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21/12/2015 12:58 CET | Aktualisiert 21/12/2016 06:12 CET

Malvinas-Inseln: Dieser Konflikt muss endlich gelöst werden!

Jeremy Richards via Getty Images

Vor ein paar Tagen, veröffentlichte die Huffington Post auf ihrem Blog einen Artikel über die Malvinas-Inseln. Der Autor gab einen kurzen Überblick über die Geschichte der Inseln und endete mit den Worten, dass der argentinische Anspruch "konstant, wie der Wind ist". Obwohl ich einige Aspekte dieses Artikels nicht in Frage stellen werde, möchte ich diesen letzten Satz hervorheben: "ein Anspruch jetzt so konstant wie der Wind".

Und die Vereinten Nationen hatten viel damit zu tun, seit sie 1965 die Existenz eines Souveränitätsstreits über die Inseln zwischen Argentinien und Großbritannien anerkannten und die beiden Parteien aufriefen, durch bilaterale Verhandlungen zu einer friedlichen Lösung zu finden.

Für Argentinien sind die Inseln ein integraler Bestandteil ihres Territoriums, womit sie bei vielen anderen Ländern Unterstützung finden. Sogar nach der "Revolución de Mayo" im Jahre 1810 wurden die Malvinas von den ersten Gouverneuren als Teil des von Spanien ererbten Gebietes angesehen.

Im Jahre 1820 nahm Oberst Jewett die Malvinas-Inseln im Namen der Provincias Unidas del Río de la Plata in einer öffentlichen Zeremonie in Besitz, deren Zeuge Bürger unterschiedlicher Nationalitäten wurden, wie es in Zeitungen der damaligen Zeit wiedergegeben wurde. Im Jahr 1829, etablierte die argentinische Regierung ein politisches und militärisches Kommando der Malvinas, das von Herr Vernet geleitet wurde.

Am 3. Januar 1833 tauchte das Kriegsschiff Clio in Puerto Soledad auf, wo Argentiniens Schiff Sarandi vor Anker lag. Der englische Kapitän forderte den Rückzug des argentinischen Schiffes. Pinedo, Kommandeur der Sarandi, zählte seine Streitkräfte und kam zu dem Schluss, dass er den Widerstand nicht weiter fortsetzen konnte, da die englischen Streitkräfte zahlenmäßig überlegen waren.

Und die Sarandí beschloss, abzureisen und musste den ganzen Weg zurück nach Buenos Aires segeln. Noch am selben Tag wurden die argentinischen Behörden von den Inseln vertrieben. Es spielt keine Rolle, wie viele Argentinier ausgewiesen wurden oder blieben. Diejenigen, die geblieben sind hatten nie das Recht erhalten, Land zu besitzen, da sie nicht als "Siedler" angesehen wurden, ein Status, der nur den britischen Staatsbürgern vorbehalten war.

"Wann immer möglich, hat Argentinien seine Proteste gegen diesen Akt der Gewalt und gegen die illegale Besetzung wiederholt", sagte Argentiniens Botschafter Jose Maria Ruda in seiner Erklärung, die er im September 1964 dem Unterausschuss III des Sonderausschusses der Vereinten Nationen über die Entkolonialisierung überbrachte.

Der Sieg des Rechts

Seit Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 hat Argentinien den Fall vorgetragen, wobei insbesondere der Prozess der Entkolonialisierung unter dieser Charta zu berücksichtigen ist.

Im Jahr 1960 wurde die UN-Resolution 1514 (XV) angenommen, die "die Notwendigkeit, ein rasches und bedingungsloses Ende des Kolonialismus in allen seinen Formen und Ausprägungen" proklamierte, indem sie zwei Grundprinzipien verankerte, die dazu bestimmt waren, den Prozess der Entkolonialisierung zu lenken: Selbstbestimmung und territoriale Integrität.

Bei der Umsetzung dieser Resolution hat die Generalversammlung am 16. Dezember 1965 die Resolution 2065 (XX) verabschiedet, wobei sie die Existenz eines Souveränitätsstreits um die Inseln zwischen Argentinien und Großbritannien anerkannte und beide Länder einlud, in Verhandlungen zu einer friedlichen Lösung des Streits zu finden.

Der heutige Tag markiert den 50. Jahrestag der Verabschiedung der Resolution 2065 (XX), die mit 94 Ja-Stimmen, 14 Enthaltungen und 0 Gegenstimmen angenommen wurde. Ich möchte die bedeutende Rolle würdigen, die diese Resolution für Argentinien und Lateinamerika spielte.

Die Annahme der Resolution 2065 war ein diplomatischer Sieg, der zwischen den beiden Ländern Gespräche ermöglichte, die heute leider ins Stocken geraten sind: sie beschreibt die besondere koloniale Situation der Inseln und ruft zu einem Dialog zwischen den beiden Ländern auf, indem sie die Interessen der Einwohner der Inseln berücksichtigen.

Sie fügte eine letzte Sache hinzu, die durch bestimmte pseudo juristische Propaganda in sozialen Netzwerken in Vergessenheit zu geraten scheint: Die Resolution 2065 ist uneingeschränkt gültig, sie ist nicht "abgelaufen", noch wird sie je "ablaufen", solange die gegebene Situation der Malvinas-Inseln besteht. Ihre Grundsätze wurden bis zum heutigen Tag von der Generalversammlung und ihrem Sonderausschuss für Entkolonialisierung erneuert.

Der fünfzigste Jahrestag ihrer Annahme und eine vielversprechende Zukunft für zwei Nationen, die so viele Grundwerte teilen, erlauben uns, zu hoffen, dass die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, um diese offene Frage im Rahmen der Diplomatie zu lösen.

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