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12/12/2015 11:15 CET | Aktualisiert 12/12/2016 06:12 CET

Sorge um den Untergang des christlichen Abendlandes

Anadolu Agency via Getty Images

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Mit der Zahl der Muslime, die dieses Jahr nach Deutschland kamen, wuchsen bei vielen Menschen hierzulande auch die Bedenken gegenüber „den neuen Gläubigen". Pegida und AfD warnen angesichts dieser vermeintlich fortschreitenden Islamisierung seit Monaten besonders laut vor dem Untergang des christlichen Abendlandes.

Erstaunlich ist dabei nur, dass dieselben Menschen, die das Christliche nach außen propagieren, die Arbeit der Kirchen im Inland mit fast ebensolchem Argwohn betrachten. In einer Zeit, in der die eigene Religiosität möglichst nur im Privaten ausgelebt werden soll, droht das Verständnis für Menschen zu schwinden, bei denen der Glaube tatsächlich noch eine zentrale Rolle im Leben spielt.

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Religionsfreiheit ist wichtig für unser friedliches Miteinander

Wer, wie wir im Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, den Wert der Religionsfreiheit anspricht, darf nicht damit rechnen, viele interessierte Zuhörer um sich zu versammeln. Zu wenige sind sich wohl darüber im Klaren, wie bedeutend dieses Grund- und Menschenrecht für unser friedliches Miteinander ist.

Dabei ist auch die fehlende Religionsfreiheit ein Grund dafür, dass Menschen ihre Heimat verlassen und nach Europa kommen. Außer ihrem Glauben ist vielen von ihnen wenig geblieben, an was sie ihre Hoffnung für eine bessere Zukunft noch knüpfen können.

Dem Einwanderungsland Deutschland würde ein bisschen mehr selbstbewusstes Eintreten der Bevölkerung für das Recht der Religionsfreiheit gut tun. Um den Untergang des christlichen Abendlandes müsste sich dann niemand mehr sorgen.

Video:

"Eiskalter Hetzer": So reagiert Justizminister Maas auf den Goebbels-Vergleich von Pegida-Chef Bachmann

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen, denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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