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10/04/2016 09:23 CEST | Aktualisiert 11/04/2017 07:12 CEST

Wie viel hat der „Islamische Staat" (IS) wirklich mit dem Islam zu tun?

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Immer mehr Menschen fürchten sich vor dem Islam.

Der Grund dafür? Anschläge der radikalen Islamisten nehmen immer mehr zu. Man hört in der letzten Zeit in den Medien immer wieder von Terroristen, die im Namen Allahs unschuldige Menschen töten. Ob es die tragischen Ereignisse in Paris sind oder vor nicht zu langer Zeit in Brüssel. Menschen fühlen sich hier nicht mehr sicher und genau dagegen muss etwas unternommen werden.

„Muslime raus!"

- die Lösung für einige Menschen. Nicht nur in Europa, auch in den USA scheint für Donald Trump, dem amerikanischen Unternehmer, genau das die Lösung zu sein, sich vor den sogenannten Dschihadisten zu schützen. Doch ist das DIE Lösung? Zunächst sollte man sich fragen:

WER oder WAS ist überhaupt das Problem?

Sind Muslime das Problem? Die Frage, die ich mir hierbei stelle ist, würde es Frieden auf der Welt geben, wenn es den Islam nicht gäbe?

Fakt ist, laut dem EDV-System EASY (Erstverteilung der Asylbegehrenden) wurden im Jahr 2015 über eine Million Asylsuchende registriert. Doch wer sind diese Flüchtlinge? In den Augen der Dschihadisten sind es „Ungläubige", doch sind die Mehrzahl dieser Flüchtlinge auch Muslime.

Es sind genauso Muslime, die verfolgt werden, wie alle anderen Menschen.

Wer sich wirklich mit dem Islam beschäftigt hat, der weiß, dass der Islam eine friedliche Religion ist. Wenn Muslime sich wirklich an den Lehren des Islams halten würden, so würden sie nichts, als Frieden und eine positive Ausstrahlung verbreiten. Dies gilt nicht nur für den Islam, sondern für jede Religion. Keine Religion ist für Unfrieden auf der Welt. Meines Erachtens lehrt jede Religion etwas Gutes.

Zurück zum Islam, so sagt der Koran über die Tötung von Menschen folgendes:

„Wenn jemand einen Menschen tötet, so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet." (5:33)

Weiterhin steht im Koran:

„Stiftet kein Unheil auf Erden" (2:12)

So gibt es zahlreiche Auszüge aus dem Koran, die belegen können, dass Muslime nichts mit Gewalt und Terror zu tun haben. Im Gegenteil, ist der Islam eine Religion des Friedens. Eine Religion die lehrt, jeden Menschen zu akzeptieren und zu respektieren wie er ist. Dabei ist es ganz egal welche Nationalität, Hautfarbe, Religion etc. dieser Mensch hat. Die Religion lehrt außerdem, die Gesetze des Landes, in dem man lebt, zu akzeptieren.

Warum beschuldigt man den Islam also für die unmöglichen Taten von Menschen, die im Namen der Religion ausgeübt werden, aber rein gar nichts damit zu tun haben?

Wenn jemand einen Fehler begeht, so sollte man ihn als Menschen dafür beschuldigen und nicht seine Religion oder Herkunft.

Menschen sollten anfangen, sich darüber Gedanken zu machen, was das eigentliche Problem ist.

Terrorismus hat nichts mit der Religion o. a. zu tun. Warum also verbindet man dieses Wort mit dem Islam? Man beschuldigt heute auch nicht deutsche Bürger für die Taten Hitlers. War sein Handeln denn kein terroristischer Akt? Menschen sollten sich vielmehr darüber Gedanken machen, woher der IS überhaupt so viel Macht hat.

Es sind die Länder, die den IS unterstützen und sich später vor aller Welt wundern, wenn grauenvolle Taten passieren.

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