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02/06/2015 07:05 CEST | Aktualisiert 02/06/2016 07:12 CEST

Regelmäßiges Kiffen hat fatale Auswirkungen auf junge Menschen

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CDU-Politiker Jens Spahn hält nicht viel von einer Cannabis-Legalisierung, das macht er auch in diesem Gastbeitrag deutlich. Und darin liefert er auch das lustigste Zitat des Tages zum Thema - auch wenn es vielen nicht gefallen wird. Es hat mit Jesus zu tun.

Regelmäßig grüßt das Murmeltier - auch bei der Diskussion um die Freigabe von Cannabis immer wieder aufs Neue. Kein Argument bleibt unbemüht, um für die Legalisierung des Kiffens und des Vertriebs von Cannabis in Deutschland zu werben.

Manche sagen, Cannabis wäre gesund oder mache zumindest glücklich. Andere bemühen sich nun sogar um wirtschaftspolitische Argumente und sehen Einnahmemöglichkeiten für den Staat. Dabei ist klar: Gesundheitsschutz geht vor Steuerreinnahmen.

Mit der Begründung höherer Steuereinnahmen könnte man auch Heroin oder Menschenhandel legalisieren, das ist völlig abwegig. Im Vordergrund muss der Schutz der Gesundheit stehen und mögliche Gefahren durchs Kiffen stehen.

Natürlich kann Cannabis Schmerzpatienten helfen, unerträgliche Schmerzen erträglicher zu machen. Das haben wir auch ermöglicht. Cannabis als Medikament und bald auch als Naturalhanf in der Apotheke für Patienten ist aber etwas anderes als Cannabis als Rauschdroge.

Wer die Folgen von regelmäßigem Cannabis-Konsum relativiert, ist auf einem gefährlichen Holzweg. Regelmäßiges Kiffen hat fatale Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung junger Menschen.

Die Zahl von Cannabis-Abhängigen, die auf einen Entzugsplatz warten, wächst stetig und der Konsum illegaler Drogen insgesamt steigt seit Jahren wieder an. Nicht jeder, der kifft, kokst später. Aber fast jeder der kokst, hat vorher gekifft. Cannabis ist also für zu viele auch eine Einstiegsdroge.

Auch der Vergleich mit Alkohol geht in die falsche Richtung. Der Umgang mit Alkohol ist seit Jahrhunderten kulturell eingeübt.

Wer kann sich schon ein Schützenfest ohne Bier, Neujahr ohne ein Glas Sekt oder auf der anderen Seite einen Joint in der Opernpause vorstellen? Und überhaupt: Jesus hat damals schließlich Wasser in Wein verwandelt und nicht trockenes Gras in schwarzen Afghanen.

Sicher, auch wer regelmäßig trinkt, ist süchtig. Aber auch das ist kein Argument für eine Legalisierung von Cannabis nach dem Motto „Die eine Droge macht abhängig, also legalisiere ich die andere auch." Wo wäre denn die Grenze zu ziehen?


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