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18/05/2015 14:55 CEST | Aktualisiert 17/03/2017 06:12 CET

11 Dinge, die eine Hebamme dir sagen will

Staci Sheets

Fall du es noch nie erlebt hast - eine Geburt ist furchteinflößend. Verdammt, selbst wenn du es schon einmal erlebt hast -- sogar wenn du es mehrfach erlebt hast -- es ist trotzdem noch furchteinflößend. Hast du dich schon mal gefragt, wie es auf der anderen Seite der Kreißsaal-Tür aussieht? Was sind die Insider-Geheimnisse?

Ich besitze einen reichen Erfahrungsschatz. Lasst mich euch ein paar Dinge über Hebammen verraten.

1. Sie lieben Snacks.

Vor allem Kekse. Lasst uns das von vornherein klarstellen: Wenn ihr von dem Krankenhaus-Personal über alles geliebt werden wollt, bringt Leckereien mit. Kaffee- Kekse. Eine Gemüseplatte. IRGENDETWAS. Sie machen einen harten Job und es ist nicht unüblich, dass die Pause für ein Mittagessen oder einen Toilettenbesuch ausfällt. Essen ist immer großartig. Ohne Ausnahme.

2. Sie werden deine Familie aus dem Zimmer werfen.

Ohne mit der Wimper zu zucken. Wenn deine Schwiegermutter dich in den Wahnsinn treibt, sag es deiner Hebamme. Sie wird mehr als glücklich sein, deiner Schwiegermutter zu sagen, dass die Besuchszeit vorbei ist. Und dann wird sie die Verantwortung dafür übernehmen. Und sie wird es wahrscheinlich sogar genießen. Denn deine Schwiegermutter treibt vermutlich auch sie in den Wahnsinn.

3. Sie finden immer noch, dass eine Geburt etwas Magisches ist, aber es ist im Grunde immer und immer wieder das Gleiche.

Unaufhörlich. Das bedeutet nicht, dass sie deine Erfahrung nicht schätzen und wollen, dass es schön für dich ist. Es bedeutet nur, dass sie es vermutlich schon an die Tausend Mal getan haben. Es ist dein Leben. Es ist ihr Job. Wenn sie sich distanziert verhalten, dann liegt es vermutlich daran, dass sie pinkeln müssen. In etwa 88 Prozent der Fälle müssen sie pinkeln. Es kann sehr schwer sein, eine Toiletten-Pause zu finden. Außerdem sind sie vermutlich dehydriert. Es kann auch schwer sein, Zeit für eine Trinkpause zu finden. Und wenn sie etwas trinken, müssen sie pinkeln. Es ist ein Teufelskreis.

4. Wenn das Baby geboren ist, STEHE NICHT, ich wiederhole, STEHE NICHT ohne Hilfe auf.

Dein Blutdruck könnte niedrig sein. Wenn du eine Epiduralanästhesie hattest, denkst du vielleicht, dass deine Beine funktionieren, aber es könnte sein, dass sie es nicht tun. Es gibt keinen schnelleren Weg, auf den Hintern zu fallen, als ohne Hilfe aufzustehen. TU ES NICHT. Wenn du ihre Warnung ignorierst und ohne Hilfe aufstehst und fällst, werden sie es den anderen Schwestern erzählen. "Kannst du dir vorstellen, dass diese Patientin in Raum 203 einfach AUFGESTANDEN ist? Nachdem ich ihr ungefähr 17 Mal gesagt habe, dass sie es nicht tun soll! Ich musste mein letztes Riechsalz für sie benutzen. Und jetzt muss ich einen Bericht darüber schreiben. Bäh!"

. Deine Erwartungen, was die Geburt betrifft, verhalten sich direkt proportional zu dem Risiko, dass nichts nach Plan läuft.

Wenn dein Geburtsplan über drei Seiten hinausgeht, wirst du vermutlich im OP landen. Ich kann nicht wissenschaftlich erklären, woran das liegt, aber es hat vermutlich etwas mit Karma und Kontrolle zu tun. Wenn du einen Geburtsplan schreiben solltest, beschränke dich auf eine Seite oder weniger.

6. Dein Geburtshelfer/Gynäkologe könnte die beste Person sein, die du jemals kennengelernt hast.

Er oder sie ist möglicherweise so wundervoll wie der Arzt deiner Träume. Das bedeutet aber nicht, dass er oder sie auch nett zu den Schwestern ist. Manchmal sind die nettesten Ärzte im Hinterzimmer die gemeinsten. Sie bringen Krankenschwestern zum Weinen. Sie sorgen dafür, dass Krankenschwestern kündigen wollen. Sie provozieren sie so lange, bis sie ihnen ins Gesicht schlagen wollen. Sie sind manchmal echte Arschgesichter.

7. Wenn du schwanger bist und auf der Entbindungsstation anrufst, um zu fragen, zu welchem Arzt oder welche Hebamme du am besten gehen solltest, können sie es dir nicht sagen.

Oh, sie möchten es dir sagen. Oder besser gesagt: Sie möchten dich warnen. Aber das sollen sie nicht. Wenn sie könnten, würden sie bestimmt nicht den gemeinen Arzt empfehlen.

8. Sie müssen pinkeln. In 88 Prozent der Fälle.

9. Wenn du sie fünf Jahre später im Supermarkt triffst, werden sie sich möglicherweise nicht an dich erinnern.

Ich hatte einmal eine Mutter, die im Goldmedaillen prämierten olympischen Softball Team der USA spielte. Ich werde sie nie vergessen (Hi, ich weiß, wer du bist!) Ihr Ehemann liebte Geschichte und das Baby kam am 6. Juni zur Welt (D-Day, für euch Geschichts-Muffel.) Sie war großartig und das Baby war niedlich und nach der Geburt schickte sie mir eine Dankeskarte und eine Starbucks-Geschenkkarte. Und Kaffee ist wichtig. Du musst keine olympische Goldmedaille besitzen, um in Erinnerung zu bleiben. Aber du hast nur eine oder zwei Hebammen. Deine Hebammen sehen hunderte Babys zur Welt kommen. Wenn du ihnen begegnest und grüßt, werden sie definitiv so tun, als könnten sie sich an dich erinnern... aber vielleicht stimmt das gar nicht. Außerdem: Dankeskarten werden wirklich, wirklich wertgeschätzt.

10. Die meisten Geburtshelfer machen genaue Angaben darüber, wann Hebammen sie zur Geburt dazuholen sollen.

Geburtshelfer kommen normalerweise aus ihrer Praxis oder von zu Hause und sie haben viele Patienten, deshalb möchten sie möglichst nicht gerufen werden, bevor das Baby sozusagen fast herausfällt.

Das heißt, manchmal wird der Arzt es nicht schaffen, bevor das Baby herausfällt. FLIPPE NICHT AUS. Die Hebamme wird dir sagen, dass du nicht pressen sollst, weil sie so angewiesen ist. Aber wenn du presst und das Baby herauskommt, ist es OK. Hebammen holen ständig Babys auf die Welt. Es ist nicht so ungewöhnlich, wie du vielleicht denkst. Und es ist auch nicht so schwer. Babys bringen sich im Grunde in den meisten Fällen selbst zur Welt.

11. Sie lieben, was sie tun.

Wenn alles perfekt läuft, lächeln sie mit dir. Wenn die Dinge nicht perfekt laufen, weinen sie mit dir. Sie nehmen ihre Arbeit häufig mit nach Hause. Und sie lieben, was sie tun. Außer, wenn die Ärzte Arschgesichter sind.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde aus dem Englischen übersetzt.

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