BLOG
31/05/2015 09:34 CEST | Aktualisiert 31/05/2016 07:12 CEST

Ein einfacher Trick, mit dem du schneller und entspannter läufst

Laufen ist eine ganz natürliche Bewegung. Solange wir körperlich gesund sind, sollte es uns gut gelingen - egal in welchem Alter. Für viele ist Laufen aber alles andere als locker. Es fühlt sich einfach nicht "rund" an. Folgender Tipp kann weiterhelfen.

2015-05-30-1432987105-5699032-Laufen2.JPG

Laufen ist eine ganz natürliche Bewegung. Die Fähigkeit dazu steckt in jedem von uns, angelegt durch Jahrmillionen der Evolution. Solange wir körperlich gesund sind, sollte es uns gut gelingen - egal in welchem Alter.

Für viele ist Laufen aber alles andere als locker. Es fühlt sich einfach nicht "rund" an. Als ich meinen Bruder zur Teilnahme am Berliner Halbmarathon überredete und er mit dem Training begann, hatte er das gleiche Problem.

Wenn es dir auch so geht, dann kann dir der heutige Tipp vielleicht entscheidend weiterhelfen.

Um längere Strecken locker laufen zu können, ist es wichtig, dass du einen Rhythmus hast. Und den bekommst du, wenn du gleichmäßig schnelle Schritte machst.

Das Ziel sind 180 Schritte pro Minute. Das klingt wahnsinnig viel, ist aber machbar.

Viele Freizeitläufer haben eine deutlich niedrigere Schrittfrequenz. Sie machen eher weniger, aber dafür längere Schritte. Und das führt zu Problemen - ohne, dass du es bemerkst. Denn wenige, lange Schritte bedeuten:

● hoher Kraftaufwand

● Tendenz, mit der Ferse zu landen

● lange Bodenkontaktzeit

● das Laufen fühlt sich "unrund" an

Die Lösung: Mach etwas kürzere Schritte und erhöhe deine Schrittfrequenz deutlich. Dann wirst du dir fast automatisch eine bessere Lauftechnik angewöhnen:

● du brauchst für jeden Schritt weniger Kraft und kannst länger gleichmäßig schnell laufen

● du landest eher mit dem gesamten Fuß (Mittelfußlauf) statt mit der Ferse zuerst (nicht gut für dein Knie, außerdem Bremseffekt)

● kürzere Bodenkontaktzeit und damit bessere Effizienz beim Abstoß vom Boden

und das Beste: dein Laufstil wird sich "rund" anfühlen

Die hohe Schrittfrequenz hat noch einen großen Vorteil. Du bist insgesamt schneller, vor allem auf längeren Strecken. Das liegt daran, dass dein Laufstil effizienter ist und du so deine Kraft- und Energiereserven schonst.

Natürlich kannst du später, wenn du genug Kraft aufgebaut hast und noch schneller werden möchtst, deine Schritte wieder etwas verlängern. Die hohe Frequenz solltest du aber beibehalten.

Um die 180 Schritte pro Minute dauerhaft zu schaffen, ist es am besten, wenn du dir den Takt beim Laufen auf deinem MP3-Player anhörst. Hier habe ich dir eine solche MP3-Datei hochgeladen.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wieso genau 180 Schritte pro Minute gut sind. Es ist eine Daumenregel.

Der Sportmediziner Dr. Matthias Marquardt hat eine Formel entwickelt, um die optimale Schrittfrequenz zu berechnen. [1] Diese hängt von deiner Größe und deinem Lauftempo ab. Je kleiner du bist und je schneller du läufst, desto höher die optimale Frequenz. Auf seiner Internetseite kannst du die genauen Ergebnisse abhängig von Körpergröße und Tempo abrufen.

Auf Dauer sind 180 Schritte pro Minute vielleicht ein kleines bisschen zu viel. Aber wenn du dich eine Weile an die hohe Frequenz gewöhnst, wirst du automatisch zumindest um die 170 Schritte in der Minute laufen - und damit womöglich viel entspannter als bisher.

Probier es aus, du wirst überrascht sein. Wenn dir die höhere Frequenz hilft, freue ich mich über dein Feedback oder einen kurzen Kommentar.

--

Quellen:

[1] Schrittfrequenz, Marquardt Running, Zugriff am 20.04.2015, http://www.marquardt-running.com/einsteiger/lauftechnik/schrittfrequenz


Sie haben auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn Sie die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollen, schicken Sie Ihre Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.


Video:

Die abgefahrendste Ski-Abfahrt, die Sie je gesehen haben

Hier geht es zurück zur Startseite