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10/07/2015 09:01 CEST | Aktualisiert 07/07/2016 07:12 CEST

ETFs als idealer Einstieg in die Geldanlage

Thinkstock

Einsteiger sehen bei der Geldanlage oft den Wald vor lauter Bäumen nicht: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld, Aktien oder Fonds?

Soll ich mich von meiner Bank beraten lassen, von einem Finanzberater oder soll ich einen Honorarberater aufsuchen?

Oder soll ich zu einer Verbraucherberatung gehen? Vor diesen und anderen Fragen stehen Einsteiger in die Geldanlage wohl oft.

Welche Geldanlagen Sie wirklich brauchen

Wohl jeder hat ein Girokonto bei einer Bank. Das ist der Ausgangspunkt für alle Geldanlagen. Darüber hinaus sollte jeder über eine Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Reparaturen verfügen, die aus zwei bis drei Monatsgehältern besteht.

Diese sollte so angelegt sein, dass Sie jederzeit Zugriff darauf haben. Also zum Beispiel als Tagesgeld. Darauf gibt es zwar nicht die meisten Zinsen, aber Sie können jederzeit über Ihr Geld verfügen.

Wenn Sie größere Anschaffungen planen, wie zum Beispiel den Kauf eines neuen Autos, können Sie dieses Geld zum Beispiel als Festgeld bis zum gewünschten Ersatzzeitpunkt anlegen. Für Festgeld gibt es schon mehr Zinsen als für Tagesgeld.

Wie Sie für langfristige Sparziele Ihr Geld anlegen können

Wer nicht reich erbt, muss für das Alter vorsorgen. Alle wissen, dass die gesetzliche Rente im Alter den gewohnten Lebensstandard nicht wird sichern können. Deshalb ist private Altersvorsorge wichtig.

Für dieses Sparziel sollte man jeden Monat etwas zurücklegen. Am besten eignet sich hierfür ein Sparplan auf Basis von Indexfonds, sogenannten Exchange Traded Funds, also Fonds, die an der Börse gehandelt werden und kurz ETFs genannt werden. Diese sind besonders gut für Anfänger der Geldanlage geeignet, da man mit ihnen nicht viel falsch machen kann.

ETFs bilden in der Regel einen bestimmten Börsenindex nach und verfolgen eine passive Anlagestrategie. Sie versuchen nicht, besser als der Markt abzuschneiden wie aktive Fonds, sondern nur genauso gut wie dieser abzüglich der Verwaltungskosten.

Sie sind ein kostengünstiges, völlig transparentes und äußerst flexibles Anlageprodukt. MIT ETFs kann man sowohl in festverzinsliche Wertpapiere als auch in Aktien oder Rohstoffe investieren.

Mit nur einer Transaktion die Anlage breit streuen

Wenn Sie in einen Fonds auf einen breiten Aktienindex wie den MSCI World investieren, streuen Sie mit nur einer Transaktion Ihre Anlage breit. In diesen Fonds sind über 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern enthalten. Wer dagegen einzelne Aktien kauft, kann meist nicht mehr als in fünf bis zehn Unternehmen investieren.

Zusätzlich sparen Sie bei ETFs den Ausgabeaufschlag und neben den Transaktionskosten für Kauf und Verkauf fallen nur regelmäßige Verwaltungskosten an, die lediglich 0,2 bis 0,5 Prozent pro Jahr betragen.

Da Banken an ETFs kaum etwas verdienen, verkaufen sie diese nicht gern und raten eher zu aktiv gemanagten Fonds, für die meist ein Ausgabeaufschlag in Höhe von 5 Prozent bei Aktienfonds und von 3 Prozent bei Rentenfonds anfällt.

Besonders günstig kauft man ETFs bei Onlinebrokern und Direktbanken, wo man häufig auch das erforderliche Depotkonto kostenfrei erhält. Über dieses werden die Transaktionen abgewickelt und die Fondsanteile verwaltet. Bei einigen Direktbanken spart man bei einem Fondssparplan sogar noch die Transaktionskosten.

Nähere Informationen zum Thema ETFs finden Sie auf ETF-Blog.com, wo Dr. Jürgen Nawatzki über börsengehandelte Indexfonds bloggt.

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