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04/08/2015 10:27 CEST | Aktualisiert 12/04/2017 07:12 CEST

Was eure Schlafposition über eure Beziehung verrät

Fuse via Getty Images

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Von Elyse Wanshel, Autorin bei LittleThings.com

Wir alle schlafen, aber wusstest du, dass die Art, wie wir schlafen, so einiges über uns als Individuen verrät?

Wenn du zum Beispiel auf dem Rücken schläfst, bedeutet das oft, dass du eher der starke, stille Typ bist und wenn du auf dem Bauch schläfst, dann heißt das in der Regel, dass du eine offene, gesellige und verspielte Persönlichkeit hast.

Was passiert also, wenn verschiedene Schlafposition - und Schlafpersönlichkeiten - in einem Bett landen? Oder sich eben zwei individuelle Persönlichkeiten in einer der intimsten und heiligsten Situation begegnen, die wir als Menschen erleben?

Es ist wirklich ziemlich faszinierend.

Wenn wir schlafen, übernimmt unser Unterbewusstsein die Führung. Aus diesem Grund kann unsere Körpersprache beim gemeinsamen Schlafen Aufschluss über unsere Beziehung geben - und das auf eine überaus präzise Art.

„Selbst wenn du diese Dinge im Wachzustand nicht ansprichst oder ansprechen willst", erklärt Patti Wood, Expertin für Körpersprache seit über 30 Jahren und Autorin von Success Signals, A Guide to Reading Body Language".

Viele andere Experten und Psychologen sind derselben Meinung, führten Studien zu diesem Thema durch oder schrieben Bücher darüber. Sie enthüllten die zehn häufigsten Schlafpositionen von Paaren und was jeweils dahinter steckt, ist wirklich verblüffend...

Das Löffelchen

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Laut einer Studie der Beziehungspsychologin Corrine Sweet schlafen in dieser Position nur ein Fünftel (18 Prozent) der Paare. Sie zeigt eine Dynamik, in der „ein Partner eine schützende Haltung einnimmt."

Auch wenn sie süß wirkt, kann die Position auch ein bisschen frech sein. „Es ist eine sehr verletzliche Position, die zwar sexuell angehaucht ist, aber trotzdem ‚Ich vertraue dir' aussagt", meint Patti Wood.

Das offene Löffelchen

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Frischgebackene Paare neigen dazu, den meisten Körperkontakt im Bett zu haben. Doch wenn die Beziehung erst einmal vorangeschritten ist, lässt der Neuartigkeitseffekt des gemeinsamen Schlafens nach.

Das offene Löffelchen ist typischerweise die Position, die Paare nach einiger Zeit einnehmen, die ein Fan des Löffelchen sind. Jeder der Partner will in einer Position schlafen, die den höchsten Schlafkomfort bietet, sagt Paul Rosenblatt, Autor von "Two in a Bed: The Social System of Coupe Bed Sharing".

Es ist, als sage der große Löffel „Ich stärke dir den Rücken, du kannst dich auf mich verlassen", aber es ist weniger sexuell als das engere Löffelchen, so Wood.

Die Jagd

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Die Jagd ist wie das Löffelchen, nur mit dem Unterschied, dass der eine Partner den anderen verfolgt. Die eine Person ist dabei bis an die Bettkante geflüchtet, während die andere sie „jagt".

Das kann zwei Dinge bedeuten. Erstens: die gejagte Person will gejagt werden, oder die Unnahbare spielen.

Zweitens, so meint Samuel Dunkell, Autor von "Sleep Positions: The Night Language of the Body", könnte es etwas sein, was man auch „illegales Löffelchen" nennt. Dabei flüchtet die eine Person, weil sie Platz braucht.

Der Knäuel

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Diese extrem intime Position ist noch seltener als das Löffelchen. Sie wird am ehesten eingenommen, wenn entweder starke Emotionen in der Luft liegen (wie zum Beispiel nach dem Liebesakt), oder zu Beginn einer romantischen Beziehung.

Manche Paare behalten diese Schlafposition während der gesamten Beziehung bei, doch das ist nicht zwingend ein gutes Zeichen. Die New Yorker Psychotherapeutin Elizabeth Flynn Campbell glaubt nämlich, dass die Paare „sich in etwas verfangen haben und zu abhängig voneinander sind, um getrennt zu schlafen."

Der entwirrende Knoten

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Diese Position beginnt mit dem Knäuel und entwirrt sich nach etwa zehn Minuten.

Ob ihr es glaub oder nicht, aber diese Position zeugt von einer stärkeren Beziehung als der Knäuel. Dennoch schlafen nur acht Prozent der Paare in dieser zweiteiligen Position. Dr. Sweet sagt, es sei „ein Kompromiss zwischen Intimität und Unabhängigkeit, der das Beste von beidem zulässt."

Das freie Liebespaar

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Du und dein Partner schlafen völlig abgewendet voneinander auf der jeweiligen Bettseite? Kein Grund zur Panik! Es ist sogar gut.

Einer Studie der Beziehungspsychologin Corrine Sweet zufolge, sollen Paare, die Rücken an Rücken schlafen, ohne sich dabei zu berühren „sich einander verbunden und sicher in Gegenwart des anderen fühlen. Diese Position zeugt sowohl von Nähe als auch Unabhängigkeit in der Beziehung."

Sie ist auch beliebt. 27 Prozent der Paare bevorzugen diese Schlafposition.

Die Rücken-Küsser

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Wenn ihr Rücken an Rücken schlaft, euch aber an Po oder Rücken berührt, ist das auch eine gute Sache - und neu.

Laut Dr. Sweet bedeutet es, dass „beide Partner entspannt sind und sich miteinander wohlfühlen." Dennoch ist diese Position bei frischgebackenen Paaren oder solchen, die weniger als ein Jahr zusammen sind, geläufiger als bei Paaren, die sich in einer langjährigen Beziehung befinden.

Die Kuschelposition

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Diese süße Position, in der ein Partner im Arm des anderen liegt und den Kopf auf dessen Brust legt, während die Beine eng umschlungen sind, wird oft in jungen Beziehungen und gelegentlich in wiederauflebenden Beziehungen gefunden, meint Dr. Sweet.

Es ist eine äußerst nährende Pose, die ein Gefühl von Schutz vermittelt. Shirley Glass, Psychologin und Ehetherapeutin, stellt außerdem fest, dass „es hier ein hohes Maß an Vertrauen gibt", da diese Kuschelposition ein „stärkendes Geborgenheits- und Sicherheitsgefühl vermittelt."

Der Füßler

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Wood ist der Ansicht, dass wenn dein Partner im Bett mit dir füßelt oder deine Beine mit seinen umschlingt, er sich nach einer emotionalen oder sexuellen Verbindung sehnt.

Umschlungene Beine sind außerdem ein Zeichen dafür, dass ihr nicht genug voneinander kriegen könnt - selbst beim Schlafen. „Es bedeutet, dass eure Leben eng verflochten sind, dass ihr als Einheit fungiert. Ihr beendet wahrscheinlich den Satz des anderen und kümmert euch umeinander", erklärt Wood.

Der Gierschlund

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Wenn ein Partner die „Seestern-Position" einnimmt, eine, in der er sich auf dem Bett ausstreckt und es in Beschlag nimmt, bedeutet das in der Regel, dass er dazu neigt, sehr egoistisch zu sein - besonders, wenn er beginnt, den anderen aus dem Bett zu drängen.

Wenn das in deiner Beziehung passiert, ist es Zeit für ein offenes Gespräch.

„Ein Partner dominiert dabei den Raum, während der andere eine untergeordnete Rolle einnimmt", sagt Sweet. Und die meisten Menschen wollen nicht die zweite Geige spielen.

Auch anhand der Kopfposition beim Schlafen lässt sich erkennen, wer der Dominante in der Beziehung ist.

Wenn beide Köpfe direkt nebeneinander liegen, heißt das, dass sie gleichgestellt sind. Noch besser ist es, wenn sie sich berühren. Denn das bedeutet, dass sie ähnlich ticken und wissen, was im Kopf des anderen vorgeht, meint Wood.

Menschen, die näher am Kopfende schlafen, fühlen sich meist dominanter und selbstbewusster, während die, die mit dem Kopf weiter unten schlafen, dazu neigen, unterwürfig und weniger selbstbewusst zu sein, erklärt sie weiter.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Sarah Czok aus dem Englischen übersetzt.


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