BLOG
13/12/2016 16:00 CET | Aktualisiert 14/12/2017 06:12 CET

Weihnachtsstress? Outsourcen!

Tinatin1 via Getty Images

Geschenke kaufen, den Weihnachtsbaum schmücken, die Kinder abholen - und ganz nebenbei den Vollzeitjob stemmen. Da sind ja schon fast Superkräfte gefordert, oder? Weil diese den meisten von uns aber nicht vergönnt sind, geht irgendwann die Energie aus.

Das ist ganz natürlich und nichts, wofür Sie sich schämen müssten. Gerade die eigentlich besinnliche Adventszeit ist für viele Menschen Stress pur.

Was also tun? Mein Tipp:

Handeln Sie wie ein Unternehmen!

Das Essen kommt vom Asiaten um die Ecke, die Steuererklärung von der Kanzlei Müller und Co. und die Werbung erstellt seit Jahren eine Marketingagentur: Outsourcing steht in Firmen an der Tagesordnung. Gerade, wenn die eigenen Kapazitäten nicht ausreichen.

Warum denken Sie also, Sie müssten im Privatleben alles selbst stemmen?

Überforderung eingestehen

Berufliches und Privates in der Weihnachtszeit unter einen Hut zu bekommen, kann zur echten Herausforderung werden. Sie lassen sich auch nicht immer auf dem Zeitstrahl klar voneinander trennen - unabhängig davon, ob Sie als Selbstständige tätig oder fest angestellt sind.

Manchmal muss das Wochenende herhalten, um eine Präsentation fertig zu machen. Und manchmal fallen im Büro Überstunden an - und zwar ausgerechnet dann, wenn Sie eigentlich noch die Geschenke für Ihre Kinder einkaufen wollten. Überfordert? Ja!

Was passiert nun also, wenn Ihnen all diese To-dos zu entgleiten drohen? Sie empfinden Stress. Ein Gefühl von Unwohlsein kommt in Ihnen auf. Sie glauben, dass Sie all dem nicht gerecht werden können und mehr noch: dass Sie etwas Wichtiges übersehen haben könnten und dass Ihnen etwas durchgerutscht ist. Kurz: Irgendwie ist gerade alles zu viel, viel mehr, als Sie ursprünglich gedacht haben. Sich hier überfordert zu fühlen, ist selbstverständlich. Und gut.

Gut, wenn Sie es erkennen und sich selbst eingestehen. Denn das ist genau die richtige Grundlage, um es für die Zukunft besser zu machen. Und zwar indem Sie sich für genau solche Phasen wappnen. Dann hat der Stress gar keine Chance, Sie anzugreifen. Vor allem nicht zur besinnlichen Weihnachtszeit.

Huch - schon wieder Weihnachten?

Das Gefühl, überfordert zu sein, kommt genau dann auf, wenn Berufliches und Privates ohne die passende Balance geplant sind. Damit mir genau das nicht passiert, organisiere ich deshalb alles sehr detailliert.

Ich betrachte alle Komponenten im Kalender schon sehr langfristig, so dass meine Selbstständigkeit und meine Familie, Coaching-Termine und private Ereignisse gleichermaßen Beachtung finden. Gerade für die Weihnachtszeit gibt es viele fixe Termine, die ich schon lange im Voraus planen kann und die mir dann nicht über den Kopf wachsen.

Und das können auch Sie, indem Sie sich eine Gesamtplanung erstellen - und zwar für Privates und Berufliches zusammen. Nehmen Sie sich wie ich einen Kalender zur Hand und planen Sie los: In den Jahresplan kommen zuerst alle schon lange fixen Termine wie Ferien oder Geburtstage.

Das Gleiche machen Sie rechtzeitig im Voraus für jeden einzelnen Monat, sobald diese Termine feststehen. Dadurch haben Sie schon eine grobe Übersicht, wie Sie die restliche Zeit gestalten können.

Jede Monatsmitte schauen Sie dann auf die bevorstehenden sechs Wochen, jede Woche auf die kommende und jeden Tag auf den nächsten, welche wichtigen Ereignisse Sie erwarten und welche Aufgaben erledigt werden müssen. Das Gefühl, überfordert zu sein, erwischt Sie so garantiert nicht mehr auf dem falschen Fuß.

Natürlich kann dieser Plan auch mal abweichen. Nicht alles ist immer vorhersehbar - aber so fangen Sie nicht jedes Mal aufs Neue an, zu suchen, was wichtig ist. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen Dinge durchrutschen, ist einfach geringer.

Outsourcen Sie schon?

Eine solche Organisation lässt Sie aber vor allem erkennen, wo Sie mit Ihrer Energie haushalten sollten. Und da ist mein Tipp für Sie deutlich: Wenn Sie auch mit einer guten Planung in Ihrem Alltag noch überfordert sind, geben Sie etwas ab. Sie müssen nicht alles machen! Outsourcen Sie, was Ihnen die meiste Energie raubt.

Wenn Ihnen die Buchhaltung oder die Website-Erstellung schwerfällt, geben Sie sie ab. Im Privaten könnten Sie etwa das Einkaufen der Weihnachtsgeschenke oder die Weihnachtsdekoration in Auftrag geben. Und auch für die Fahrt der Oma zur Weihnachtsfeier haben Sie schnell ein „Weihnachts-Taxi" organisiert.

An welchen Stellen Sie outsourcen, ist Ihre persönliche Entscheidung: Hier können Sie die Geldfrage oder auch die Vertrauensfrage entscheiden lassen. Oder nehmen Sie einfach, was Sie am liebsten von sich wegschieben möchten. Hauptsache, Sie treffen die Entscheidung fürs Outsourcen, bevor der Trouble in Ihrem Leben wieder richtig über Hand nimmt - und damit lange, bevor Sie sich überfordert fühlen.

Mit diesem Mix aus frühzeitiger Planung und ergänzendem Outsourcen überfordert Sie so schnell nichts mehr - und Sie können Berufliches entspannter angehen und die Weihnachtsfeiertage mehr genießen.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.