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16/12/2016 13:14 CET | Aktualisiert 15/02/2018 05:32 CET

"Hier hast du Geld, mach was draus": Wie das Grundeinkommen mein Leben radikal veränderte

Für viele Deutsche ist es ein finanzieller Wunschtraum: Das bedingungslose Grundeinkommen. Genug Geld zum Leben, ohne dafür zu arbeiten - diese Idee würde zweifelsohne das Leben Millionen Deutscher für immer verändern.

Für Marlene Graßl ist dieser Traum bereits in Erfüllung gegangen. Sie nahm an einer Crowdfunding Aktion teil und gewann den Hauptpreis: ein Jahr Grundeinkommen - monatlich 1000 Euro.

Für sie hat das vieles einfacher gemacht. Marlene hat jetzt die Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen und muss sich nicht ständig Sorgen machen, ob ihr Gehalt für die hohe Miete und die steigenden Lebenshaltungskosten reicht.

Die Hälfte aller Deutschen spricht sich für Grundeinkommen aus

Einer Umfrage aus dem Jahr 2015 zufolge befürworteten mehr als die Hälfte aller Deutschen die Idee des Grundeinkommen und auch Politiker können der Überlegung positives abgewinnen.

So schreibt der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen Dieter Althaus: "Je breiter der Wohlstand verteilt ist, umso höher die Nachfrage. Das Solidarische Bürgergeld stärkt Kreativität und Risikobereitschaft, es stärkt auch Eigenverantwortung und Wettbewerb."

Mehr zum Thema: Warum das bedingungslose Grundeinkommen einen Versuch wert ist

Diese These widerspricht der Kritik von Gegnern der revolutionären Idee. Sie denken, Menschen, die für ihr Einkommen nicht arbeiten, würden ihr Geld sinnlos für Luxusgüter und Alkohol verprassen.

Marlene Graßl zeigt, wie es funktionieren kann

Auch Marlene Graßl ist mit dieser Überlegung schon konfrontiert worden: Viele Leute fragten sie, ob sie durch das Grundeinkommen fauler gewesen worden sei. Doch das Gegenteil ist der Fall: "Ich denke mir: Du hast jetzt die Möglichkeit, dein Potenzial zu entfalten, also mache auch was draus!"

Wie Marlene jetzt versucht, ihren persönlichen Lebenstraum zu verwirklichen, seht ihr oben im Video.

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Oft schauen wir auf gesellschaftliche Entwicklungen nur aus einer abstrakten Perspektive: Experten sprechen über Probleme anhand von Studien. Politiker loben, was gut läuft, anhand von grauen Statistiken - all das hat mit dem Alltag der Menschen, die von diesen Entwicklungen betroffen sind oder sie prägen, oft wenig zu tun.

Diese Menschen kommen jetzt in der Huffington Post zu Wort. Denn wie fühlt sich Armut in einem reichen Land jenseits der Statistiken an? Wie sieht Deutschland aus der Perspektive eines Obdachlosen aus? Vor welchen Problemen steht ein gerade angekommener Flüchtling? Wer hat mit seiner Initiative ein gravierendes Problem gelöst? All das ist Thema in HuffPost-Voices.

Diskutiert mit und schickt uns eure Erlebnisse an Blog@huffingtonpost.de.