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20/01/2017 11:13 CET | Aktualisiert 21/01/2018 06:12 CET

Satire: Donald Trumps Zukunft im Zwergengarten - Impeachment oder Kugel?

Jonathan Ernst / Reuters

Donald Trump findet seinen Platz in Hottes Zwergengarten

Helmut Hottrecke, Hausbesitzer aus Münster und von Freunden "Hotte „ genannt, ächzte schwer, als er den Zwerg „Donald" mit der Schubkarre in seinen winterlichen Garten fuhr. Es hatte viele Besuche auf Münsters zahlreichen Flohmärkten gebraucht, ehe er schließlich einen blonden, aufgeschwemmten Elvis-Zwerg gefunden hatte. Der könne auch als Trump-Zwerg durchgehen, hatte seine Frau Irene erklärt. Hottes Zwergengarten hatte immerhin den Anspruch, die Welt im Kleinen abzubilden. Den Obama-Zwerg hatte er in die Gruppe „Ali Baba und die tausende Räuber" verschoben. Sein Versuch, die Flüchtlingswelle, insbesondere die arabische Welt und Nordafrika in seine Welt einzuordnen, hatte dazu geführt, dass eine Karawane vielfältigster Multi-Kulti-Zwerge sich durch den Garten schlängelte. Er nannte sie „Ali Baba und die tausend Räuber." Und jetzt war - vorläufig - auch ein Schwarzer darunter, mit Sonnenbrille und Hawaii-Hemd, der Obama- Zwerg. Für den Trump-Zwerg suchte Hotte noch einen passenden Platz. Er war froh, erst einmal einen passenden Zwerg gefunden zu haben. Er hatte den Trump-Zwerg in der Schubkarre stehen lassen, nahe der „Ali Baba- Gruppe". In seinem Verein „Dein Zwerg und Du" hatten ihm einige schon anerkennend zugenickt. „Der schlaue Hotte", hatte es wieder einmal geheißen.

Die Trump-Lady im Jacky Kennedy Look

„Die sieht doch aus wie Jacky Kennedy in Trauer" hatte Hottes Frau Irene irritiert gerufen. Die Trump- Lady, Melania Trump, die neben Donald Trump die Treppe des Flugzeuges hinuntergestiegen war, erinnerte stark an Jacky Kennedy, die im November 1963 hinter dem Sarg von Präsident Kennedy geschritten war. Riesige Sonnenbrille, lange Haare und Ganze in Schwarz. „Model in Trauer", hatte Hotte den Auftritt von Melania Trump trocken kommentiert. „Ja geht´s noch" hatte Irene empört gerufen, „der Trump lebt doch noch. „ ‚Noch", hatte Hotte gemeint, aber so ein Präsident fange sich schon mal eine Kugel ein. Oder ein „Impeachment-Verfahren", hatte einer seiner frühreifen Enkel erklärt, der zu Besuch war. Das sei ein Absetzungsverfahren für Präsidenten, die aus dem Ruder liefen. Richard Nixon sei 1974 so fast aus dem Amt gejagt worden, Stichpunkt Watergate. Und auch Bill Clinton hätte es 1995 beinahe das Amt gekostet, Stichwort Monica Lewinsky. Dabei hatte der Enkel genüsslich in den Himmel geschaut und sich dafür von seiner Großmutter Irene gleich eine Ohrfeige eingefangen.

Donald Trump darf nicht sterben!

„Nix da" hatte Hotte empört gerufen, „der Trump muss bleiben". Es habe ihn unglaublich viel Mühe gekostet, den Elvis-Trump-Zwerg zu finden. Sein Enkel hatte erklärt, der Trump-Zwerg passe auch gut in die Zwergen-Gruppe, „Schneewittchen und die sieben Zwerge". Wenn man die Kapuzen und Kutten der Zwerge weiß färbe, erinnere das ein wenig an den Ku-Klux Klan. Immerhin hätten die erklärt, Trump sei ihr Präsident. Und wenn es Melanie erwischen sollte, passe das Bild doch komplett, oder? „Klugscheißer" hatte Hotte ihn angebrüllt. Das deutsche Märchen bleibe bestehen, auch wenn so ein US-Präsident schon lange das zeitliche gesegnet habe, ob nun impeacht, gekillt oder abgewählt. Den Trump Zwerg hatte er erst einmal in der Schubkarre gelassen. Im Frühling wollte er erneut über den richtigen Platz von Donald Trump in seinem Zwergengarten nachdenken.
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