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04/08/2015 11:28 CEST | Aktualisiert 04/08/2016 07:12 CEST

"Mach dich krass": Daniel Aminati über Fitness und Motivation

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Daniel Aminati (41) öffnet uns die Türe in grauer Jogginghose, grauem T-Shirt und neonfarbenen Sneakers. Wir sind für das Interview bei ihm Zuhause und werden ganz selbstverständlich geduzt.

Locker flockig und immer ein freches Grinsen im Gesicht - so lernen wir den Entertainer und TV-Moderator kennen. Seit Kurzem verbindet man mit seinem Gesicht noch etwas anderes: Sein neues Fitness-Programm „Mach dich krass". Wir haben mit Daniel über eine gesunde Ernährung, Sport und die Kunst der Motivation gesprochen.

Daniel, in deinem neuen Fitness-Programm geht es viel um gesunde Ernährung. Was gab es bei dir heute zum Frühstück?

Daniel Aminati: Ich habe heute Morgen erst einmal einen Kaffee getrunken, ein bisschen Koffein ist immer gut und übrigens auch ein Fettverbrennungsbeschleuniger. Dann habe ich eine Runde trainiert, heute war Ausdauertraining dran! Danach gab es einen Magerquark-Smoothie mit gefrorenen Beeren und Proteinpulver und dazu ein paar Reiswaffeln mit Marmelade.

Könnte man das als deine allmorgendliche Routine beschreiben?

Daniel: Es kommt natürlich darauf an, was ich für Termine habe. In der Regel bin ich schon gegen sechs Uhr auf den Beinen - meine Freundin findet das furchtbar, logischerweise! Aber ich bin gern früh aktiv.

Es gibt viele Sportler die der Meinung sind, man müsse unbedingt vor dem Sport frühstücken - du siehst das also anders?

Daniel: Ich glaube jeder muss da für sich seinen eigenen Weg finden. Unmittelbar vor dem Training würde ich auf gar keinen Fall frühstücken, allein deshalb, weil das Essen dann schwer im Magen liegt. Wer unbedingt davor etwas Essen möchte, sollte zu etwas Leichtem greifen. Vielleicht etwas Obst, wie Bananen, die eignen sich gut, weil sie viel Fruchtzucker haben.

Wie wichtig ist eine gesunde Ernährung für dich, um sich gut und fit zu fühlen?

Daniel: Man sagt, dass 60 bis 70 Prozent des Erfolgs, wenn du etwas an deinem Körper verändern willst, die Ernährung ausmacht. Das kennt sicher jeder: Wenn man mal wieder ein Wochenende feiern war und sich schlecht ernährt hat, ist man einfach träger.

Die schlechte Ernährung muss erst einmal verdaut werden, sie liefert keine Energie und man bekommt schneller wieder Hunger. Daher bin ich mir sicher, dass gutes, gesundes Essen besser für das eigene Wohlbefinden ist.

Hand auf's Herz: Wann warst du zum letzten Mal bei McDonald's und Co.?

Daniel: Zu McDonald's gehe ich ehrlich gesagt gar nicht. Es gibt inzwischen so viele tolle Burgerläden, erst gestern habe ich mir hier um die Ecke einen gegönnt - einen Dinkelburger (lacht)

Du bietest bei deinem Programm „Mach dich krass" auch viele Rezepte für Vegetarier und Veganer an. Wie stehst du selbst zum Essen ohne Fleisch?

Daniel: Ich esse Fleisch, I'm an African man! (lacht) Aber auch hier muss ich sagen: Es gibt so viele unterschiedliche Menschen und Lebenseinstellungen, und ich finde, es ist immer gut, wenn es dir selbst gut tut und du es mit deiner Moral vereinbaren kannst.

Am Anfang hatten wir wenig vegane Rezepte im Ernährungsguide von „Mach dich krass". Aber dann haben uns viele Veganer und Vegetarier geschrieben und nach Rezeptideen gefragt, sodass wir die Rezepte um 40 vegane Gerichte erweitert haben. Seit Kurzem haben wir auch noch 200 „Low Carb"-Gerichte im Programm, ist also für jeden was dabei.

Dein Fitness-Programm heißt „Mach dich krass". Wie kam es zu dem Namen?

Daniel: Das Programm habe ich zusammen mit 7NXTgemacht, einer Tochterfirma von ProSiebenSat.1 und die sind auf den Namen gekommen. Zuerst dachte ich: Sag mal, heiße ich Bushido oder was? Aber je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto besser fand ich den Namen.

Du hast selbst schon viele verschiedene Sportarten gemacht, von Boxen über Tanzen bis Fußball und Turmspringen. Wie viel davon ist in dein neues Programm eingeflossen?

Daniel: Da sind mit Sicherheit viele Inspirationen mit eingeflossen - am wichtigsten ist aber, dass das Programm eines verbindet: Den Spaß am Sport! „Mach dich krass" ist für jeden gedacht, und jeder hat sein Trainingsgerät direkt dabei, nämlich seinen Körper. Im Grunde ist es ein Kraft - Zirkeltraining.

Das Programm soll vor allem Anfängern dabei helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden. Am Anfang geht es um Mobilitäts- und Kraftübungen, um ein Gefühl für die Übungen zu bekommen und vor allem, sie sauber auszuführen. In der zweiten Phase geht es ins Intervall-Training. Dann wird die Fettverbrennung intensiviert!

Was unterscheidet dein Programm von anderen Programmen, die in kurzer Zeit mehr Fitness und einen sportlichen Körper versprechen?

Daniel: Wir erfinden alle das Rad nicht neu. Ich bin in erster Linie Entertainer und seit vielen, vielen Jahren sportbegeistert. Mein Ziel ist es, Menschen zu motivieren Sport zu machen. Und mal ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass sich diese ganzen Fitnessprogramme grundlegend voneinander unterscheiden, aber ich versuche die Leute durch meine persönliche Art und den Spaßfaktor am Ball zu halten.

Denn am Ende geht es um Spaß, um Bewegung und darum, etwas zu tun. Was genau das jetzt ist, das ist doch im Grunde völlig egal. Das Besondere an meinem Programm ist mit Sicherheit die Kombination aus Ernährung, Bodyweight Training und Motivation. Und ich freue mich tierisch, dass sich viele Tausend Nutzer bereits jetzt mit mir „krass machen".

Folgendes Szenario: Ich kaufe mir dein Programm und bin in der ersten Woche total motiviert, die Woche darauf habe ich plötzlich sehr viel Stress. Ich bin müde und erschöpft und spiele mit dem Gedanken, das heute geplante Training auf Morgen zu verschieben und stattdessen lieber auf dem Sofa zu entspannen. Was würdest du zu mir sagen?

Daniel: Ich würde dich fragen: Warum hast du dir mein Programm gekauft? Was war dein Ziel? Du hast eine gewisse Unzufriedenheit und du willst etwas verändern. Du sitzt gerade auf der Couch, halloho! Komm, wo sind deine Trainingsschuhe? Auf geht's, zieh sie an und dann machen wir uns zusammen ein bisschen warm.

Na, wie fühlt sich das an? Gar nicht so schlecht, ne. OK, dann ziehen wir den Rest jetzt auch noch durch und in zwanzig Minuten sind wir fertig und dann kannst du immer noch die Glotze anmachen.

Mit dem Unterschied, dass du dann kein schlechtes Gewissen hast und dein Körper durch die Bewegung Endorphine, also Glückshormone, ausgeschüttet hat. Du wirst dich danach gut fühlen und das ist das Wichtige.

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