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14/12/2015 05:22 CET | Aktualisiert 22/03/2017 06:12 CET

Das passierte mit mir, als ich mich selbst zu lieben begann

Alexandra's Sunset Photography via Getty Images

Vertrauen. Bescheidenheit. Ehrlichkeit. Demut. Authentizität. Das sind große Worte. Worte, die uns momentan oft im Netz oder in Magazinen begegnen. Aber was bedeuten sie eigentlich und viel wichtiger noch, wie kann ich diese Worte selber leben? Wie lebe ich authentischer oder bewusster?

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Umso erstaunter waren wir, als wir entdeckten, dass uns ausgerechnet Charlie Chaplin dabei helfen konnte. Einer der bekanntesten Komiker des 20. Jahrhunderts. Der Mann, der stets mit übergroßer Hose und zu engem Jackett grinsend unterwegs war, dabei einen Bambusstock in der Hand schwingend und eine Melone auf dem Kopf balancierend.

Anlässlich seines 70. Geburtstags im Jahre 1995 rezitierte Charlie Chaplin den folgenden Text:

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,

zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin

und dass alles, was geschieht, richtig ist -

von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid

nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen

und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.

Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,

und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,

was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,

auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,

von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen

und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus",

aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,

so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben

und mich um meine Zukunft zu sorgen.

Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,

so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,

da erkannte ich, dass mich mein Denken

armselig und krank machen kann.

Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,

bekam der Verstand einen wichtigen Partner.

Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,

Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,

denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander

und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

* Blogger-Essay - den Artikel „Das passierte mit mir, als ich mich selbst zu lieben begann" gibt es in der ma vie, Ausgabe November/Dezember 2015 ab S. 18

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