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22/01/2016 04:12 CET | Aktualisiert 22/01/2017 06:12 CET

Diese 11 Dinge sollten auf deiner Checkliste stehen, um als Mama nicht auszubrennen

Susanne Walstrom via Getty Images

Aufgewacht.

"Habe ich überhaupt geschlafen? Ist es schon wieder Morgen?"

Die Tage laufen in einer Dauerschleife ab - wie in dem Film Und Täglich grüßt das Murmeltier.

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Du kannst keinen klaren Gedanken fassen. Müde, erschöpft und niedergeschlagen...

Du möchtest eigentlich gar nicht aus dem Bett aufstehen - als wären massive Betonklötze an deinen Körper gekettet.

Aus dem Dauerzustand der Erschöpfung, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit betritt so manch eine Mutter ein finsteres Tal. Man sollte glücklich sein, das Familienleben mit Kindern genießen... Doch die Freude bleibt aus.

Burnout ist längst keine Managerkrankheit, sondern trifft laut Müttergenesungswerk immer mehr Mütter. Lasse es nicht so weit kommen.

Sei dir im Klaren und erkenne mögliche Ursachen von starker Erschöpfung und Burnout.

#Lese-Tipp: Starke Erschöpfung und Burnout als Mama - wer ist schuld?

Erstelle eine ganz persönliche Checkliste, um rechtzeitig gegen die Niedergeschlagenheit und Müdigkeit zu steuern. Diese 11 Dinge sollten drauf stehen:

1. Brauche ich mehr Schlaf?

Meine Damen, bitte, kein hysterisches Gelächter ;). Natürlich brauchen wir alle mehr Schlaf. Doch es gibt auch Phasen, in denen es scheint, als würden wir keine Minute Schlaf bekommen... Da erinnere ich mich z.B. daran, als mein 7-monate alter Sohn Magen-Darm-Grippe hatte und mein Mann verreist war...

Wie könntest du dich körperlich erholen? Der Papa, die Oma, eine Freundin übernimmt die Kinder für ein paar Stunden und du gehst ... ah nein, nicht wie panisch aufräumen, Papierkram erledigen, spülen, waschen, bügeln usw. ...schlafen.

2. Muss ich meine Prioritäten neu setzen?

Ja, ja. Das ist etwas, was wir uns immer vornehmen und nie wirklich durchziehen. Aber das muss sein. Schließlich verändert sich unser Leben durch unsere Kinder und es nützt nichts, das zu leugnen. Und das ist noch nicht einmal negativ gemeint. Diese Veränderung haben sich die meisten herbei gewünscht und gar lang ersehnt.

In anderen Bereichen erkennen wir unsere Prioritäten viel eher als nach der Geburt unserer Kinder.

Komischerweise erkennen wir in anderen Bereichen die Notwendigkeit unsere Prioritäten neu zu ordnen viel eher als nach der Geburt unserer Kinder. Wenn wir z.B. nach der Ausbildung bzw. Studium ins Berufsleben einsteigen, dann ist es selbstverständlich, dass unser Beruf eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Diese Zeit können wir nicht anderweitig verplanen. Aber wie viel Zeit planen wir täglich für unsere Kinder ein?

3. Stecke neue Grenzen ab!

Du musst lernen, auf dich Rücksicht zu nehmen. Lerne nein zu sagen. Die meisten werden keine Rücksicht auf deine Situation nehmen. Deshalb musst du das tun. Ohne schlechtes Gewissen, sprich es aus: „Nein, dafür habe ich keine Zeit."

Warum? Weil du jetzt nicht nur die Top-Mitarbeiterin, Partnerin, Freundin, usw. bist, sondern vor allem Mutter. Es gibt jemanden der auf dich angewiesen ist. Die meisten Aufgaben kann jemand anderes erledigen, aber niemand kann dich als Mutter ersetzen.

4. Habe ich auf meine Gesundheit geachtet?

Als Mütter fokussieren wir uns auf Tausende von Dingen und Aufgaben, aber meist nicht auf unsere Gesundheit. Damit ist Schluss.

Das bedeutet für jede von uns etwas anderes. Ich musste z.B. lernen, mich komplett auszukurieren bevor ich wieder einsatzbereit bin. Denn ansonsten dauert es nicht lange und ich liege wieder flach. Außerdem muss man manchmal auch die Bremse treten und sein Alltag etwas entschleunigen. Stress tut niemandem gut.

5. Pfeife auf Perfektionismus!

Oder wie ich das gerne sage: „Chuck-Norris-Kick gegen den Perfektionstick". Ja, das muss sein. Denn wie ich bereits in Diese 5 Gewohnheiten lassen Mütter verzweifeln geschrieben habe, ist Perfektionismus ein Zufriedenheitskiller.

Warte nicht auf den perfekten Augenblick - genieße die Kleinigkeiten in deinem Leben und freue dich darüber.

Warte nicht auf den perfekten Augenblick - genieße die Kleinigkeiten in deinem Leben und freue dich darüber. Ich werde nie vergessen, wie mein Sohn (damals war er 1,5 Jahre alt) mir sein Kunstwerk zeigte. Er freute sich und war total stolz, als er mir sein Gekritzel mit Buntstiften auf der weißen Wand im Flur zeigte ;).

6. Nehme ich Hilfe an?

Du kommst mit irgendetwas nicht klar? Na, und! Das ist normal, dass dir manchmal die Zeit und die Kraft fehlt, etwas zu tun. Versuche ein paar Aufgaben an andere zu delegieren. Ganz egal, ob es Haushaltsarbeit ist, die jemand anderes aus der Familie übernimmt oder ein Auftrag, den ein Kollege erledigt.

Warum denn nicht? Jemand bietet dir an, deine Wäsche zu bügeln, deine Fenster zu putzen, dir etwas mitzubringen oder auch mal mit deinem kleinen Schatz spazieren zu gehen? Hier musst du auf jeden Fall ja sagen.

7. Was gibt mir Kraft?

Was lässt dich neue Kraft und Freude in deinem Leben schöpfen? Bei einigen von uns ist das vielleicht etwas Zeit für sich oder ein Date mit dem Liebsten, während die Großeltern auf die Kinder aufpassen. Für andere ist es mit einer Freundin ins Kino zu gehen. Oder willst du einfach mal in Ruhe ein Buch lesen?

Ob es dein Glaube ist, inspirierende Artikel oder Bücher, was auch immer du gerne tust - nimm dir Zeit dafür. Denn du verdienst es.

8. Fühl ich mich irgendwie einsam?

Dann ist es höchste Zeit, eine Freundin auf eine Tasse Kaffee oder Tee einzuladen. Es tut so gut, mit jemandem zu quatschen und sein Herz auszuschütten.

Oder überlasse mal dem Papa die Manege und geh mit paar Freundinnen in ein Café um die Ecke. Das darfst du dir gönnen und es wird dir gut tun.

9. Bin ich von sogenannten Krabben umgeben?

Es gibt diese Menschen die dich immer runter ziehen, auch wenn es dir eigentlich gut geht und du gute Laune hast. Tim Ferriss nennt solche Menschen Krabben.

Umgebe dich mit Menschen, die dich ermutigen.

Umgebe dich nicht mit Menschen, die dir ständig sagen, dass du etwas nicht schaffst. Umgebe dich lieber mit Menschen, die dich ermutigen und dir eine Richtung weisen, damit du es schaffst.

10. Verzweifle nicht an dir selbst

Es gibt keine einzige Frau, auf die Feenstaub herab regnete und sie wurde plötzlich zu einer perfekten Mutter. Hier darfst du laut rufen: „Whaaaaat?!" ;)

Setze dich nicht selbst unter Druck und hör auf an irgendwelchen Idealen aus deiner Hollywood-Märchen-Vorstellung festzuhalten. Du bist keine perfekte, aber die beste Mutter für dein Kind.

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11. Nimm ein Bad, aber bade nicht in Selbstmitleid und negativen Gedanken

Ehrlich, ich meine das nicht böse. Ich weiß doch, wie ich selbst manchmal bin. „Alles muss ich alleine machen"; „Keiner hilft mir"; „Wie soll ich das bloß schaffen?"; „Andere machen XY und ich wechsle hier Windeln"; „Wann habe ich mal Zeit für mich selbst?".

Unsere Kinder haben es sich nicht ausgesucht, auf die Welt zu kommen. Wir haben uns unsere Kinder gewünscht. Sie sind Kinder - ein wertvolles Geschenk, welches für einige Zeit in unsere Hände anvertraut wurde.

Kinder lieben uns. Bedingungslos. Kinder vertrauen uns. Ausnahmslos.

Vielleicht bist du dir nicht sicher, was du selbst eigentlich willst. Dann ist es höchste Zeit, das herauszufinden.

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Denn die Zeit mit unseren Liebsten, unseren Kindern ist eine sehr wertvolle Zeit. Sie ist kostbarer als alles andere, was wir erleben. Unsere Kinder erwarten keine unfehlbaren Mütter, sie brauchen nur unsere Liebe.

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