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11/03/2016 12:23 CET | Aktualisiert 12/03/2017 06:12 CET

Ehrung: Otto von Habsburg Straße in München gefordert

Johannes Simon via Getty Images

Eine Bürgerinitiative fordert eine Otto von Habsburg Straße in München - damit soll einem der größten Verfechter der Europaidee gedacht werden.

In nur einigen Monaten jährt sich zum fünften Mal der Todestag des Otto von Habsburg, dem ältesten Sohn des letzten Kaisers von Österreich und König von Ungarn. Am vierten Juli 2011 ist der überzeugte Europäer in Pöcking bei München verstorben.

Bei der öffentlichen Aufbahrung des Sarges in der Stiftskirche St. Kajetan wurde Otto von Habsburg auf seinem letzten Weg von seiner Familie und Vertrauten begleitet. Auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer erwies Habsburg seine Ehre.

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Das Vermächtnis dieser historischen Persönlichkeit ist beachtlich

Bei der feierlichen Todesmesse verabschiedete Kardinal und Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, Habsburg mit den Worten: "Denn er ist nicht tot, sondern er lebt in Christus und wir dürfen mit Ihm Eucharistie feiern und für Ihn (...)".

Das Vermächtnis dieser historischen Persönlichkeit ist beachtlich und reicht von seiner unermüdlichen Tätigkeit als Publizist, bis hin zu einem außerordentlichen Engagement als Europapolitiker.

Zweifellos ist Dr. Otto von Habsburg mit der Geschichte Bayerns verbunden, 20 Jahre repräsentierte er die CSU im Europarlament und vertrat die Interessen des Freistaates in Brüssel und Straßburg. Als EU-Abgeordneter prägte er nachhaltig die Linie der CSU auf internationalem Parkett.

Ebenso gilt Habsburg als Hauptinitiator des "Paneuropäischen Picknicks"- einem geschichtsträchtigen Treffen an der ungarisch-österreichischen Grenze in Jahr 1989. Am 19. August wurde in Sopron der Grundstein zum Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs gelegt, als bei dem "Picknick" unerwartet für drei Stunden ein Gittertor zwischen den Grenzen symbolisch geöffnet wurde.

Ehrung seines Lebenswerks

Der Weg in den Westen war frei und 661 in Ungarn wartetende DDR-Bürger ergriffen die Gunst der Stunde und flüchteten nach Österreich - sie wurden bereits Wochen zuvor mit Flugblätter über das Treffen informiert und hierzu eingeladen. Niemand hinderte sie daran die Grenze zu überqueren.

Gegenwärtig setzt sich nun aktiv eine Bürgerinitiative dafür ein, in der Stadt München einen Platz oder eine Strasse nach Otto von Habsburg zu benennen. Der Vorschlag hierzu wurde bereits beim Münchner Kommunalreferat eingereicht. Damit soll dem Lebenswerk dieses großen Europäers und einzigartigen Menschen gehuldigt werden.

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