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07/04/2016 05:03 CEST | Aktualisiert 08/04/2017 07:12 CEST

5 Dinge, die Sie im Job nicht akzeptieren sollten

Thinkstock.com

Jeder hat ein Bild seines absoluten Traumjobs im Hinterkopf. Spannende Aufgaben, freundliche Kollegen, eine tolle Atmosphäre, ein sympathischer und professioneller Chef, große Projekte, viel Verantwortung... Die Liste ist für jeden unterschiedlich und kann oft endlos fortgesetzt werden.

In der Realität gibt es den perfekten Job nur in Ausnahmen, meist müssen Abstriche gemacht oder Kompromisse eingegangen werden. In der Regel ist dies auch nicht weiter schlimm und der Job und der Job kann trotzdem genau richtig sein. Doch dann gibt es auch die Dinge, die man in seinem Job nicht akzeptieren sollte...

Warum wir die falschen Dinge akzeptieren


Es gibt immer den ein oder anderen Punkt bei einem Job, über den man meckern kann oder sich wünscht, man könnte ihn einfach verändern. Mal sind die Kollegen das Problem, mal der nervige Kunde, der nie zufrieden ist. Mit den meisten dieser Faktoren kann man sich abfinden und wenn das Positive an einer Stelle überwiegt, neigen die meisten dazu, ein Auge zuzudrücken.

Problematisch wird es hingegen, wenn man beginnt, auf beiden Augen blind für die Dinge zu werden, die im Job falsch laufen. Man beginnt wegzuschauen und zu ignorieren, anstatt entsprechend zu reagieren. Doch warum? Natürlich wissen wir, dass kein Job perfekt ist, aber wieso akzeptiert man beispielsweise einen Chef, der regelmäßig wütend durch das gesamte Büro brüllt? Die Antwort lautet meist Angst.

Wer anfängt, die Situation in seinem Job nicht mehr zu akzeptieren, kommt zwangsläufig an einen Punkt, an dem er die aktuelle Position hinterfragen muss. Für viele ein schwieriger Schritt. Trotz aller Makel verspricht die Anstellung schließlich ein sicheres Gehalt und die Angst, keinen neuen Job zu finden, steckt tief.

Diese Dinge sollten Sie in Ihrem Job nicht akzeptieren


Diese Angst sollte jedoch nicht zur Handlungsunfähigkeit führen. Einige Dinge sind am Arbeitsplatz nicht akzeptabel und machen früher oder später unglücklich. Wer erst zu diesem Zeitpunkt reagiert, hat nicht nur bereits viele Chancen verpasst, sondern sich selbst auch viel mehr zugemutet, als nötig war. Anstatt sich jahrelang unglücklich zur Arbeit zu schleppen, sollten Sie die Dinge, die Sie im Job nicht akzeptieren können, frühzeitig erkennen und Ihre Konsequenzen daraus ziehen. Wir haben fünf Vorschläge zusammengestellt:

1. Fehlende Wertschätzung


Harte Arbeit gehört in vielen Branchen und Berufen dazu und Stress lässt sich nicht immer vermeiden, wenn kurzfristige Änderungen notwendig werden oder Probleme auftreten. Die meisten Arbeitnehmer sind auch bereit, sich mit vollem Engagement einzubringen und bestmögliche Leistungen zu erbringen. Dies sollte jedoch niemals zur Selbstverständlichkeit werden - weder für Arbeitnehmer noch für Arbeitgeber.

Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern sollte daher bei jedem Arbeitgeber ein wichtiger Aspekt der Unternehmenskultur sein. Bleibt diese langfristig aus, sollten Sie sich als Angestellter fragen, ob es sich wirklich lohnt, all Ihre Energie in Ihre Aufgaben zu stecken, wenn es von der anderen Seite nicht entsprechend gewürdigt wird.

2. Ausbleibendes Feedback


Rückmeldung zu den eigenen Leistungen und zum Verhalten am Arbeitsplatz ist nicht nur wichtig, um aus möglichen Fehlern zu lernen, sondern trägt auch einen großen Teil zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz bei. Nur durch entsprechendes Feedback können Sie erfahren, wo Sie stehen, welches Potenzial noch ungenutzt ist, was von Ihnen erwartet wird und worin Sie bereits gut sind.

Leider wird Feedback oftmals nur unregelmäßig oder unqualifiziert gegeben. Sollten auch Sie das Gefühl haben, keine Rückmeldungen zu erhalten, sollten Sie den Chef konkret darauf ansprechen. Bitten Sie um Feedback zu ihren Leistungen und fragen Sie nach, wenn Sie sich Informationen zu einem bestimmten Projekt erhoffen..

3. Persönliche Angriffe


Mobbing, Beleidigungen und persönliche Angriffe am Arbeitsplatz sollten unter keinen Umständen akzeptiert werden. Leider kommt es immer wieder vor, dass einzelne Mitarbeiter Opfer von Attacken der Kollegen werden, doch in diesem Fall sollten schnell gehandelt werden. Der erste Schritt ist immer das Gespräch mit dem Chef - es sei denn, dieser ist am Mobbing beteiligt.

Sollte nichts helfen und keine Besserung in Sicht sein, empfiehlt sich auf jeden Fall die Suche nach einem neuen Job. Die Arbeit wird nicht nur zunehmend zur Belastung, auch Ihre Gesundheit wird unter der Situation leiden und auch wenn der eigene Stolz darunter leidet und man das Gefühl hat, die anderen würden gewinnen, ist es für das eigene Wohl das Beste.

4. Mangelnde Leidenschaft


Jeder wünscht sich einen Job, der mehr ist als nur ein reines Mittel zum Zweck und dafür sorgt, dass die Rechnungen bezahlt werden können. Leidenschaft spielt dabei eine wichtige Rolle. Wer in seinem Job etwas macht, das seiner Passion entspricht und ihn erfüllt, bringt nicht nur bessere Leistungen, sondern ist auch allgemein glücklicher. Oft wird der Leidenschaft jedoch nicht genügend Wert beigemessen.

Man gibt sich mit einem anderen Job zufrieden oder findet sich einfach mit der Situation ab. Manchmal geht die Leidenschaft mit der Zeit auch verloren, doch sollte man hinterfragen, wie es dazu kommen konnte und was nötig ist, um das Feuer wieder zu entfachen.

5. Offensichtliche Ausnutzung


Überstunden gehören an der Tagesordnung, ständig landen neue Aufgaben auf Ihrem Schreibtisch, freie Tage kennen Sie nur vom Hörensagen und von einem Ausgleich ist auch nicht die Rede. Das ist zwar zugespitzt, doch sollten Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden und das Gefühl haben, am Arbeitsplatz ausgenutzt zu werden, sollten Sie dies nicht akzeptieren. Vielen fällt es schwer, etwas zu ändern, doch je länger Sie verharren, desto mehr schaden Sie sich selbst.

Ein erster Schritt ist es öfter Nein zu sagen. Sagen Sie den Kollegen oder dem Chef, dass Sie bereits viel zu tun haben und etwas liegen bleibt, wenn Sie noch weitere Aufgaben übernehmen sollen.

Dieser Beitrag ist ein Text von Nils Warkentin und erschien zuerst auf karrierebibel.de.

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