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01/08/2015 14:41 CEST | Aktualisiert 01/08/2016 07:12 CEST

Bestseller "Obvicioun" - Hardcore Thriller - Band 1

k.y.laval

Auszug aus dem Kapitel "Acht Jahre später"

Ramon ist der Erste, der sich nach George umdreht, nachdem das Schlagzeug für mehr als eine Minute verstummt ist. Als er George mit aufgeschlagenem Schädel am Boden liegen sieht, steigt sein Puls schlagartig an. Wie aus einem Reflex heraus wirft er einen Blick zu Kira hinüber und erstarrt beinahe bei dem Anblick. Er knickt mit einem Bein ein, strauchelt, fällt. Mikey blickt zu Ramon hinüber. Unweigerlich fällt sein Blick dabei auch auf Kira. Mechanisch und wie in Trance legt er die Gitarre beiseite. Ramon hat sich inzwischen wieder hochgerappelt. Zeitgleich ist einer der Securities auf das Schreckensszenario aufmerksam geworden. Er steigt die Bühne hoch.

Das Publikum ist verstummt, nachdem es realisiert hat, was geschehen ist. Ein paar Mädchen haben zu schreien angefangen. Nun schwingen sich auch die übrigen Securities auf die Bühne. Einer von ihnen verständigt das Rettungspersonal, das glücklicherweise schon vor Ort ist, so, wie es bei jedem größeren Konzert üblich ist. Die anderen Securities suchen bereits das Gelände nach dem Täter ab.

Zwei der Sanitäter kümmern sich um George, während Ramon mit zittrigen Fingern dabei ist, einen der Lederriemen von Kiras Handgelenk zu lösen. Drei weitere Sanitäter helfen ihm dabei, lösen die Riemen von ihrem anderen Handgelenk, den Knien und den Fußgelenken. Mikeys Herz hämmert gegen seine Brust. Seine Augen sind starr auf Kira gerichtet. Sein Mund steht halboffen. Er ist unfähig irgendetwas zu tun. Er hat einen Schock.

Kiras Lippen sind dunkelblau angelaufen, ihre ohnehin blasse Haut ist noch blässer als sonst. Ein Sanitäter greift ihr unter die Arme. Einer der anderen beiden hat ihr Verbandmaterial zwischen die Beine geschoben, ihre Beine geschlossen und umfasst nun ihre Oberschenkel. Gemeinsam heben sie Kira von der Folterbank herunter und legen sie auf den Boden. Einer von ihnen beginnt mit der Mund zu Mund-Beatmung, startet mehrere Wiederbelebungsversuche, als Kira endlich zu husten und zu würgen beginnt. Blut, vermischt mit Erbrochenem und anderen Körperflüssigkeiten, ergießt sich aus ihrem Mund auf den Boden. Sie öffnet nur einmal kurz ihre Augen, dann dämmert sie davon. Die Sanitäter legen sie auf die Bahre und tragen sie hinaus zum Rettungswagen. Ramon folgt ihnen eilig.

Mikey dreht seinen Kopf langsam nach rechts, blickt zu George hinüber. George ist wieder zu sich gekommen. Die beiden Sanitäter hocken vor ihm, sprechen mit ihm, während er sich Verbandmaterial auf die stark blutende Wunde drückt. Mikey bewegt sich langsam auf die drei zu. Sein Blick trifft Georges. Dann drehen sich auch die Sanitäter zu ihm um.

„Sind Sie in Ordnung", will einer von ihnen von Mikey wissen. Doch Mikey hört ihn nicht. „Was ist passiert", fragt er flüsternd und verstört George.

George blickt ihn ungläubig an. Hast du keine Augen im Kopf, wollte er ihn beinahe anbrüllen. Doch er besinnt sich, blickt Mikey lediglich weiterhin starr mit weit aufgerissenen Augen an.

Mikey wendet seinen Blick von ihm ab, geht an ihm und den Sanitätern vorbei, den Ausgang hinaus. Die Sanitäter blicken ihm kurz hinterher, doch dann widmen sie ihre Aufmerksamkeit wieder George, der sich weigert ins Krankenhaus gebracht zu werden.

„Einer muss doch wenigstens hierbleiben und mit den Bullen reden", brüllt er die Sanitäter an. „Ich kann später immer noch ins Krankenhaus gehen! Es ist nicht so schlimm! Wahrscheinlich habe ich nur eine Gehirnerschütterung!"

So sehr die Sanitäter sich auch darum bemühen, ihn eines Besseren zu belehren, George weigert sich. Als die Polizei im nächsten Augenblick die Bühne betritt, ist George zu schnell aufgestanden. Gerade noch kann er sich an der Wand abstützen, sonst wäre er wieder zu Boden gesackt. Wild gestikulierend winkt er die Beamten zu sich...

Mikey hat sich draußen auf dem Parkplatz an den bandeigenen Van gelehnt. Er will sich eine Zigarette anzünden, aber er schafft es nicht. Seine Hände zittern schlimm.

„Brauchst du Hilfe?"

Mikey starrt auf die, unmittelbar vor ihm auflodernde Flamme, die aus dem Feuerzeug kommt, das eine große Hand ihm entgegenstreckt. Langsam hebt er seinen Kopf, blickt zu dem großen, breitschultrigen Mann hoch, starrt ihn an.

Alex schmunzelt. „Was ist, Junge? Willst du nun Feuer, oder nicht?"

Mikey senkt den Kopf, starrt wieder auf die Flamme. Plötzlich fühlt er sich steif wie eine Puppe. Er lässt die Zigarette fallen, macht einen Schritt rückwärts. Auch wenn der Mann vorhin eine Maske getragen hatte, Mikey hat ihn dennoch wiedererkannt. Er möchte sich umdrehen und zurück in die Konzerthalle laufen, zurück zu den anderen Leuten. Doch wie, als habe er Mikeys Gedanken gelesen, macht Alex blitzschnell einen Schritt auf ihn zu, holt mit einem Bein aus und tritt ihm gezielt in die linke Kniescheibe. Mikey schreit überrascht und vor Schmerz auf. Dann gerät er ins Straucheln. Alex packt ihn am Hals, noch bevor Mikey fallen kann, und drückt ihm ein chloroformgetränktes Tuch auf Mund und Nase. Im nächsten Augenblick verliert Mikey das Bewusstsein. Alex greift ihn sich unter den Armen und schleift ihn zum Van zurück. Er braucht eine Karre, die er zu Schrott fahren kann. Vor allem aber will er bei seinem Vorhaben, das er gleich in die Tat umsetzen wird, nicht seinen eigenen Wagen benutzen. Er hat Glück gehabt. Keiner außer ihm und Mikey ist zu diesem Zeitpunkt hier draußen im Hof gewesen. Alle sind sie noch drinnen, weil sie dem blutigen Spektakel beiwohnen wollen.

Alex wirft Mikey in den Laderaum und durchsucht seine Hosen- und Jackentaschen nach dem Autoschlüssel. Nachdem er nicht fündig wird, macht er sich an den Starterkabeln zu schaffen. Mit einem Ruck springt der Van nach vorn. Im Laderaum wird Mikey gegen die Hintertüren geworfen. Alex verlässt den Parkplatz in unauffälligem Tempo. Aber als er die Straße erreicht, beschleunigt er auf Höchstgeschwindigkeit. Er hat bereits zu viel kostbare Zeit vergeudet...

Ramon sitzt im Krankenwagen und hält die Hand seiner Schwester. Das musste ja irgendwann einmal so kommen. Verdammt, Kira! Du und dein Dickschädel! Ramon verflucht sich selbst im Geiste. Im nächsten Moment ertönt ein Schuss, gleich darauf ein zweiter, und Ramon wird hart gegen die Rückwand, die ihn vom Fahrer trennt, geworfen. Die beiden Rettungsmänner stürzen, werden ebenso nach vorn geworfen. Einer von ihnen prallt mit dem Unterleib gegen Kiras Bahre und geht stöhnend in die Knie. Die Bahre mit Kira knallt gegen die Rückwand. Im nächsten Moment werden die Hintertüren aufgerissen. Zwei weitere Schüsse ertönen. Blut quillt aus den beiden kreisrunden Löchern in den Schädeln der Rettungsleute. Vor dem bewusstlosen Ramon bleibt Alex stehen, drückt ihm den Lauf in die Schläfe. Doch dann zieht er die Waffe zurück, packt den jungen Mann am Kragen seiner Jacke, schleift ihn aus dem Krankenwagen und zu dem Van, wo er ihn zu Mikey in den Laderaum wirft. Schnell kehrt er zum Krankenwagen zurück, schnallt Kira von der Bahre los und trägt sie ebenfalls zu dem Van, wo er sie unsanft auf den Beifahrersitz setzt. Er behält sie mit einer Hand in Position, während er die Türe schließt. Nachdem die Tür geschlossen ist, kippt Kiras Kopf gegen die Scheibe. Ihr Inneres pumpt erneut einen Blutschwall nach draußen, als der behelfsmäßig angelegte Verband zwischen ihren Beinen verrutscht. Nun steigt Alex selbst ein und steuert den Van in Richtung der alten Fabrik...

****

Kira, Sängerin der Death Metal-Band Obvicioun, hat sich für die Auftritte ihrer Band eine ganz besondere Live-Show ausgedacht. Sie lässt sich auf offener Bühne von einem ausgewählten Fan auf eine Folterbank schnallen, der anschließend unbehindert seine Fantasien an ihr ausleben darf. Dies wird ihr bei einer Veranstaltung zum Verhängnis, als sie ausgerechnet jenen Mann auswählt, der Jahre zuvor, als sie noch ein Teenager war, Kira entführt, vergewaltigt und beinahe verstümmelt hat.

Dieser Mann ist Mitglied eines Snuff-Pornorings, und diesmal lässt er die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen, neben Kira auch noch andere Mitglieder der Band für seine eigenen „Shows" zu verpflichten. Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die Obvicioun-Reihe führt den Leser sowohl in die Vergangenheit der einzelnen Charaktere und knüpft Verbindungen zwischen ihnen, die bis in die Zukunft reichen, als auch in eine seltsame Zwischenwelt, die sich abseits der Realität befindet. Und während all dieser Zeit läuft ein Experiment, dessen Ausgang das Gesicht der Welt auf ewig verändern wird.

Dieses eBook enthält explizite Darstellungen von Sex und Gewalt und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet.

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Bestseller von 27.02.15 bis 26.05.15

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