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18/11/2015 12:47 CET | Aktualisiert 18/11/2016 06:12 CET

Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein

kapulya via Getty Images

von Katrin Zita, Buchauszug

»Es ist ein Mädchen!« Dies sind zumeist die ersten Worte, die über uns Frauen gesprochen werden. Unsere Lebensreise unter weiblichen Vorzeichen beginnt damit, unser Weg kann viele Facetten aufweisen, wie auch wir Frauen äußerst vielfältige Wesen sind. Jede von uns ist ein Solitär! Einzigartig und extrem wertvoll!

Frau sein von Anfang an

Vielen fällt es gar nicht leicht, das eigene Frausein von Anbeginn und in vollen Zügen zu genießen. Bereits der Start im Leben kann schlecht verlaufen: »Es ist ›nur‹ ein Mädchen« sind althergebrachte Worte, die viele Generationen geprägt haben. Diese weitergegebenen Sichtweisen wurden schon früh in unsere Psyche implementiert, sodass wir diese Beurteilung selbst in uns tragen können.

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Gestern erhielt ich eine Postsendung mit einem Spendenaufruf. Auf dem Kuvert steht groß geschrieben »Ich habe Hunger, weil ich ein Mädchen bin!« Es wird in dem Informationsblatt ausgeführt, dass in vielen Ländern Hunger ein weibliches Gesicht habe: Mädchen und Frauen werden meist weniger beachtet als Jungen und Männer - und deshalb schlechter versorgt.

Das beginne bereits damit, dass Mädchen weniger gestillt werden würden. Auch heute noch meinen viele, es wäre eine große Bürde, dem weiblichen Geschlecht anzugehören. Dabei müsste es doch ein Leichtes sein in unseren Breiten, ich spreche von Europa, sich selbst zu verwirklichen. Mit all unseren Talenten und Gaben. Die Wirklichkeit unserer Selbstverwirklichung stellt sich jedoch anders dar und viel zu oft stehen wir uns dabei noch selbst im Weg. Das lässt sich aber leicht ändern.

Unsere Weiblichkeit

Wir Frauen sind Schwankungen unterworfen. Durch diese können wir dafür weitaus leichter als Männer mit Veränderungen umgehen, da sie uns als lebensbegleitende Prozesse vertraut sind. Doch gerade weil wir uns so leichtfüßig auf Neues und andere einstellen können, verlieren wir leicht den Boden unter den Füßen.

Oftmals passiert es uns, dass wir es nicht uns, sondern allen anderen rundum recht machen: Wir dulden ungeliebte Verwandte jedes Jahr zu Weihnachten, decken im Job den Kollegen und sein Alkoholproblem und verschieben die langersehnte Reise nach Bali, weil der ehrenamtliche Verein, den wir gegründet haben, nicht sechs Monate ohne uns auszukommen scheint. Oder noch viel schlimmer ist: Wir tun nicht das, was andere von uns wollen!

Viele von uns, vor allem wir Frauen, tragen schwer, nämlich an schlechtem Gewissen. Warum wir prädestiniert dafür sind, und wieso wir uns dafür nicht böse sein dürfen, sondern liebevoll mit uns mitfühlen sollten, werden wir ebenfalls beleuchten. Ich habe eine Vielzahl an wissenschaftlichen Erkenntnissen für Sie zusammengetragen, damit Sie mit diesem neuen Wissen gestärkt und voller Stolz in Ihrem Frausein aufleben.

Unsere schöpferische Kraft

Weiblichkeit steht für schöpferische Kraft. Wir können nicht nur tatsächlich Leben schenken und Kinder auf die Welt bringen, wir hauchen sogar Dingen oftmals Leben ein! Wer kennt dies nicht: Ein nüchternes Appartement wird durch weibliches Geschick in Kürze zu einem gemütlichen Heim verwandelt. Das Projekt in der Werbeagentur durch die Art-Direktorin noch schnell mit einem kreativ-smarten Anstrich versehen, der die Kunden beim Pitch zur Verzückung bringt.

Wir Frauen dürfen mal umsatteln, einen neuen Job ergreifen oder in eine andere Stadt ziehen. Wir sind wie geschaffen für Veränderungen. Vielleicht darf ich Ihnen mit meinem Lebenslauf Mut machen: Ich selbst habe zehn Jahre lang als Bautechnikerin und danach zehn Jahre lang in der Medienbranche und als freie Journalistin gearbeitet, um danach nochmals selbstbestimmt umzusatteln.

Seit nunmehr ebenfalls fast zehn Jahren begleite ich als Coach andere Menschen zu ihrem Glück und fügte zu meinem Standort Wien in Berlin eine berufliche Dependance hinzu. Wir Frauen haben so viel Freiheit wie nie zuvor. Doch trotz aller Möglichkeiten, die mittlerweile auch wir Frauen haben, ist dies oftmals ein herausfordernder Weg.

Unsere Selbstbestimmung

Hat uns die neue Freiheit, die uns Feministinnen mutig erkämpft haben, wirklich nur Gutes in unser Leben geholt? Sie werden staunen, welche neuen Herausforderungen dies mit sich brachte, und warum wir deshalb oftmals ein Gefühl der Zerrissenheit in uns verspüren.

Ich darf Ihnen aufzeigen, woher dieses Gefühl kommt. Wie bei vielem anderen im Leben auch, wird allein durch das Bewusstmachen der Situation, in der wir uns befinden, ein Prozess in Gang gesetzt, der uns eine neue Klarheit und Erleichterung schenkt.

Vor allem die strengen Konventionen unterschiedlicher Religionen machten uns Frauen das Leben in den vergangenen Jahrhunderten schwer: Die unbefleckte Empfängnis, ein fundamentaler PR-Gag der katholischen Kirche, beförderte uns von vornherein in eine Zerrissenheit. Keine von uns hätte dieses Ammenmärchen je verwirklichen können. Das wäre wie schwimmen gehen, ohne dabei nass zu werden.

So blieb uns keine Wahl: Wurden wir zur Mutter so auch zugleich zur Hure. Die Lust der Frau wurde zumeist als Last gewertet. Für uns Frauen und unsere Bedürfnisse waren weder in der Bibel, im Koran oder anderen religiösen Schriften Platz. Die Hauptdarsteller waren vornehmlich männlich. Und so dürfen wir Frauen uns heute, in dieser Zeit, in der so vieles für uns möglich ist, selbst eine neue »Heilige Schrift« kreieren. Ein Schriftstück, das alle unsere Facetten beinhaltet. Genauso wie wir in Wirklichkeit sind: weiblich, selbstbestimmt und erfüllt!

Unsere Erfüllung

Gefühle von Unsicherheit dürfen der Vergangenheit angehören, wenn wir uns gemeinsam auf die von mir skizzierten Wege der Erfüllung machen. Diese führen uns geradewegs in unser Innerstes und wir werden unsere Seele heilen.

Das ist für uns Frauen dieser neuen Zeit unerlässlich, denn wir haben so viele Chancen und auch Kraft, diese zu verwirklichen, dass wir alles daransetzen dürfen, unsere innere Stärke und Kreativität im Außen zu verwirklichen.

»Wir Frauen haben es schwer!« Kennen Sie diesen Satz? Ich habe ihn bereits oft in meinem Leben gehört: von Freundinnen ausgesprochen, von neuen Klientinnen am Beginn unseres Coachings dargelegt und in dramatischen Kinofilmen auf der Leinwand vorgespielt bekommen.

Warum ist es solch eine Herausforderung, die Bilder, die unsere Mütter und Großmütter uns vorleben, mit unseren eigenen Vorstellungen vom Frausein abzulösen? Wieso ist es beispielsweise so schwierig, unseren Körper als das anzunehmen, was er ist: ein Heim, das wir in diesem Leben geschenkt bekommen haben.

»Sei selbstbewusster!«, »Sei lockerer!«, »Sei zurückhaltender!« oder »Sei einfach du!«. Wahrscheinlich haben Sie einen oder vielleicht jeden dieser Sätze einmal in Ihrem Leben gehört. Dabei stellt sich die Frage: »Wie wollen Sie sein?« und »Was darf Ihr Sein bereichern?« Mit diesen ersten Worten, dieser Feststellung »Es ist ein Mädchen«, beginnt eine unterbewusste Konditionierung. Durch andere - und später im Leben vor allem durch uns selbst.

Wir erleben, dass in den Bruder Tennistrainerstunden investiert werden, in uns als Mädchen jedoch nicht. Oder stimmen zu, dass der Kollege für die gleiche Arbeit etwa 30 Prozent mehr Gehalt bekommt, weil wir unterbewusst empfinden, dass ein Mann mehr wert sei als wir.

Deshalb schreibe ich diese Zeilen, weil ich Ihnen und mir vieles ins Bewusstsein holen möchte. Denn kaum ist uns diese Programmierung bewusst, können wir handeln. Dann gibt es keine Opferfalle mehr, in die getappt werden könnte. Keine Jammerei hält uns mehr davon ab, den nächsten Schritt zu gehen. Wir wissen dann, was wir wert sind und wie einzigartig wir sind!

Leseprobe aus:

Katrin Zita

Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein

weiblich, selbstbestimmt und erfüllt

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