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04/09/2014 03:53 CEST | Aktualisiert 04/11/2014 06:12 CET

Fünf Dinge, die Sie tun können, wenn in Ihrer Umgebung ein Missbrauchs-Tatverdacht ausgesprochen wird

Auch wenn`s schwerfällt, reden Sie nicht mit anderen Eltern darüber!

Wenn sie als Eltern in Panik geraten, werden Sie die leitenden Personen nicht ermuntern Gewalt aufzudecken. Gewaltprävention verlangt verantwortliche Eltern.

Es ist demütigend für das Opfer, wenn alle reden!

Es ist Rufschädigung für einen vielleicht zu Unrecht Verdächtigten!

Reden Sie in der akuten Phase auf keinen Fall mit Journalisten

Journalisten haben die Aufgabe, die Auflage zu steigern. Geben Sie ihnen kein Futter. Die Situation ist verletzlich. Wenn Sie etwas wissen, sagen Sie bei der Polizei aus, spekulieren Sie nicht. Bedenken Sie, die Betroffenen sind schon sehr verletzt.

Reden Sie nicht vor ihren Kindern unbedacht zum Thema

Was Sie unbedacht vor Ihren Kindern reden, belastet sie und wird die Runde auf dem Schulhof machen. Schützen Sie ihre und andere Kinder davor.

Kümmern Sie sich um Ihr Kind, es macht sich sicher Sorgen

Widmen Sie Ihrem Kind Zeit. Hören Sie zu. Hat es Schuldgefühle, weil es nicht helfen konnte, sagen Sie ihm, dass dafür nur die Erwachsenen zuständig sind.

Haben sie Mitgefühl für die Eltern, Partner, Freunde und Kollegen des Verdächtigten, die unter Schock stehen

Alle, die dem Täter vertraut und ihn gemocht haben, stehen unter Schock. Sie können es kaum glauben, dass sie so getäuscht worden sind. Sie fühlen sich mitschuldig und schämen sich oder sie stellen sich hinter den Täter und beteuern seine Unschuld.

Die Autorin arbeitet seit 40 Jahren als Elterncoach, ingrid.ruhrmann@bli-hamburg.de