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31/03/2016 09:24 CEST | Aktualisiert 01/04/2017 07:12 CEST

"Erfolg ist freiwillig. Und jeder hat die Wahl."

svetikd via Getty Images

„Und am Ende der Straße steht ein Haus am See. Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg. Ich hab 20 Kinder, meine Frau ist schön. Alle komm'n vorbei, ich brauch' nie rauszugehen..." singt Peter Fox in seinem Song „Haus am See".

Was das mit mir zu tun hat? Ab sofort finde ich den Titel noch eine Nummer geiler, denn ich habe vor kurzem den Kaufvertrag für mein absolutes Traumhaus unterschrieben! Wer mich kennt, weiß, dass ich meine Kindheit auf einem Campingplatz am Wolfssee in Isselburg verbracht habe.

Tja, und was machst du so an einem See? Natürlich Angeln. Dieses Hobby habe ich bereits als Junge für mich entdeckt. Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich unbeweglich am Ufer gesessen und fasziniert darauf gewartet habe, ob mein Köder funktioniert.

Träume dürfen nicht ewig aufgeschoben werden

Im Laufe der Jahre hat sich dabei ein Wunsch herauskristallisiert: Ich wollte irgendwann in einem großen Haus am See leben. Träume sind nicht dazu da, sie ewig aufzuschieben. Du lebst nur einmal!

Daher ist jetzt der Moment gekommen, ich werde zusammen mit meiner Partnerin zurück an den Niederrhein ziehen. Und ich freue mich riesig! Ich habe das Grundstück gesehen und wusste sofort: Das ist es!

Schon bald kann ich jeden Abend Angeln, wenn mir der Sinn danach steht. Oder auf dem Steg sitzen und die Füße ins Wasser halten, während mein Hund Ego neben mir döst. Besser geht es nicht.

Liebe, was du tust

„Mensch Martin, wie machst du das nur? Ich wär' auch gern so erfolgreich wie du." Ich weiß nicht, wie oft ich solche Sprüche schon gehört habe. Auch jetzt wieder. Kaum hat es sich rumgesprochen, dass ich mein Haus am See habe, kamen schon die unvermeidlichen Neider.

Inzwischen kann ich sogar drüber schmunzeln. Denn die haben einfach noch nicht verstanden, wie der Hase läuft. Je mehr du dem Erfolg nachrennst, umso schneller läuft er vor dir weg. Du musst ihn zulassen und vor allem musst du dich richtig reinknien.

Denn von nichts kommt nichts. „Der Limbeck hat halt Schwein gehabt", ist auch so ein Spruch, der mich früher auf die Palme gebracht hat. Ich kann es nicht oft genug sagen: Erfolg ist kein Glücksspiel, sondern das Resultat von Disziplin, Fleiß und klarem Antrieb!

Leider scheint das bei vielen noch nicht angekommen zu sein. Beispiel Personalsuche: Ich möchte mit Leuten zusammenarbeiten, die genauso für die Sache brennen wie ich. Dann bekomme ich jedoch Sachen zu hören wie „Umziehen will ich nicht!" oder „Überstunden gehen gar nicht."

Viele übersehen, dass Erfolg harte Arbeit ist.

Mensch, wacht mal auf, das Leben ist kein Ponyhof! Wenn du mit der Einstellung durch dein Leben stolperst, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn das mit dem Traumjob oder dem großen Geld nicht klappt.

Ich sage immer: Erfolg ist freiwillig. Und jeder hat die Wahl. Viele übersehen, dass Erfolg harte Arbeit ist. Letztens bin ich von einem Termin in Nizza zurückgekommen, nur um am selben Abend schon wieder nach Österreich aufzubrechen.

Ich bin auch immer der, der frühmorgens im Pyjamabomber sitzt, während sich die meisten nochmal gemütlich im Bett rumdrehen. „Warum tust du dir das an?" werde ich oft gefragt. „Das hast du doch gar nicht mehr nötig."

Meine Freunde, damit hat das mal gar nichts zu tun. Weißt du, warum ich so früh unterwegs bin und manchmal innerhalb einer Woche eine kleine Europatournee veranstalte? Weil ich meinen Job so sehr liebe und immer 110 Prozent gebe.

Und fang mir jetzt nicht mit diesem Burn-out-Gequatsche an. Wenn du liebst, was du tust, bekommst du kein Burn-out. Auch dann nicht, wenn du sieben Tage die Woche rund um die Uhr arbeitest. Ich gebe jetzt seit 32 Jahren Vollgas und bin seit 25 Jahren erfolgreicher Verkäufer. Das muss mir erstmal einer nachmachen.

Glaub an deine Träume!

Was für Träume hast du? Wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe, dann wie wichtig Visionen sind und welche große Kraft sie haben. Ich weiß noch, wie ich nach meinem Austauschjahr in den USA als 17-Jähriger zurück nach Deutschland kam und mich wie John Wayne persönlich fühlte.

Woran das lag? Weil ich mir einiges von dem abgeschaut habe, was jenseits des großen Teichs als „American Dream" bezeichnet wird. Jeder Mensch, der hart arbeitet und sein Erspartes sinnvoll einsetzt, kann es schaffen, ein gutes Leben zu führen und seine Träume zu realisieren - so die Kurzfassung.

Das hat mich unglaublich beeindruckt. Denn es funktioniert! Ich habe mir neben der Highschool mit kleinen Jobs meine ersten 1000 Dollar verdient. Da hatte ich es schwarz auf weiß: Wenn ich mich anstrenge, kann ich etwas erreichen. Ganz egal, was andere Menschen von mir denken.

Wie zum Beispiel mein Deutschlehrer, der meinem Vater mittleidig attestierte, dass aus mir nie was werden würde. Rückblickend war dieser Kontakt mit dem „American Way of Life" das Beste, was mir passieren konnte.

Was wirklich zählt

Natürlich habe ich als junger Kerl auch den Fehler gemacht, immer nur aufs Geld zu schauen. Ich habe wie ein Verrückter malocht und wollte immer mehr, immer mehr. Nennen wir es jugendliche Verblendung.

Klar ist Geld schön, du kannst dir damit ein angenehmes Leben gestalten - doch es ist nicht alles. Geld ist schlussendlich nur ein Hygienefaktor. Natürlich mag ich Statussymbole, versteht mich nicht falsch.

Und ich genieße es auch, dass ich in meinem Porsche zur Arbeit fahre und nicht in einem klapprigen Golf. Doch was wirklich zählt ist der nötige Ausgleich. Und den bekommst du nicht, wenn du die zehnte Rolex für deine Sammlung kaufst.

Was du brauchst, ist ein Anker. Einen Ort, an dem du deine Mitte finden, zur Ruhe kommen und Kraft tanken kannst. Es sind nicht die großen Dinge, die glücklich machen. Was wirklich zählt, sind die Kleinigkeiten.

Der Sonnenuntergang gemeinsam mit deinen Liebsten, der Duft des ersten brutzelnden Steaks der Saison auf dem heimischen Grill oder der Fisch, der nach stundenlangem Warten doch noch beißt. Darum geht es wirklich im Leben. Du hast es in der Hand, dir diese Kraftquellen zu schaffen. Also: Mach dein Ding! Nicht gelebt hast du schon.

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Martin Limbeck ist Autor des Buchs Warum keiner will, dass du nach oben kommst ...

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