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11/09/2015 12:21 CEST | Aktualisiert 11/09/2016 07:12 CEST

Brot: Tipps und Tricks für Backen und Aufbewahren

Hisham Ibrahim

In Zeiten, in denen „selfmade" total im Trend liegt, verwundert es nicht, dass auch immer mehr Menschen ihr Brot selbst backen. Punkte, die dafür sprechen, sind vor allem, dass man genau weiß, welche Zutaten im Brot stecken und man dadurch kontrollieren kann, was auf dem Speiseplan landet. Mit dem Bestreben, das perfekte Brot selbst zu backen, investieren auch immer mehr Privatpersonen in professionelle Brotbackautomaten.

Individuelle Brot-Kreationen

Sucht man im Internet nach gesunden Brot-Rezepten, wird man regelrecht mit solchen überschüttert. Die Auswahl unterschiedlicher Rezepte ist riesig und jedes behauptet von sich, das gesündeste und leckerste zu sein. Doch was macht ein gesundes Brot eigentlich aus?

Generell gilt der Grundsatz: So viel Vollkorn wie möglich verwenden. Vollkornmehl ist viel nährstoffreicher als Weizenmehl, macht länger satt und hat weniger Kalorien. Der Grund hierfür ist, dass das gesamte Korn - also auch die Keim- und Randschichten des Getreidekorns - verwendet werden.

Deswegen sollten Menschen, die auf der Suche nach gesunden Brot-Rezepten sind, immer Ausschau nach dunklen Broten halten. Neben den klassischen Brot-Zutaten kann man sein selbstgebackenes Brot auch mit anderen Lebensmitteln wie Keimlingen oder Buchweizen kombinieren. Auf diese Weise erhält das Brot nicht nur mehr Geschmack, sondern wird auch noch gesünder und reichhaltiger.

Der große Vorteil von selbstgebackenem Brot ist, dass man es sich so zubereiten kann, wie man es am liebsten mag. Viele Brot-Liebhaber wissen: Die Auswahl beim Bäcker ist zwar groß, aber bietet trotzdem oft nicht das, was man gern essen würde. Wer sein Brot selbst backt, geht dieser Misere aus dem Weg. Das Brot kann dann nach Herzenslust mit Zutaten wie Oliven oder Wallnüssen verfeinert werden.

Warum backen immer mehr Menschen ihr Brot selbst?

Vielen Menschen macht das Brotbacken einfach Spaß. Es gibt ihnen das Gefühl, sich selbst um ihre Ernährung zu kümmern und bietet unendlich viele Möglichkeiten der Zubereitung.

Hinzu kommt aber auch, dass immer mehr Verbraucher den industriell produzierten Backwaren misstrauen. Diese stehen wegen verschiedener Faktoren immer wieder in der Kritik. Hierzu gehören unter anderem:

• Einsatz von Chemie beim Anbau von Getreide

• Geringe Nährwerte

• Brot als Erreger von Krankheiten

Besonders der letzte Punkt sorgt immer wieder für Aufsehen. Hier hat die „Süddeutsche Zeitung" berichtet " Wenn Brot krank macht". Industriell hergestelltes Mehl für Brot bietet nur sehr wenige Nährstoffe. Darüber hinaus soll es den Körper auf Dauer übersäuern. Das wiederum hat den Effekt, dass der Organismus Mineralienvorräte aufbraucht und krank wird.

Diese und andere Schreckens-Meldungen führen dazu, dass immer mehr Menschen darauf setzen, ihr eigenes und zudem gesundes Brot zu backen.

Brotbacken für Einsteiger

Wer sich dazu entschließt, Brot selbst zu backen, sollte am Anfang ein paar Dinge beachten. Brot ist nämlich nicht gleich Brot. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieses zu backen:

• Brote, die mit Hefe gebacken werden

• Brote, die mit Backpulver gebacken werden

• Brote, die mit Sauerteig gebacken werden

Während Backpulver nur für sogenannte „schnelle Brote" wie Kuchen- oder Quarkbrötchen geeignet ist und man deswegen nicht von einem echten Brotback-Prozess sprechen kann, sind Hefe und Sauerteig echte Klassiker für die heimische Bäckerei.

Während Hefe vor allem bei Backwaren aus Weizenmehl zum Einsatz kommt, ist Sauerteig die richtige Wahl für dunkle Brote und Brötchen.

Es kommt auch auf die Aufbewahrung an

Damit das selbstgebackene Brot möglichst lange frisch bleibt und nicht schimmelt, gilt es, ein paar Tipps zu beachten.

Brot muss immer in einem speziellen Tonkasten oder einem Tontopf aufbewahrt werden. Die Lagerung in einem Plastebeutel ist eher ungeeignet. Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass der Brotkasten regelmäßig mit Essig oder Essigessenz ausgewischt wird. Das tötet Keime und Schimmelsporen ab. Wichtig: Der Kasten muss danach mit klarem Wasser gereinigt werden, sonst schmeckt das Brot nach Essig.

Frisch gebackenes Brot kann auch in Scheiben geschnitten und portionsweise eingefroren werden. Dieser Trick erfreut sich vor allem in Single-Haushalten großer Beliebtheit.

Außerdem gilt, dass Sauerteigbrote mit einem hohen Roggenanteil wesentlich länger frisch sind als Hefe-Brote. Diese sollten also recht zügig verzehrt und nie in großen Mengen gebacken werden.

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