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10/11/2014 09:45 CET | Aktualisiert 10/01/2015 06:12 CET

Labl.FRANKFURT - Lust auf besser leben

Labl.FRANKFURT ist die erste lokale Gemeinschaft Stadt für eine nachhaltige Entwicklung und lebenswerte Zukunft. Wir bieten Bürgern und nachhaltigen Kleinstbetrieben die Möglichkeit, sich miteinander durch eine lokale Gemeinschaft in ihrer Stadt (Labl) zu vernetzen. Wir sind Anlaufstelle und Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung in der Stadt.

LablFrankfurt

Eine neue Generation wühlt klassische Industrien auf. Junge Unternehmer, die für ihre Ideen brennen. Die nicht nur davon reden, sondern machen. Mit der Reihe StartUps der Huffington Post werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und schaffen eine Plattform für kreative Ideen und ungewöhnliche Konzepte.

Wir stellen nur die Fragen. Denn die Akteure von morgen wissen in der Regel selbst am Besten, was sie sagen wollen.

Wenn auch Ihre Idee Teil der Reihe StartUps werden sollte, schreiben Sie eine Mail an blogs@huffingtonpost.de

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Labl.FRANKFURT - Lust auf besser leben

Labl.FRANKFURT ist die erste lokale Gemeinschaft für eine nachhaltige Entwicklung und lebenswerte Zukunft. Die Menschen hinter Labl.FRANKFURT sind die Humangeographin Ivonne, der Nachhaltigkeits- und Changemanager Markus und die Veranstaltungskauffrau Marlene. Als One-Woman-Show wollte Marlene irgendwann mehr als nur Veranstaltungsmanagement machen und stieß bei Recherchen auf den Heldenmarkt.

Sie war fasziniert von den tollen nachhaltigen Betrieben in ihrer Stadt und begann, das Konzept einer lokalen Gemeinschaft mit Kleinstbetrieben und Bürgern für eine nachhaltige Entwicklung zu schreiben. Sie nahm am EU-Programm Pioneers into Practice statt, das Markus zu ihr ins Team brachte. Das Büro lag mittlerweile im Social Impact Lab in Frankfurt. Dort war Ivonne Praktikantin. Es war Liebe auf den ersten Blick...

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In 140 Zeichen: Wie wirst Du mit Deiner die Welt verändern? 

Wir verbinden Lust auf besser leben mit nachhaltiger Entwicklung in Deiner Stadt. Lokal. Gemeinsam. Die Welt verändern.

Wo bist Du auf die Idee gekommen? 

Als Einzelunternehmerin habe ich viele Veranstaltungen organisiert. 2013 dann wollte ich mein privates Interesse für Nachhaltigkeit mit meinem Job verbinden. Also suchte ich mir einen Auftrag in diesem Bereich - den Heldenmarkt. Ich lernte die Frankfurter Nachhaltigkeitsbetriebe kennen und merkte, dass so viele tolle Unternehmen die Stadt bereichern, ohne dass die meisten davon wissen.

Das wollte ich ändern. Ich schrieb ein Konzept und ging netzwerken ohne Ende, überzeugt und erfüllt von meiner Idee. Und es hat sich gelohnt...

Für welche Überzeugung halten Dich andere Menschen für verrückt?

Ich werde für verrückt erklärt, weil ich der Überzeugung bin, ganzheitlich die Welt verändern zu wollen, nicht nur ein grünes Produkt auf den Markt zu bringen und mich dabei manchmal selbst überhole.

Wie wird Deutschland zu einem Gründerland? 

Indem wir im Bildungssystem nicht zu schutzbedürftigen Marionetten erzogen werden, sondern unerforschte Wege gehen lernen und unser Bauchgefühl zu neuem Selbstbewusstsein deklariert wird, nicht Schulabschlüsse und Doktortitel.

Was war Dein größter Fehler? 

Ich habe viele Fehler gemacht, aber alle haben mich zum status quo geführt. Solange ich aus Fehlern lernen konnte, möchte ich sie nicht so negativ bezeichnen. Aber wenn Ihr unbedingt etwas hören wollt: Mein größter Fehler war und ist es teilweise noch, das Gefühl zu haben, so handeln zu müssen wie es andere von dem Stereotyp einer Geschäftsfrau erwarten, obwohl ich es auf meine eigene Weise anders und damit für mich besser machen könnte.

Welcher Unternehmer hat Dich am meisten beeinflusst? 

Inhaltlich einerseits Joerg Weber von Weber Networking, aber auch Mentorinnen wie Ramona Lange von Jumpp und meine ersten Auftraggeber (aus städtischen Institutionen und Theatern) wie auch momentan immer wieder die Köpfe von Monagoo, wegweisend betrachtet auch die Leitung von Forum Futura.

Inspiriert haben mich die Mitgliedsbetriebe von Labl.FRANKFURT wie auch eine besondere Yogalehrerin. Und ganz viele andere - das ist vielleicht mein Vorteil: ich nehme vieles auf, lasse mich beeinflussen, um anschließend zu schauen, was davon wichtig ist für meinen Weg.

Was bedeutet Work-Life-Balance für Dich? 

Gute Frage. Ich habe verschiedene Modelle versucht. Von 5-Tage-Woche über 6 Tage über 7 Tage und dafür ausschlafen. Letztendlich entsteht die Balance situationsbedingt. Steht ein stressiges Projekt an, zwinge ich mich nicht, Wochenende zu machen, wenn dafür dann der Montag vor Arbeit überquillt. Dann frühstücke ich lieber gemütlich und setze mich dann Zuhause an den Laptop.

Und dann gibt es wieder andere Wochen, in denen ich merke, dass ein Wochenende nun wichtig ist. Und das wichtigste für mich: Urlaub - Handy aus. Alltag - kleine Dinge (Vogelzwitschern, Sonne, Herbstbunt) genießen.

Welche Technologie wird die nächsten 10 Jahre prägen?

Apps, die unsere Konsumentscheidungen beeinflussen. Gruselige Brillen, die mehr sehen, als uns gut tut. Und coole eBikes, die die Welt erobern.

Mehr Infos zu LABL Frankfurt hier.