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17/04/2016 12:03 CEST | Aktualisiert 18/04/2017 07:12 CEST

Mehr als sechs Stunden Schlaf? Im Start-up undenkbar!

Stuart McClymont via Getty Images

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• Per Staffelholz rund um die Uhr: über die Schichtarbeit in einem Start-up

• Neben Sport ist Meditation meine Energiequelle

• Die strikte Trennung von Arbeit und Privatleben ist nicht mehr zeitgemäß

Acht Stunden schlafen? Während der Woche ist das für mich undenkbar. Wir, die Konux GmbH, sind ein junges Start-up in München mit inzwischen mehr als 30 Mitarbeitern. Wir entwickeln Sensorlösungen, basierend auf künstlicher Intelligenz, um in Echtzeit Erkenntnisse über den Zustand von Maschinen und Infrastruktur zu erlangen. Ich bin für Finanzen und Recht zuständig.

Wichtige Investoren, unsere Anwälte und weitere Dienstleister sitzen im Westen der USA - und die arbeiten mit neun Stunden Zeitverschiebung. Das letzte Telefonat meines Arbeitstags führe ich deshalb oft erst gegen Mitternacht, der erste Call am Morgen kommt manchmal schon um sechs - wie gerade jetzt während einer Finanzierungsrunde. Durch die Zeitverschiebung sind wir unglaublich schnell, denn an unseren Projekten wird in der Summe fast rund um die Uhr gearbeitet.

Wenn ich ins Bett gehe, stelle ich den Wecker konsequent so, dass er mich nach sechs Stunden weckt. Der Tag hat 24 Stunden - so bleiben mir 18 Stunden, um das Maximale aus jedem Tag herauszuholen. Das heißt aber nicht, dass mir meine Gesundheit egal ist: Ich will fit bleiben und nicht krank werden. Meine Blutwerte lasse ich regelmäßig checken. Meinen Schlaf kontrolliere ich mit einem Wearable, das sogar meine Tiefschlafzyklen anzeigt.

Acht oder neun Stunden lang schlafe ich meist nur einmal pro Woche und dann am Wochenende.

Energie tanke ich auch aus anderen Quellen - ich betreibe ein aktives Stressmanagement. Als früherer Leistungssportler ist genügend Sport für mich ein Muss: Sechsmal in der Woche trainiere ich im Kraftraum - das klappt fast immer. Sofern es mir möglich ist, gehe ich im Sommer zum Ausgleich zusätzlich laufen. Und achte darauf, mich gesund zu ernähren.

Ich habe mich viel mit Selbstoptimierung beschäftigt und mit Methoden, die leistungsfähiger machen. Daher weiß ich, wie wichtig es ist, ausgeglichen zu sein. Dafür sorge ich zum Beispiel mit meinen Morgenritualen, zu denen einfache Achtsamkeitsmeditationen gehören. Angeleitet haben mich die Tutorials der App „Calm".

In den Übungen geht es darum, negative Gefühle und Gedanken nicht zu bewerten und sie auf diese Weise auf Abstand zu halten. Außerdem ziehe ich viel Kraft aus den vielen positiven Momenten, die ich trotz der Arbeit sehr bewusst wahrnehme: ein Buch lesen, schreiben, mit meinen Kollegen gemeinsam essen gehen, in meiner Dachgeschosswohnung den wunderbaren Blick in die Berge genießen.

Arbeit ist für mich keine Belastung, sondern bereitet mir Freude.

Tagsüber ins Büro und danach ins Privatleben nach Hause - so eine strikte Trennung kommt für mich nicht infrage. Wenn ich mich hier bei Konux und unter meinen Studienkollegen so umschaue, dann sind wir in der glücklichen Lage, von unseren Eltern alles Wichtige für einen erfüllenden Job mit auf den Weg bekommen zu haben: eine gute Erziehung und die Möglichkeit zu studieren.

Warum sollen wir uns eine Arbeit aussuchen, auf die wir keine Lust haben? Ich möchte persönlich vorankommen und etwas aufbauen - das ist eine starke Motivation. In unserem Münchner Start-Up gelingt mir das. Wer Spaß am Job hat, der kommt auch leichter aus den Federn.

Erschien zuerst auf Xing Klartext.

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