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24/12/2016 06:19 CET | Aktualisiert 25/12/2017 06:12 CET

Die Flut mit dem Wischlappen bekämpfen

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Falschmeldungen, Verschwörungstheorien, Verleumdungen, Hasskommentare. Alles dieses ist wie eine Flut, die in Facebook, Youtube und in vielen verschiedenen Quellen im Internet unaufhörlich auf uns ein stürzt. Jetzt zu versuchen, Falschmeldungen und ähnliches innerhalb 24 Stunden zu löschen, kommt mir vor, als ob man die Flut mit dem Wischlappen aufwischen wollte.

Hat sich irgendein Politiker mal angeschaut, dass meiner allerdings groben Schätzung nach, die Hälfte der Einträge im Internet zu den 4 besagten Kategorien gehört.

Um diesen Schmutz aus dem Internet zu entfernen, bräuchte man ein Superministerium mit tausenden von Mitarbeitern wie aus dem Wahrheitsministerium aus 1984. Ich vermute, kein Politiker hat sich mal intensiv im Internet umgeschaut und all den Dreck gesehen. Kein Politiker hat auch nur eine vage Vorstellung davon, was das bedeutet, diesen Schmutz entfernen zu wollen. Es ist eben nicht damit getan, nur ein Gesetz zu beschließen!

Die ganze Aktion kann auch nach hinten losgehen. Die Politiker sind nicht bekannt dafür, dass sie sich immer streng an die Wahrheit halten!

Das Ansinnen ist aussichtslos, purer Aktionismus.

Die einzige Chance die ich sehe, ist es, langfristig den Bürger schon in der Schule beginnend, so zu erziehen, dass er Medien kritisch, selbstkritisch und wachsam wahrnimmt. Das muss schon damit beginnen, dass auch das Schulbuch kritisch hinterfragt wird. Kurzum, die Ausbildung zum mündigen Bürger ist angesagt. Ich gebe zu, auch keine einfache Aufgabe, aber unausweichlich für eine funktionierende Demokratie.

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