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22/12/2016 09:40 CET | Aktualisiert 23/12/2017 06:12 CET

5 Gründe positiv auf 25 Jahre zu blicken

5 Gründe, sich über die letzten 25 Jahre zu freuen

Das Jahr 2016 geht zu Ende und damit beginnt die Zeit der Jahresrückblicke. Meistens sind es große und wichtige Ereignisse, die das zurückliegende Jahr bestimmt haben. Dabei fallen viele kleine Nachrichten und Erfolge unter den Tisch, die jedoch im Rückblick auf ein Vierteljahrhundert große Wirkung zeigen. Ein optimistischer Rückblick, was sich für die Weltbevölkerung in 25 Jahren verbessert hat.

#1 Wir werden älter

Wer 1991 das Licht der Welt erblickte, hatte im weltweiten Durchschnitt eine Lebenserwartung von 65,5 Jahren. Kinder, die heute geboren werden, haben gute Chancen, 71,4 Jahre alt zu werden. Dazu beigetragen haben unter anderem eine bessere Nahrungs- und Gesundheitsversorgung.

#2 Therapie erreicht mehr Menschen mit HIV

Mitte der 90er-Jahre wurde eine effektive antiretrovirale Therapie für Menschen mit HIV entwickelt. Im Laufe der Jahre bekamen immer mehr Betroffene Zugang zu den entsprechenden Medikamenten. Mittlerweile sind es 17 Millionen weltweit (bei 36,7 Millionen HIV-Infizierten), die dadurch fast die gleiche Lebenserwartung wie der Rest der Bevölkerung haben.

#3 Zugang zu Verhütungsmitteln hat sich verbessert

Der Anteil der verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Frauen, die Zugang zu Verhütungsmitteln haben, ist seit Anfang der 90er-Jahre weltweit leicht gestiegen. Stark erhöht hat sich der Anteil in den Entwicklungsländern, wobei hier auch der höchste ungedeckte Bedarf an Verhütungsmitteln bestand und weiterhin besteht.

#4 Polio ist fast ausgerottet

Die Fälle von Kinderlähmung, auch als Polio bekannt, sind in den letzten 25 Jahren so stark zurückgegangen, dass die teils tödlich verlaufende Krankheit als fast ausgerottet gilt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden 2015 weltweit nur noch 74 Fälle gemeldet. Durch umfassende Impfkampagnen kommt Polio derzeit nur noch in drei Ländern - Afghanistan, Pakistan und Nigeria - vor.

#5 Die Weltgemeinschaft verpflichtet sich

Im Jahr 2000 legten die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen acht Millennium-Entwicklungsziele fest. In 15 Jahren Laufzeit wurde mit diesen Zielen viel erreicht: Die extreme Armut und die Kindersterblichkeit gingen zurück. Mehr Kinder besuchen jetzt eine Grundschule. 2016 traten die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele in Kraft, die bis 2030 umgesetzt werden sollen.

2017 bleibt alles anders

Diese Erfolge sind ein Grund, sich zu freuen, und zeigen, dass Veränderungen möglich sind, wenn alle an einem Strang ziehen. Sie sind kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Noch immer leben 22 Prozent der weltweit 7,47 Milliarden Menschen in absoluter Armut. Rund 225 Millionen Frauen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu Verhütungsmitteln und sind damit einem großen Risiko ausgesetzt, ungewollt schwanger zu werden oder sich mit HIV anzustecken. Weiterhin fehlt es an zuverlässigen Impfstoffen gegen Krankheiten, die vor allem die Menschen in armen Ländern betreffen.

Das neue Jahr bietet viele Chancen, weiter an den guten Nachrichten zu arbeiten. Die Bundesregierung kann dazu beitragen, indem sie ihrem Ziel näher kommt, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren.

Quellen: WHO, UNFPA, UNAIDS, USAID