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31/12/2016 06:10 CET | Aktualisiert 01/01/2018 06:12 CET

Vitamin D und das SAPHO Syndrom

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Immer öfter gehen Rheumatologen bei Autoimmun,- oder Autoentzündlichen Krankheiten dazu über, den Vitamin D Spiegel zu kontrollieren. Laut Krankenkassen, reicht ein Wert von 20ng/ml. Liegt man darunter, kann der Arzt einmalig ein Vitamin D3 Präparat mit 20 000 I.E. verschreiben. Liegt man aber darüber, lehnt die Kasse die Zahlung für das Präparat ab.

Dabei ist es erwiesen, dass das Vitamin D3, was auch als Prohormon bekannt ist, bei vielen Autoimmunkrankheiten wahre Wunder bewirkt. So auch beim SAPHO Syndrom, was zu dem rheumatischen Komplex gehört, wenn auch weit entfernt.

Beim SAPHO Syndrom handelt es sich um eine Auto-Entzündliche Krankheit, bei der insbesondere die Knochen betroffen sind. Der Körper richtet sich vor allem in Stresszeiten gegen sich selbst. Oder anders ausgedrückt: Die Fresszellen, die eigentlich der Abwehr dienen, attackieren die körpereigenen Strukturen. Das Vitamin D stärkt die Zellen, die dann deutlich den Unterschied zwischen Fremdkörpern und körpereigenen Strukturen erkennen.

Ein Wert von 20ng/ml, den die Kassen als genügend erklären, ist ein starker D3 Mangel. Gerade auch bei chronisch kranken Menschen, wie unter anderem den SAPHO Betroffenen, ist ein Wert von 70 bis 80ng/ml dringend erstrebenswert. Dabei reicht es auch oftmals nicht aus, wenn man mit einer 20 000 I.E. Tablette pro Woche auffüllt, wie es viele Ärzte empfehlen. Das wäre maximal die Erhaltungsdosis, vor allem im Winter. Wenn ein Patient einen starken Mangel aufweist, sollten tägliche Einnahmen von 10 000 bis 20 000 I.E. erfolgen. Hat man dann den Wert von 70-80ng/mg erreicht, genügen 5000 I.E. am Tag zur Erhaltung.

Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass man das Vitamin D3 unbedingt mit dem Vitamin K2 kombinieren muss, da das Vitamin D3 und Vitamin K2 nur als Team optimal wirken. Das Vitamin D steuert die Kalziumaufnahme und das Vitamin K2 sorgt dafür, dass das Kalzium da hinkommt, wo es hin gehört. Nämlich in die Knochen, nicht aber in die Arterien und anderen weichen Geweben des Körpers.

Auch Magnesium sollte eingenommen werden, da es zur Umwandlung von Vitamin D in seine wirksame Form benötigt wird.

Es ist schwer zu verstehen, dass die wenigstens Ärzte auf all diese notwendigen Vitamine, Spurenelemente und Zusammenhänge eingehen. Gerade bei so schwerwiegenden Erkrankungen, wie dem SAPHO Syndrom, Multiple Sklerose und anderen Erkrankungen, wo Knochen, Muskeln und Nerven betroffen sind. Hier reichen normale Medikamente nicht aus, um den Patienten zu versorgen. Im Gegenteil. Auch wenn sie einerseits bei der Symptombewältigung helfen, so schaden sie doch auf langer Sicht dem Körper. Ein chronisch kranker Mensch, der bereits über Jahre oder gar Jahrzehnte erkrankt ist, und der über viele Jahre starke Medikamente nehmen muss, lebt Großteils nur noch von Reserven. Der Körper funktioniert, die Frage ist nur, wie. Bald schon kann der Patient nicht mehr unterscheiden, was zum schlechten Allgemeinbefinden führt. Die Krankheit an sich, oder der zunehmende Mangel an Vitaminen und Spurenelementen.

Um den Körper optimal zu versorgen, ist eine Vitaminsubstitution dringend erforderlich. Dazu Spurenelemente, wozu auch Zink gehört, was das Immunsystem stärkt.

Selten wirkt ein Vitamin (oder Spurenelement) alleine. Gerade in den letzten Jahren wurde durch Studien wissenschaftlich belegt, dass die Kombinationen von großer Bedeutung sind, um eine möglichst hohe Wirkung zu erzielen. So ist auch erwiesen, dass Zink, wenn man über 10mg einnimmt, nur in der Kombination mit Kupfer eingenommen werden soll. (es gibt durchaus Kombinationsprodukte) Der Grund ist dieser, dass Zink über 10mg am Tag Kupfer entzieht.

Um noch einmal zum Anfang zurück zu kehren. Rheumatologen gehen immer öfter dazu über, den Vitamin D Spiegel kostenlos zu testen. Sollten Ärzte dies nicht von sich aus tun, ist es empfehlenswert, ihn daraufhin anzusprechen. Denn gerade bei Autoimmunkrankheiten ist es elementar wichtig, Vitamin D bzw. den Wert im Auge zu behalten.

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