BLOG
08/10/2015 11:49 CEST | Aktualisiert 08/10/2016 07:12 CEST

Dieses unbekannte Superfood steht bei jedem im Küchenschrank

miroslavmisiura via Getty Images

Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein neues sogenanntes Superfood bekannt wird. Hierbei handelt es sich um Nahrungsmittel mit meist überdurchschnittlich hohen Vitamin- und Nährstoffwerten, die maßgeblich zu einer verbesserten Gesundheit beitragen. Zu dem bekanntesten Superfood gehören der Granatapfel, Chia-Samen und auch verschiedene Blattgemüse, die gern zu Green Smoothies verarbeitet werden. Auch Reis, oder genauer gesagt Reisproteine haben sich den Titel des Superfoods verdient.

Dass Reis sehr gesund ist, ist kein Geheimnis. Die kleinen länglichen Körner, die einfach in Salzwasser zubereitet werden, stecken voller Kohlenhydrate. Das bedeutet, dass sie schnell satt machen und viel Energie liefern. Aufgrund des geringen Fettanteils macht Reis allerdings nicht dick. Es sind allerdings nicht die reichhaltigen Kohlenhydrate, sondern die Proteine im Reiskorn, die dazu führen, dass es sich hierbei um ein Superfood handelt.

Reisproteine sind die rein pflanzlichen Eiweiße im Reiskorn. Sie sind besonders hochwertig, da sie durch Keim- und Fermentationsprozesse stark konzentriert werden. Bei den Prozessen handelt es sich um natürliche Umwandlungs-Abläufe, bei denen das Reiskorn unter Zufuhr von pflanzlichen Enzymen gewissermaßen veredelt wird. Außerdem werden dem Reis im Zuge dieser Prozesse die Stärke und damit die Kohlenhydrate entzogen. Das Ergebnis sind die extrem nahrhaften Reisproteine.

Kaum Reisproteine im weißen Reis

Spricht man von Reis, denken die meisten Menschen automatisch an den herkömmlichen weißen Reis. Dieser ist günstig, kann ausgesprochen lang gelagert werden und macht satt. Es handelt sich hierbei also um ein praktisches Grundnahrungsmittel, das in keiner Küche fehlen darf.

Der Nachteil von weißem Reis ist allerdings, dass dieser weder über Kleie noch einen Keim verfügt. Die beiden Bestandteile sind jedoch wichtige Nährstoff- und Proteinlieferanten und folglich auch der Sitz der Reisproteine. Wer also ausschließlich weißen Reis verzehrt, kann nicht auf die positive Wirkung der Reisproteine hoffen. Das Nahrungsmittel besteht fast ausschließlich aus Kohlenhydraten.

Viel empfehlenswerter ist es hingegen, auf Vollkorn- beziehungsweise Naturreis zurückzugreifen. Dieser sieht nicht nur toll aus, sondern liefert auch wesentlich mehr Nährstoffe.

Um die Reisproteine in gewünschten Mengen aufzunehmen, muss der Vollkornreis allerdings erst noch veredelt werden. Hierzu sind zwei Schritte notwendig:

• Der Reis muss keimen

• Der Reis muss anschließend fermentiert werden

Es ist klar, dass man als Otto-Normal-Verbraucher nicht in der Lage ist, die Reisproteine auf diese Weise zu gewinnen. Viel einfacher ist es deswegen, die Reisproteine als fertiges Produkt, nämlich als Pulver zu kaufen.

Kein einfaches Protein

Reisproteine können keinesfalls als einfach, isolierte Eiweiße bezeichnet werden. Sie liefern nicht nur Proteine, sondern auch eine Vielzahl unterschiedlicher Mineralstoffe und Spurenelemente, die letztendlich auch dazu führen, dass Reisproteine als Superfood bezeichnet werden. Zu den weiteren Inhaltsstoffen der Reisproteine gehören:

• Vitamine: B1, B2, B3, B5, B6, C, D, E, Folsäure, Biotin

• Kalzium

• Kalium

• Magnesium

• Phosphor

• Eisen

• Zink

• Mangan

Reisproteine im Überblick:

• vegan

• glutenfrei

• laktosefrei

• sojafrei

• frei von Zuckerzusätzen

• frei von künstlichen Aromen

• frei von Konservierungsstoffen

Gut für den Muskelaufbau

Ein Bereich, in dem pulverförmige Reisproteine gern eingesetzt werden, ist Sport. Hier dienen die Reisproteine dem schonenden, jedoch hoch effektiven Muskelaufbau. Grund für die ausgezeichnete Wirkung der Reisproteine ist das Aminosäuren-Profil. Reisproteine verfügen über besonders viele verzweigtkettige Aminosäuren. Diese sind besonders wichtig für den Muskelaufbau und unterstützen das Krafttraining optimal.

Der vegane Kraft-Lieferant

Doch nicht nur Sportler, sondern auch Veganer profitieren von der positiven Wirkung der Reisproteine. Da eine Ernährung, bei der komplett auf tierische Produkte verzichtet wird, ein Eiweißmangel permanent bekämpft werden muss, sind die rein pflanzlichen Reisproteine ein hochwertiger Lieferant.

Wer seine (vegane) Ernährung durch Reisproteine ergänzen will, hat hierfür verschiedene Möglichkeiten. Da das reichhaltige Protein in Pulverform sehr gut schmeckt, kann es tatsächlich pur oder aufgelöst in Wasser verzehrt werden. Da dies auf Dauer jedoch sehr langweilig wäre, besteht auch die Möglichkeit, Reisproteine unter Green Smoothies, Drinks, Shakes und andere Getränke oder Speisen zu mischen. Auf diese Weise wird die Nahrung nicht nur noch leckerer, sondern auch noch gesünder.

Empfehlenswert für schwangere Frauen

Frauen, die ein Kind erwarten, kämpfen ähnlich wie Veganer gegen einen permanenten Nährstoffmangel. Im Fall von Schwangeren hat das nicht nur direkte Auswirkungen auf die Frau, sondern auch auf das Kind. Da Reisproteine über all die oben genannten Vitamine und Nährstoffe verfügt, sind sie eine gute Möglichkeit, um während der Schwangerschaft Mangelerscheinungen zu beseitigen und die gesunde Entwicklung des Kindes aktiv zu fördern.

Lesenswert:

Superfoods: Essen mit Gesundheitsversprechen: Chia, Goji, Quinoa: Das leisten die Superfoods - und das sind günstige Alternativen

Video: Küchenroboter von „Moley Robotics": Warum sich die Art wie wir kochen in wenigen Jahren dramatisch verändern wird

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite