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15/03/2016 17:14 CET | Aktualisiert 16/03/2017 06:12 CET

Jesus heiratete Maria und die Namen ihrer Kinder waren...

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In dem alten Evangelium, das so genannte "Verlorene Evangelium", welches nahezu 1500 Jahre alt ist und gegenwärtig in der British Library aufbewahrt wird, steht geschrieben, dass Jesus Maria Magdalena geheiratet hatte und mit ihr Kinder zeugte. Wie zuvor, bei einigen anderen nachträglich entdeckten und auf Echtheit geprüften Evangelien, weigert sich die Kirche, diese als Originale anzuerkennen und lehnt deren enthaltenes Wissen entschieden ab, damit die Bibel und die Lehre der Kirche nicht "verunreinigt" werde. Die englische Kirche betitelte das Manuskript sogar als eine Art Komödie oder Kapriole der damaligen Zeit. Doch es ist alles ganz anders...

Das eher spirituell klingende Thomas-Evangelium wurde mit der Begründung von der Kirche abgelehnt, dass es nicht in aramäischer Sprache vorläge. Nun liegt endlich ein neues Evangelium vor, das sogar in der erwünschten Sprache vorliegt, doch die Kirche erfand wieder einen neuen Grund, dass es kein Original sein könne, nämlich, dass es sich nur um eine 1500 Jahre alte Fantasygeschichte handele. Professor Barrie Wilson und die Schriftstellerin Simcha Jacobovic sind jedoch überzeugt, das Evangelium ist ein absolutes Original und Zeuge der damaligen Zeit, dass Jesus und Maria Magdalena heirateten und Kinder in die Welt setzten. Mehr noch wird behauptet und dies hat zusätzlich die Kirche auf die Barrikaden getrieben: Mit Jungfrau Maria war nicht die Mutter Jesu gemeint, sondern Maria Magdalena!

"Das Verlorene Evangelium" wurde vor 20 Jahren von der British Library dem britischen Museum abgekauft und laut dem Museumsvorsteher im Jahre 1847 vonseiten des ägyptischen St. Macarius Klosters übergeben worden. Es weist ganze 29 Kapitel auf und ist eine Kopie aus dem sechsten Jahrhundert. Dieses Evangelium stellt einige Teile der Bibel in ein ganz anderes Licht und ist in religiöser Hinsicht vermutlich die Entdeckung des Jahrtausends. Die British Library gab daraufhin eine öffentliche Konferenz und stellte das Evangelium der Presse vor. Laut Professor Wilson und Jacobovic zeigt es Hinweise, dass die Charaktere Josef und Aseneth aus dem Alten Testament höchstwahrscheinlich eine Cover-Story für Jesus und Maria Magdalena waren. In diesem wird erklärt, dass der Pharao in Ägypten darüber Bescheid wusste und auf ihrer Hochzeit zu Aseneth (Maria) sagte:

"Geheiligt seid ihr durch Gottes Lord namens Josef, weil er ist der Erstgeborene Gottes... und du wirst von nun an Tochter Gottes genannt, Hoheit und Braut von Josef für jetzt und für immerdar."

Nach einer siebentägigen Hochzeit wird beschrieben, dass Josef Sex mit Aseneth hatte und sie männliche Zwillinge zur Welt brachten, denen sie die Namen Manasse und Ephraim gaben. Sie zeugten wiederum auch Kinder und erweiterten somit die Blutlinie. Noch heute wird spekuliert, welche Familie noch das Blut Jesu in sich tragen könnte.

Es wird vermutet, dass im Jahre 325 n.Chr. eine Gruppe von Christen Jesus Hochzeit mit Maria verschleiern wollten und kodierten diese mit den Namen Josef und Aseneth. Zu jener Zeit war der römische Herrscher Konstantin an der Macht und verlangte, dass sämtliche Evangelien verbrannt werden sollten, ausgenommen jene von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, damit diese Kollektion wieder in die christliche Sichtweise Konstantins passte.

Seit dieser Zeit galten die anderen Evangelien als vernichtet, aber dennoch tauchten immer irgendwo Kopien oder Überbleibsel auf, die in akribischer Handarbeit wiederaufbereitet und weitergegeben wurden. Man wollte das damalige Wissen nicht völlig untergehen lassen, auch wenn dies Konstantin untersagt hatte. Wilson und Jacobovic sind sich sicher, dass sie damit ein fehlendes Puzzlestück in der christlichen Geschichte entdeckt haben. Josef wurde oftmals als Sohn Gottes bezeichnet und in der frühen syrischen Geschichte tauchte er auf den selben Symbolen wie Jesus auf. Im Weiteren, so haben die beiden Forscher herausgefunden, habe Leonardo da Vinci frechweg Jesus und Marias Kinder in sein großes Werk "Das letzte Abendmahl" eingefügt.

Erstaunlicherweise hat zwei Jahre nach der Entdeckung des "Verlorenen Evangeliums" die Professorin Karen King das Fragment eines sehr alten Papyrus entdeckt, das den Namen "Evangelium der Frau Jesu" trug. Leider war nur noch ein Schnipsel davon übrig und darauf war nicht mehr viel zu lesen, außer: "Und Jesus sagte zu ihnen: Meine Ehefrau...".

Wilson und Jacobovic sehen dies als einen weiteren Beweis für ihre These. Sie gehen sogar weiter und erklären, dass die Geschichte über die Hochzeit zwischen Jesus und Maria im Neuen Testament zu finden sei, denn in ihnen wird Jesus als Rabbi bezeichnet und ein solcher musste zu dieser Zeit verheiratet sein.

Ein weiterer Hinweis, so Wilson, sei es, dass am Sonntag nach der Kreuzigung Maria zum Grabe Jesu ging, um seinen toten Körper zu waschen. Zu dieser Zeit jedoch wuschen grundsätzlich Männer die Leichname und niemals Frauen, außer es handelte sich um die Ehefrau des Verstorbenen.

Und auch im Thomas-Evangelium findet man einen Hinweis in Vers 104:

Sie sagten zu ihm: "Komm, lass uns heute beten und fasten." Jesus sagte: "Welche Sünde habe ich denn begangen oder habe ich etwas noch nicht vollendet? Doch wenn der Bräutigam die Brautkammer verlassen haben wird, dann lasst sie fasten und beten."

Dieses Verlorene Evangelium ist genau genommen eine Geschichte über Jesus, die ihn als Familienvater darstellt und entführt den Leser auf eine abenteuerliche Reise. Es wird von einem Attentat auf Maria und ihre Kinder berichtet und von Jesus politischen und diplomatischen Verhandlungen mit den höchsten Führern des Römischen Reiches sowie weiteren Geheimnissen, die man nicht für möglich gehalten hätte, wenn man sich an die schüchterne Version der Bibel erinnert. Die Namen der Kinder stellen jedoch auch eine Kodierung dar und hinter ihnen verbergen sich ganz andere Namen.

Natürlich gibt es Gegner dieser neuen Erkenntnisse, wie beispielsweise der Geschichtsprofessor und Kirchenanhänger Diarmaid MacCulloch, der erbost meinte: "Das verlorene Evangelium klingt nach dem größten Unsinn, den ich je gehört habe! Ich bin überrascht, dass die British Library diese Autoren überhaupt reingelassen hat!"

Die British Library hat der Buchveröffentlichung von Professor Wilson und Jacobovic im Nachhinein dann keinerlei Unterstützung geschenkt. Die Autoren reagierten darauf mit den Worten: "Die einzige Möglichkeit, wenn kein Beweis existieren darf, ist es, wenn man den Beweis leugnet."

Nun haben die beiden noch eine Menge an Überzeugungsarbeit zu leisten, denn auch der Gang zur Church of England hat ihre Beweise als populäre Fiktion der damaligen Zeit abgestempelt und behaupten, dass es eher dem Film "Der Da Vinci Code" entsprungen sei als tatsächlichen historischen Aufzeichnungen wie die vier zugelassenen Evangelien.

Das Buch "Das verlorene Evangelium" von Wilson und Jacobovic ist nun im Pegasus-Verlag veröffentlicht worden und existiert bisher nur in englischer Sprache.

(Autor: Jonathan Dilas, Matrixblogger.de)

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Quellen:

Wikipedia

Amazon

Independent

Telegraph

Daily Mail

Thomas-Evangelium

Bibel, Genesis 41:50-52

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