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11/12/2015 13:31 CET | Aktualisiert 11/12/2016 06:12 CET

Oberschwaben ist eine nicht nur wirtschaftlich starke Region

ullstein bild via Getty Images

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Oberschwaben ist eine nicht nur wirtschaftlich starke Region. Rund um meine Heimatstadt Biberach finden sich neben global agierenden Spitzenunternehmen auch zahlreiche innovative Mittelständler und eine Vielzahl von traditionsreichen Betrieben in einem nach wie vor ländlich geprägten Wirtschaftsraum.

Die Arbeitslosenquote liegt bei gerade einmal 2,3 Prozent. Trotzdem ist natürlich nicht alles eitel Sonnenschein: Wie überall in Deutschland ist es auch hier nicht leicht, schnell die notwendigen Unterkünfte für die vielen Menschen zu finden, die auf der Suche nach Schutz vor Kriegen und Krisen zu uns kommen.

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Zudem beschäftigen drängende Fragen zur regionalen Infrastruktur die Menschen: Wie können wir auch in den ländlichen Teilen des Wahlkreises flächendeckend ein schnelles Internet sichern? Wie können wir Ortschaften besser vor den Belastungen schützen, die mit starkem Pendler- und Zulieferverkehr einhergehen - ohne unserer Wirtschaft Steine in den Weg zu legen? Wie halten wir die Region attraktiv für junge Menschen, ohne die wachsende Zahl an betagteren Menschen zu vernachlässigen, die auf altersgerechte Strukturen vor Ort angewiesen sind?

Andere Fragen sind noch offen und müssen schnell geklärt werden

Viele der Herausforderungen gehen wir auf Landes- und Bundesebene erfolgreich an: Mit Initiativen zum Breitbandausbau, mit Pilotprojekten zu Tempolimits, zusätzlichen Ortsumfahrungen und dem Ausbau von Mehrgenerationenhäusern zum Beispiel. Andere Fragen sind noch offen und müssen schnell geklärt werden: So brauchen zahlreiche Gemeinden zusätzliche Flächen für neuen Wohnraum oder die Erweiterung von Gewerbegebieten - was mit dem Interesse am Erhalt der Natur konkurriert.

Das kommende Jahr wird zeigen, ob es uns gelingt, die Chancen, die in der derzeit massiven Zuwanderung liegen, zu ergreifen und uns eine langfristige „Integrationsrendite" zu sichern, die uns bei der Lösung wichtiger struktureller Probleme unseres Landes helfen kann. Ich denke, wir müssen das jetzt noch offene Zeitfenster dringend nutzen, um die problematischen Großtrends in unserer Gesellschaft, wie Überalterung und Fachkräftemangel, anzugehen.

Bei allem Genannten ist es mir besonders wichtig, dass auch die Perspektiven und Sorgen der Menschen auf dem Land berücksichtigt werden. Auch dort können zu viele nicht hinreichend am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Auch dort gibt es soziale Ungerechtigkeit, die wir als Sozialdemokraten bekämpfen müssen.

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Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen, denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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