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06/10/2015 08:41 CEST | Aktualisiert 06/10/2016 07:12 CEST

Ich bin gehörlos - und lasse mich in keine Schublade stecken

fotofrankyat via Getty Images

Ich bin gehörlos. Ich bin schwerhörig, Ich bin CI-TrägerIn. Ich bin gebärdensprachorientiert. Ich bin lautsprachorientiert. So verflixt es auch ist. Wenn es Schwerhörige gibt, die Gebärdensprache bevorzugen, oder Gehörlose/Taube, die vorwiegend in Lautsprache kommunizieren, ist die Klassifizierung komplex zu verstehen.

Doch es gibt eine ganz simple Lösung, wenn man sich darauf fokussiert, was alle Menschen mit Hörbehinderung miteinander verbindet: die Barrieren.

Behinderung ist ein Synonym zu Barriere. Barrieren haben gehörlose, taube, schwerhörige, hörgeminderte, CI-TrägerInnen - und auch Menschen mit Tinnitus - dieselben. Es ist egal, wie schwergewichtig die Barrieren sind. Untertitel benötigen alle. Kommunikationsprobleme haben alle. Bewusstseinsbildung über die Hörbehinderung ist ebenfalls fehlend.

Abhilfe im Definitions-Chaos

Der „Definitions-Salat" ist in der Öffentlichkeitsarbeit schnell abschreckend. Die Unterscheidung zwischen gebärden- oder lautsprachorienterten Hörbehinderten ist wesentlich einfacher und löst das komplexe Gewebe in Luft auf.

Letzendlich ist jeder Mensch mit einer Hörbehinderung frei zu entscheiden, wie man sich selbst definiert. Durch die Bewusstseinsbildung über die Risiken und Auswirkungen in der Öffentlichkeit wird mit Fakten, einfachen Infografiken und Vergleichsbeispielen einfach verständlich dargelegt, was die Philosophie von «hearZONE» und deren bunten und vielfältigen Redaktionsteam, welcher aus unterschiedlichen Hörbehinderungsgraden und Sprachorientierungen besteht, verkörpert.

Wie die interaktive Zeitschrift «hearZONE» alle Subgruppen der Hörbehindertenszene (Gehörlose, Taube, Schwerhörige, CI-TrägerInnen) in eine Gemeinschaft inkludieren will, erzählt Jonas Straumann, Initator von hearZONE, am Samstag, den 17. Oktober 2015 zwischen 14:00 bis 16:00 Uhr im Vorarlberger Landeszentrum für Hörgeschädigte, Feldgasse 24, 6850 Dornbirn mit einer visuell-kreativen Präsentation und interaktiven Fragerunden mit dem Publikum. Ein Gebärdensprachdolmetscher ist vor Ort anwesend.

Anmelden können sich Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer via E-Mail an katja.gstach@lzh.at oder direkt an uns info@hearzone.net. Der LZH und die hearZONE freuen sich über Deine Teilnahme.

Über alle weiteren Nachrichten im VW-Skandal hält euch unter diesem Link unser News-Blog auf dem Laufenden.

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