zu Lichtzeichen mit dem Handy und sie mit der Taschenlampe zurück;-)

9.

... als irgendwann Kaffee kam, ich sagte, „bitte mit Milch und Zucker", mir die Hebamme jedoch erklärte, dass dieser Kaffee ganz bestimmt nicht zum Trinken gedacht sei;-)? (Wenn man den Muttermund mit Kaffee einreibt, wird er wohl angeblich weicher.)

Make-up auffrischen vor der Geburt


10.

.. ich mich - bevor die Wehen richtig schlimm wurden - von Marco nochmals ins Bad schieben ließ, um mein Make-up aufzufrischen, weil ich auf den Fotos nach der Geburt gut aussehen wollte. Die PDA machte es noch möglich, dass ich wirklich dachte, so eine Geburt ist ein Spaziergang und auf Fotos danach wäre ich jung wie der Morgentau.

11.

... ich mir die gesamte Zeit während der Presswehen ein Kissen aufs Gesicht drückte, weil ich nicht wollte, dass mich jemand so sah? Das Auffrischen des Make-ups stellte sich spätestens in diesem Moment als Schnapsidee heraus. (siehe Foto!)

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Unvergesslich: Das Gesicht der Hebamme


12.

...dass meine Eltern ca. 50 Minuten nach Matheo´s Geburt im Kreißsaal standen und meine Mama erst einmal das ganze Zimmer mit vielen mitgebrachten Plüsch-Störchen dekorierte? Am Fenster, an der Tür, an der Lampe, am Tropf-Ständer, einfach überall...Das Gesicht der Hebamme werde ich nie vergessen;-)

13.

...dass im Mutterpass als Entbindungstermin der 2.11.2007 stand und Matheo pünktlich an diesem Tag auf die Welt kam? Und zwar um 4.09 Uhr. Spießer.

14.

...mein lieber Mann heimlich auf die CD, die wir mit in den Entbindungsraum nehmen durften, „Fuck the police" von NWA gebrannt hatte? Wer´s nicht kennt, hier kann man reinhören. Vielleicht als kleine Inspiration;-)

15.

...dass ich zum Zeitpunkt der Entbindung seit 44 Stunden nicht geschlafen hatte? Marco auch nicht;-)

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Die Autorin betreibt den Blog Mommies Use Side Door.

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