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13/12/2015 07:01 CET | Aktualisiert 13/12/2016 06:12 CET

Deutschland geht es immer noch gut

Sean Gallup via Getty Images

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Bereits vor 200 Jahren hat David Ricardo mit seiner wegweisenden Abhandlung "Betrachtung des Außenhandels" gezeigt, dass freier Handel den Wohlstand aller beteiligten Nationen fördert. So hat die Gründung des deutschen Zollvereins 1834 den Weg für Industrialisierung geebnet und die Europäisierung des Binnenmarktes 1968 und 1993 sind die Grundlage unseres heutigen Wohlstandes.

In unserer globalisierten Welt von heute ist TTIP der nächste notwendige Schritt, um auch für die Zukunft Wachstum und Beschäftigung sicherzustellen. Jeder vierte Arbeitsplatz hängt in Deutschland direkt oder indirekt am Export. In der Industrie ist es jeder zweite. Der Anteil der Exporte am deutschen Bruttoinlandsprodukt („Exportquote") liegt bei rund 50 Prozent.

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Deutschlands Wirtschaftsmodell ist gelebter Freihandel. Ich halte TTIP daher für ein zentrales Zukunftsprojekt und eine Grundvoraussetzung für den Erhalt unserer wirtschaftlichen Prosperität und damit für den Erhalt von Wohlstand und hohen sozialen Standards.

In den vielen Veranstaltungen, die ich zu TTIP bestreite, sowie durch die zahllosen E-Mails, die mich zu dem Thema erreichen, spüre ich immer wieder, dass sich TTIP zum Brennglas für die verschiedensten Ängste und Probleme entwickelt hat. Dabei werden vollkommen sachfremde Themen auf das Abkommen projiziert.

Hier müssen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gemeinsam eine Versachlichung der Debatte erreichen. Meine Rolle als Bundestagsabgeordneter ist es, hier aufzuklären und gleichzeitig die Verhandlungen kritisch zu begleiten.

Sowohl die EU-Kommission als Verhandlungsführer als auch Bundeskanzlerin Merkel haben rote Linien gezogen und deutlich gemacht, welche Bereiche entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nicht von den TTIP-Verhandlungen berührt sind. Es gilt im kommenden Jahr, die Verhandlungen selbst und vor allem den gesellschaftlichen Dialog konstruktiv weiterzuführen.

Lassen Sie uns weniger nach vermeintlichen Gefahren suchen, sondern die Chance in den Blick nehmen. TTIP ist eine historische Weichenstellung - Nur wer mitmacht, kann auch mitbestimmen.

Von wegen Transparenz: EU-Kommission schwärzt 95 Prozent der Sätze in TTIP-Dokument

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen, denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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