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08/04/2016 08:20 CEST | Aktualisiert 09/04/2017 07:12 CEST

Mit dem Baby kommt das Chaos!

Zsolt Nyulaszi via Getty Images

Ein sauberer Fußboden. Aufgeräumte Schubladen. Eine nietenreine Bude. Das alles habe ich aufgegeben seit meine Tochter krabbeln kann.

Zugegeben: Wirklich ordentlich waren mein Mann und ich noch nie. Wir genießen es, in einem gewissen Chaos zu leben. Damit meine ich: Zeitschriften fliegen auf den Tischen herum und ab und zu landet auch mal eine Jeans auf dem Schlafzimmerboden. Weil wir genau wissen, wie wir sind, leben wir nach dem Vorsatz: Je weniger herumsteht, desto weniger müssen wir auch aufräumen. Gemütlich minimalistisch.

Leider geht dieser Plan mit einem Baby im Haus nicht mehr auf.

Unsere Wohnzimmereinrichtung hat sich seit Lenis Einzug stetig erweitert: Laufstall, Spieldecke, Activitycenter, Lauflernwagen, Spielekiste 1, Spielekiste 2 ...

Alles schön und gut. Nur seit sie sich auch fortbewegen kann, ist unsere Tochter nicht mehr zu stoppen: Kaum räume ich die bunten Holzklötze weg, tobt sie sich schon an der nächsten Baustelle aus. Während ich die Bücherkiste einräume, verteilt sie sämtliche Pfandflaschen auf dem Küchenboden. Sobald ich das Geschirr abwasche, räumt sie parallel die Schubladen aus. Und dann sind da auch noch unsere zwei verspielten Hunde ...

Auch wenn es nicht danach aussieht: Ich räume ständig auf. Ordnung ist allerdings zu einem Zustand geworden, der einfach nicht mehr erreichbar ist.

Irgendwie haben wir früh geahnt, dass es so kommt und haben bei manch einem Möbelstück für die Zukunft vorgesorgt.

Unser Küchentisch: Marke Eigenbau. Zwei Tischbeine bei IKEA eingepackt, eine Holzplatte im Baumarkt zuschneiden lassen und das DIY-Projekt wurde ein voller Erfolg, wie ich finde. Und ganz nebenbei hat das Möbelstück jetzt schon eine eigene Geschichte zu erzählen.

Wir wollten es einfach nicht einsehen, tausende von Euros für einen schicken Holztisch auszugeben, um uns später über jeden Fleck darauf zu ärgern. Vielleicht gönnen wir uns diesen Luxus sobald unsere Kinder größer sind. Bis dahin darf an unserem Tisch wild gebastelt, gemalt und mit Tomatensoße gekleckert werden. Wenn dann doch mal ein Kratzer zu viel zu sehen ist, wird die Platte einfach ausgetauscht.

Es ist sehr erleichternd, in diesem ganzen Chaos das Gute zu sehen. Ein Haus, in dem sich jeder wohl fühlt ist in meinen Augen viel mehr wert als jede Katalog-Wohnlandschaft.

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Hier bei uns zu Hause wird gespielt, entdeckt, getobt, getanzt und geliebt! Leni hat unsere erwachsene Wohnung zusammen mit unseren beiden Hunden in eine echte "Villa Kunterbunt" verwandelt! Es fühlt sich toll an. Und genau so habe ich es mir immer gewünscht!

Die Autorin betreibt den Blog Inka Verliebt.

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