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14/12/2015 05:17 CET | Aktualisiert 14/12/2016 06:12 CET

Jetzt ist die Zeit: Die Brücke vom Heute in die Zukunft zu bauen

Jamie Grill via Getty Images

Als Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Bayern und als Dozent für Umweltethik komme ich mit vielen Menschen ins Gespräch. Auch in meiner Heimatstadt München und in meinem Umfeld sehe ich, dass viele Menschen die Situation der Flüchtlinge, der Krieg in Syrien und aktuell die Anschläge von Paris besonders bewegen.

Natürlich gibt es Menschen, die sich in diesem Zusammenhang berechtigt Sorgen machen. Sorgen darüber, ob ihr eigenes Leben durch neue Entwicklungen schlechter oder bedroht wird.

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CSU und ihre verbalen Aussetzer

Umso schöner ist es für mich, zu sehen, mit wie viel Engagement und Hingabe sich ehrenamtliche Helfer für die Flüchtlinge einsetzen.

Bayern macht insgesamt einen mustergültigen Job, was den Umgang mit den Flüchtlingen angeht, auch wenn die CSU durch verbale Aussetzer einen anderen Eindruck vermitteln will.

Leider werden die Stimmen von haupt- und ehrenamtlichen Helfern in Berlin überhört. Trotz allem Optimismus lassen sich Belastungsgrenzen für die Helferinnen und Helfer nicht verleugnen. Wenn dem "Wir schaffen das" keine weiteren Anstrengungen der Politik folgen, werden keine Probleme gelöst.

Wir brauchen langfristige und zukunftsorientierte Strategien, die es den Menschen ermöglichen, in Frieden und Freiheit in ihrer Heimat zu leben. Diese Strategien vermisse ich in Berlin.

Jeden Tag blicke ich in die Zukunft.

Für mich persönlich war das Jahr 2015 sehr glücklich. Ich konnte in diesem Jahr nicht nur meine Promotion abschließen. Meine Verlobte und ich sind im November Eltern geworden. Unser Kind ist eine große Bereicherung für unser Leben.

Als frischgebackener Vater mache ich mir unweigerlich Gedanken, wie die Zukunft meines Sohnes aussehen wird. Auch beruflich als Geschäftsführer des Zentrums für Umweltethik und Umweltbildung setze ich mich mit Zukunftsthemen wie intergenerationeller Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit auseinander. Ich bin froh zu sehen, dass diese Themen auch in meiner Arbeit für die Liberalen starkes Gewicht finden.

Mein Sohn soll mit seiner Generation in einer Gesellschaft leben können, die optimistisch an ihre Aufgaben herangeht. Ich möchte ihm eine Gesellschaft an die Hand geben, die ein Lebensbild aus Freiheit, Mut und Verantwortung vermittelt.

Diesen Traum sehe ich aber bei all den Schwarzmalern aus Union, SPD und Grünen und vielen anderen gefährdet.

Mein Sohn soll die besten Chancen und Möglichkeiten haben, die es nur geben kann. Ich möchte riskieren, dass er mal klüger wird als ich.

Neue kulturelle Einflüsse werden Deutschland weiter verändern.

Deutschland ist ein attraktives Ziel. Auch weiterhin werden sich Menschen aus der ganzen Welt auf den Weg zu uns machen und ihre Kultur mitbringen. Egal, ob aus Spanien, Afghanistan, Portugal oder Syrien.

Auch das westlich geprägte Bild der USA wird durch TTIP weiter an Einfluss gewinnen.

Unsere Kultur hat sich in ihrer Geschichte immer wieder verändert und das ist gut so. Eine klar definierte deutsche Kultur gibt es nicht. Vielmehr wird diese durch neue Einflüsse permanent verändert und bereichert. Deutschland hat die Chance, dadurch noch erfolgreicher und bunter zu werden.

Die große Aufgabe für das nächste Jahr steht fest. Was sich für mich in Deutschland ändern muss, ist der politische Diskurs - die politische Auseinandersetzung.

Wir müssen rechten Extremisten argumentativ entgegentreten. Wir müssen aufzeigen, dass wir Demokraten die besseren Antworten und Lösungen haben. Populistische und menschenverachtende Hasskampagnen lösen kein einziges Problem.

Wir müssen ihnen Kontra geben!

Rechte Hohlköpfe sind nur in der Lage, niedere Instinkte des Menschen anzusprechen. Es ist einfacher, Lügen und Hetze in die Welt zu setzen, als den Verstand zu gebrauchen und Fakten zu analysieren.

Wenn sich diese Leute auf die Meinungsfreiheit berufen, dann müssen sie es sich gefallen lassen, als Nazis bezeichnet zu werden.

Diese Nazikrise darf sich nicht ausdehnen! Wir müssen den öffentlichen Raum wieder politisieren und verhindern, dass sich Geschichte wiederholt.

Ich persönlich wünsche mir mehr mutige Freiheitskämpfer, die ihre Verantwortung wahrnehmen und sich diesen Nazi-Idioten in den Weg stellen!

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