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04/09/2015 06:31 CEST | Aktualisiert 04/09/2016 07:12 CEST

Quinoa: So ernähren Sie sich gesund

Photo by Cathy Scola via Getty Images

Quinoa dient seit Jahrtausenden als Grundnahrungsmittel der Völker Südamerikas. Besonders die Inkas wussten die gesunde Wirkung der Pflanze, die fälschlicherweise oft als Getreide kategorisiert wird, zu schätzen. Inzwischen sind auch die Europäer von den kleinen, runden Körnern mit der positiven Kraft begeistert.

Grund für die gesundheitliche Wirkung von Quinoa ist der Reichtum an Eiweiß, Aminosäuren, Vitaminen und Nährstoffen. Besonders Vegetarier und Veganer profitieren von dieser Zusammensetzung und haben Quinoa längst in ihrem Speiseplan aufgenommen.

klassische „Alles-Esser"

Doch auch der klassische „Alles-Esser" kann durchaus von der gesunden Wirkung des Quinoas profitieren - schließlich helfen die Samen nachweislich gegen verschiedene Krankheiten.

Kaum eine andere Pflanze besitzt so viel Eiweiß wie Quinoa. Doch damit nicht genug. Die Samen verfügen über zahlreiche Vitamine und Nährstoffe. Dazu gehören unter anderem:

• Vitamin B2

• Vitam E

• Kalzium

• Eisen

• Mangan

• Kupfer

Abgerundet wird der Fakt, dass Quinoa ein sehr gesundes Lebensmittel ist, durch die Tatsache, dass die Samen über alle neun essentiellen Aminosäuren verfügt. Das wiederum ist sehr ungewöhnlich für das Pflanzenreich und macht Quinoa zu einer ganz besonderen Nahrungsquelle.

Die Quinoa-Körner sind glutenfrei und stellen damit eine tolle Alternative für alle dar, die unter einer Getreideunverträglichkeit leiden.

Quinoa - Der natürliche Gesund-Macher

Natürlich führt dieser außerordentliche Mix von Vitaminen, Nährstoffen und den essentiellen Aminosäuren in Kombination mit wenigen Kohlenhydraten dazu, dass Quinoa zu einer ausgewogenen Ernährung beiträgt und überaus gesund für den menschlichen Körper ist.

Darüber hinaus schmecken die Körner gut und machen lange satt. Diese Pflanze kann also durchaus als Powerfood bezeichnet werden. Das wussten auch schon die Inkas, die die Pflanze aßen, um genauso stark und widerstandsfähig wie sie zu werden.

Migräne-Anfälle

Aus heutiger Sicht weiß man, dass Quinoa noch weit mehr kann, als nur zu stärken. Menschen, die häufig unter Migräne-Anfällen leiden, bescheinigen zum Beispiel, dass die schmerzhaften Symptome durch Quinoa merklich gelindert werden. Das liegt daran, dass die Pflanze die verkrampften Blutgefäße, die zu der Migräne führen, wieder entspannt.

Eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft von Quinoa ist, dass es nachweislich gegen Krebs hilft. Verantwortlich für diese überaus positive Eigenschaft ist die Aminosäure Lysin.

Sie verhindert, dass die Enzyme der Krebszellen das Gewebe auflösen und sorgt dafür, dass das Bindegewebe, das bereits von Krebszellen angegriffen wurden, um Platz für Tumore zu schaffen, repariert wird.

Hilfe für Depressions-Patienten

Quinoa wird außerdem nachgesagt, dass es in der Lage ist, die Stimmung aufzuhellen. Auch hierfür ist wieder eine der neun essentiellen Aminosäuren zuständig. Tryptophan ist für die Herstellung des Glückshormons Serotonin im Gehirn zuständig. Wer also viel Quinoa isst, produziert viele Glückshormone und verbessert damit seine Stimmung.

Quinoa wird sogar vereinzelt schon als Alternative zu den gängigen Antidepressiva, die bei Depressions-Patienten eingesetzt werden.

Das Gold der Inkas

Viele Menschen gehen davon aus, dass Quinoa eine Getreideart ist. Das stimmt nicht. Tatsächlich handelt es sich hierbei um ein Gänsefußgewächs. Zu dieser botanischen Familie gehören zum Beispiel auch die rote Bete und Spinat.

Trotzdem liest man im Zusammenhang mit Quinoa die Begriffe „Pseudo-Getreide" oder „Peru-Reis", da es viele Gemeinsamkeiten mit Weizen, Reis und Co. hat.

Die Pflanze hat ihren Ursprung in Südamerika, wo sie seit rund 6000 Jahren kultiviert und angebaut wird. Vor allem der Stamm der Inkas schätze die gesundheitliche Wirkung von Quinoa. Das Gewächs wird bis zu zwei Meter hoch und ist äußerst robust und widerstandsfähig. Auch schlechte Wetterbedingungen und ein nährstoffarmer Boden können der Quinoa-Pflanze nichts anhaben. Das, was letzten Endes verzehrt wird, sind die Samenkörner der Pflanze.

Multitalent in der Küche

Diese können auf sehr unterschiedliche Weisen zubereitet werden. Wichtig ist, dass, egal für welche Zubereitung man sich entscheidet, die Körner zunächst immer gründlich unter klarem Wasser abgespült werden, da sie sonst unangenehm bitter schmecken können.

Quinoa kann durchaus roh verzehrt werden. Aromatischer werden die Körner, wenn man sie vorher röstet. Dann passen sie sehr gut zu Salaten oder Müslis. Außerdem kann man sie wie Getreide schroten und in Wasser aufweichen. Am beliebtesten ist jedoch die Zubereitungsweise, die stark an Reis erinnert.

Dazu wird das Quinoa in Wasser gegeben und rund zehn Minuten gekocht. Anschließend müssen die Körner vom Herd genommen werden, um weitere zehn Minuten zu quellen. Wichtig ist, dass die Quinoa-Samen nicht zu lang gekocht werden, da sie sonst ihren Biss und auch ihren Geschmack verlieren. Auch die Zubereitung von Suppen, Füllungen Aufläufen, Pfannkuchen und vielem mehr ist mit diesem vielseitigen Nahrungsmittel möglich.

Echtes Powerfood

Wer auf der Suche nach einer leckeren und überaus gesunden Alternative zu Nudeln, Kartoffeln und Reis ist, sollte unbedingt einmal Quinoa probieren. Die Pflanze ist reich an Vitaminen und Nährstoffen und macht obendrauf auch noch lange satt.

Unterschiedliche Aminosäuren sorgen außerdem dafür, dass Quinoa gegen Migräne, Krebs und Depressionen hilft. Echtes Powerfood eben!

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