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29/01/2017 11:47 CET | Aktualisiert 30/01/2018 06:12 CET

"Schwierige Morde waren immer etwas teurer" - ein Interview mit "Popeye", dem Auftragsmörder von Pablo Escobar

Popeye, sehr auffallend an deiner Geschichte ist, dass du nicht aus einer sozial-schwachen Familie kommst und nicht zu den Bedürftigen zählst. Warum hast du angefangen Verbrechen zu verüben?

Eigentlich haben mich Waffen schon immer angezogen. Ich bin der kolumbianischen Marine beigetreten und dort wurde mir der Spitzname "Popeye" zuteil. Jene Ausbildung habe ich nicht abgeschlossen und bin daraufhin zur Polizei.

Auch dort gelang es mir nicht die Ausbildung abzuschließen und so wollte es das Schicksal, dass ich zum partner in crime von Pablo Escobar wurde. Ich lernte Pablo Emilio Escobar Gavíria kennen, was wahrlich ein Erlebnis war. Eine schillernde Persönlichkeit. Seine Bescheidenheit hat mich beeindruckt. Ich bin also dem Medellin-Kartell beigetreten und wurde zur rechten Hand von Pablo Escobar Gavírias.

Wie hast du Pablo Escobar kennenlernt?

Als ich die Polizei verließ, frequentierte ich einen Stadtteil der oberen Mittelschicht in Medellín. Dort ergab sich eine Möglichkeit zu arbeiten für Pablo.

Wie alt warst Du in diesem Zeitraum?

Ich war etwa17 Jahre alt. Ein Freund hatte mir gesagt, dass es die Möglichkeit gäbe, im Stadtteil "Poblado", ein Stadtteil der Reichen in Medellin, zu arbeiten. Es handelte sich um einen Job als Fahrer und Begleitperson einer Dame.

Ich habe zugesagt und eskortierte diese Dame, die eine Liebhaberin von Pablo Escobar war. Diese Dame arbeitete drei Monate mit dem Boss, wobei sie am Ende in die USA ausgewandert ist. Sie haben ihre Beziehung abgebrochen. Ich suchte hingegen nach einer Beschäftigung. Es gelang mir den Chef zu erreichen und er gab mir Arbeit.

Was war dein erster Auftrag?

Der erste Job bestand darin ihm Begleitschutz zu sichern. Danach beauftragte er mich damit, einen Busfahrer im Gemeindebezirk "Envigado" zu killen, wo der Boss die Kontrolle hatte. Ich ging los und verpasste ihm zwei Kugeln in den Kopf. Escobar fiel auf, dass ich ein Händchen für das Verbrechen hatte. Danach hat er mich mit größeren Sachen anvertraut.

Hat Dich Escobar für jeden Mord einzeln bezahlt oder standest du irgendwie auf einer Gehaltsliste?

Jeder Mord wurde anders abgewickelt. Man bezahlte mich schlichtweg, wobei ich nichts in Rechnung stellte. Ich brauchte mich nie bei ihm direkt danach zu erkundigen, wie viel er mir bezahlen würde. Er bezahlte mir genug Geld. Er war ein großzügiger Mensch.

Also gab es keine Preistabelle?

Nein, es war alles eine Frage des Schweregrades. Abhängig davon, ob es zum Beispiel um einen Minister oder Funktionär ging. In dieser Zeit war es sehr einfach, einen Funktionär des öffentlichen Lebens in Kolumbien zu ermorden.

Wir konnten auf die Infrastruktur zählen. Sie waren mit Begleitschutz unterwegs. Wir besaßen Maschinengewehre, Helikopter, die mit den Emblemen der Staatspolizei geschmückt waren und wir waren im Besitz von Militär- und Polizeiuniformen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Preis abhängig von der Komplexität der durchzuführenden Operation gerechnet hat.

Wie viel Geld gelang es dir in den "fetten Jahren" anzuhäufen?

Ich habe wirklich eine Menge verbraten. Ich hatte auch meine eigenen Leute um mich herum. Jungs von mir die Pablo Escobar nicht kannten, aber von mir abhängig waren. Als ich eingebuchtet wurde, hatte ich so um die 10 bis 12 Millionnen Dollar.

Ist nichts von diesem Geld übrig geblieben?

Also, guck mal ... ich war im Knast und draußen wurde mir alles weggenommen. Viel Geld ist an Anwälte geflossen. Innerhalb der Gefängnismauern war ich gezwungen mich gegen meine Feinde zur Wehr zu setzen. Die CIA hat mich angegriffen, so wie die DEA, die kolumbianische Polizei, das Cali-Kartell. Die ganze Welt war darauf aus mich zu töten und ich habe mich verteidigt.

Ich habe viel Geld für Anwälte bezahlt. Ich saß 23 Jahre und drei Monate in den Gefängnissen ab. Abgesehen davon saß ich zwischen 1999 und 2001 im Gefängnis "Modelo de Bogotá". Dort herrscht ein Krieg zwischen Paramilitärs und kolumbianischen Guerilleros, wobei ich immer zu sagen pflege, dass das Gefängnis ein Spiegelbild der Gesellschaft ist.

In diesem Krieg fielen 300 Menschen und weitere 100 gelten als vermisst und ich war irgendwo dazwischen. Es gelang mir, mich zu verteidigen, dank meiner Fähigkeiten mich energisch zur Wehr setzen zu können und Allianzen zu knüpfen, bis meine Geldreserven aufgebraucht waren.

Das Geld geht langsam zu Ende, aber heute bin ich ein Youtuber und Autor. Ich drehe gerade meinen Film "El Sicario Profesional" hier in Medellin. Im Rahmen von Netflix produziere ich meinem Film "J.J.", was für Jhon Jairo steht, da Walt Disney die Rechte für "Popeye" gehören.

Du hattest also nebenbei angesprochen, dass du ein Urteil von 23 Jahren und drei Monaten im Gefängnis absetzen musstest. Aufgrund welcher Straftaten?

Die ganze Last der Straftaten des Medellin-Kartells lag auf mir. Die weiteren Mitglieder verbüßten sieben und/oder neun Jahre im Gefängnis. Ich bekannte mich beim Generalstaatsanwalt des Landes, damit er für die Familie Pablo Escobars die nötigen Papiere erledigen und ihnen Hilfe gewähren konnte.

Ich spreche im Zusammenhang von Juan Pablo Escobar Henao, Manuela Escobar Henao und Doña Tata. Heutzutage erzählt dieser junge Kerl Sebastián Marroquín etwas völlig anderes und ich kenne ihn noch nicht einmal. Er ist unser Feind. Es lässt sich keine Möglichkeit entgehen uns anzugreifen. Ich lernte einen liebenswerten Jungen kennen.

Juan Pablo Escobar Henao änderte seinen Namen, ich weiß nicht weshalb? Also, der frühere Juan Pablo war ein liebenswerter Junge, der die Geschichte nicht kannte. Er war sechs oder sieben Jahre alt als alles begann und nun glaubt er von sich zu behaupten, er sei der Biograph des Medellin-Kartells. Trotzdem glaube ich, dass seine Geschichte wichtig ist, weil er der Sohn von Pablo Escobar ist. Er sollte sie aber auf andere Weise erzählen, ohne die Anderen anzugreifen.

Na gut, ich habe gesessen für die 50.000 Toten des Medellin-Kartells. Als wir uns der Justiz gestellt haben, sollte ich sieben Jahre im Gefängnis verbüßen. Kolumbien ist ein Gaunerstaat. Ich wurde in die Falle gelockt und musste 23 Jahre und drei Monaten sitzen. Ich wurde für 30 Jahre verklagt, was damals die Höchststrafe in Kolumbien war.

Alle Klagen wurden zu einer Großen zusammengewürfelt. Sieben Jahre wurden mir abgezogen, da ich mich der Justiz stellte. Sieben Jahre weniger für meine Geständnisse. Sieben Jahre weniger für meine Kooperation mit der Justiz. Sie haben nie von mir abgelassen.

Schätzt du dich für begünstigt in Anbetracht der Tatsache, dass in anderen Ländern viel schärfere Gesetze herrschen?

Nein, nein ... nirgendwo würde sich ein Bandit der Justiz stellen, um eine Strafe von 23 Jahren und drei Monaten im Gefängnis zu verbüßen. Nein, wir gewannen gegen den kolumbianischen Staat den Krieg. Wir wollten lediglich eine siebenjährige Gefängnisstrafe aushandeln, da der Staat es mit uns nicht mehr aufnehmen konnte.

Kolumbien stand am Rande des Zusammenbruchs. Wenn in diesem Moment die FARC-EP mehr Macht hätten, so würden sie das Ruder an sich reißen. Das Land war am abdriften, wie heutzutage Venezuela. Unterhalb dieser 23 Jahre und drei Monate wollten wir nicht gehen. In Wirklichkeit schätze ich mich als sehr begünstigt, da wir mehr als 3.000 Killer des Pablo Emilio Escobar Gaviria waren, von denen auf der Welt nur vier übrig geblieben sind. Dank meiner Disziplin und Stärke gelang es mir zu überleben.

Wie kommt man zu innerem Frieden im Gefängnis?

Ich bin eine Kämpfernatur. Ich habe einen messerscharfen Verstand. Diese Charaktereigenschaften haben sich an der Seite von Pablo Emilio Escobar Gaviria ausgebildet. Die Kriege im Knast haben mich stärker gemacht. Im Gefängnis wurden Attentate an mir verübt. Die kolumbianischen Haftanstalten haben sich verändert.

Von 2002 bis weiterhin hinaus gab es Kriege. Wir besaßen Maschinengewehre und waren gezwungen zu kämpfen. Seit 2002 erhält der Staat im Rahmen des Plan Colombia von den US-Amerikanern Hilfeleistungen. Es wurden neue Gefängnisstrukturen errichtet.

Die Wärter bekommen ein Training, ein gerechtes Gehalt ausgezahlt und es zirkulieren keine Waffen in den Gefängnissen. Die ganzen internen Herrschaftsstrukturen werden umgewandelt. Es wird jemandem die Möglichkeit gegeben zu studieren oder zu lesen. Anstelle von Prügel kann man auf die Hilfe von Psychologen zählen.

In dem Gefängnis namens Combita in Boyoca konnte ich auf die tatkräftige Hilfe seiner Psychologen zählen, die mich dabei unterstützten, mich von meinen falschen Vorstellungen über die Welt zu verabschieden. Sie vermittelten mir Werte.

Der erste Wert, der mir vermittelt wurde, war der des Lebens. In dieser Gesellschaft wird eine Kultur der Gewalt gelebt. Ein Killer zu werden ist hier das Normalste der Welt. Eine andere Fehleinstellung, die mir ausgeredet wurde, war der Ehrgeiz. Ich bin nicht mehr ehrgeizig.

Ich ziehe dem Glückseligkeit vor und genieße die kleinen Dinge im Leben, wie zum Beispiel ein Glas kaltes Wasser, da es im Gefängnis nichts Gekühltes gab. Ein kaltes Bierchen, ein Eis oder eine leckere Mahlzeit. Meine Glückseligkeit steckt in den kleinen Dingen des Lebens.

Wie lange bist du auf Bewährung?

Ich bin seit 17 Monaten wieder in Freiheit. Ich boxe mich durch, aber es macht mir Spaß, da ich eine Kämpfernatur bin und nun muss ich einen anderen Kampf bestreiten.

Was bedeutet die Freiheit für dich?

Das Hirn ist etwas sehr mächtiges. Ich gewöhnte mich daran in vier Wänden eingeschlossen zu sein, an die Gerüche und das widerliche Essen im Gefängnis. Ich habe mich also an das harte Leben gewöhnt, da ich eine Kämpfernatur bin. Als mir die Freiheit zu Teil wurde hat sich vor meinen Augen nochmals die Welt in all seiner Bandbreite und Nuancen aufgetan.

Geschmäcker, Farben und super viele Menschen während ich die ganze Zeit über isoliert war. Mein Verstand befahl mir: "Schließe dich ein!" Ich weiß nicht, wie es mir gelungen ist, doch ich schenkte meinem Gehirn keine Beachtung und ließ mich nicht mehr einsperren. Ich habe mir ein Auto gekauft und begann die Straßen zu frequentieren. In Diskotheken bin ich zwar anfänglich gewesen, aber jetzt nicht mehr. Aber ich pflege weiterhin Kontakte zu Menschen.

Ich habe einen Youtubekanal eröffnet und versuche mich abermals in die Gesellschaft zu integrieren. Leider musste ich die totale Ablehnung von der kolumbianischen Regierung erfahren. Ein Auto-, wie auch Krankenversicherung bleibt mir verwehrt, sowie ein Autokennzeichen. Also, habe ich mich entschieden, die Geschichte von Pablo Escobar zu erzählen, da ich sie miterlebt habe und nun lebe ich davon.

Wie fühlt es sich an, wenn man aus dem Gefängnis kommt und immer noch über das Medellin-Kartell, Pablo Escobar etc. gemunkelt wird?

Pablo Emilio Escobar Gaviria war ein sehr bescheidener Mensch. Er stammte aus armen Verhältnissen. 90% der Kolumbianer sind arm, während 80% der Weltbevölkerung verarmt ist. Die Zustände waren sehr brenzlig während Pablo Escobar sich durchsetzte und sich zum größten Drogenhändler der Welt wandelte. Das sticht sehr ins Auge, denn Escobar war der einzige Drogendealer, dem es gelang, sich gegen den Staat zu behaupten.

Pablo Emilio Escobar Gaviria und uns, denn wir waren diejenigen die abgedrückt haben, gelang es 1991 die Auslieferung von Kolumbianern in die USA zu verhindern. Wir haben dem Staat abgerungen seine 80jährige Verfassung zu ändern. Wir haben dem Staat abgerungen ein Gefängnis nach unserer Vision und entlang spezieller Prozedere zu errichten. Also, das gefällt doch den Leuten, nicht wahr?

Auf der anderen Seite birgt Kokain alle Sehnsüchte der Jugend in sich. Kokain ist eine große Ware. Warum? Es ist ein sehr böses und verhängnisvolles Produkt für die Gesellschaft. Aber für die Jugend steht es ganz hoch im Kurs, da es Adrenalin, Geld, Abenteuer, schöne Sportwagen, Mansions, Luxusartikel, Frauen und noch mehr mit sich bringt. Das ist äußerst schlecht.

Ich wollte in die präventive Jugendarbeit, doch die Stadt gab mir keine Erlaubnis. Derzeit sind mir alle zuständigen staatlichen Organismen für Sicherheitsfragen auf den Fersen, weil ich für das Kino zwei Schüsse mit einer Startschusspistole abgegeben habe, die zufälligerweise einer echten gleicht, sodass sie mich verdächtigen. Nun wollen mich der Staatspräsident, der Justizminister, der Generalstaatsanwalt und der Polizeikommandant beseitigen.

Das Departamento de Antioquia ist die staatliche Verwaltungseinheit innerhalb der ich lebe und dessen Gouverneur äußerte, dass er das "Problem Popeye" zügig lösen würde. Worauf ich antworte :"Tötet mich doch ruhig. Das ist doch, was euch vorschwebt".

Folglich können sie mich nicht aus der Stadt verbannen. In Kolumbien würde es sich hierbei um ein Verbrechen gegen die Menschheit, also um Vertreibung handeln. Wenn also ein verfluchter Polizist mich zwingen würde meine Koffer zu packen und mich an die Grenzen meines Verwaltungsbezirks verfrachten wolle, so würde es sich um eine Vertreibung handeln, worauf eine Gefängnisstrafe von 40 bis 60 Jahren steht.

Nun hast du als Youtuber eine große Anhängerschaft um dich geschart, während dir ebenso neue und sehr mächtige Feinde gegenüberstehen. Du hast bereits gegen viele lateinamerikanische Staatsoberhäupter hinsichtlich des Drogenhandels und der Korruption ausgesagt, wie unter anderem gegen Nicaraguas Daniel Ortega, Fidel und Raul Castro, Nicolas Maduro, Tareck El Aissami, Diosdado Cabello und zusätzlich noch gegen Papst Franziskus. Was für Beweise hast du in der Hand?

Guck mal, die Beweise lassen sich ganz einfach offenlegen. Ohne Beweise pflege ich keine Aussage zu treffen. Daniel Ortega verkehrte mit Pablo Escobar Gaviria in Nicaragua, was ganz offensichtlich ist, da hierzu ein Foto und noch mehr vorhanden ist. Die CIA und die DEA verfügen darüber.

In Mexiko-Stadt überreichte ich Gabriel García Márquez eine handschriftliche Notiz von Pablo Escobar. García Márquez war als Mafiabote tätig. Diese Botschaft stand im Zeichen des Drogenhandels mit den Gebrüdern Castro.

Zu Venezuela lässt sich anmerken, dass ich zu jener Zeit das Schicksal eines gewissen Häftlings und Drogendealers namens Walid Makled teilte. Ich organisierte ihm Telefongespräche mit den Generälen, wobei er ihnen damit drohte sie zu verpfeifen, wenn sie ihm nicht zur Hilfe kommen würden. Walid Makled sagte vor der Botschaft der USA gegen diese aus, da es sich bei der kolumbianischen Regierung schlichtweg um Betrüger handelte.

Seitens Kolumbiens wurde ausgehandelt Walid Makled an die Nordamerikaner auszuliefern, da diese wiederum ein Problem mit den Venezolanern hatten und Kolumbien stand seinerseits bei ihnen in der Kreide. Letztlich lieferte Kolumbien Walid Makled an Venezuela aus, doch bevor dies geschah wurde er von amerikanischer Seite wegen der Vorwürfe gegen Drogendealer befragt.

Diosdado Cabello, Tareck al Aissami, und Nicolas Maduro sind Drogendealer. Lass uns doch mal einen Blick auf die Neffen von Cilia Florez, der Nummer 1 Verbrecherin Venezuelas, werfen! Bei ihnen handelt es sich eben um eine Familie von Drogendealern, was die DEA und die CIA ganz klar auf dem Schirm haben. Der Drogenschmuggel wird nicht die Spitze des Eisbergs in Venezuela sein.

Der illegale Handel mit Drogen, allen voran mit Kokain, wird sich durch die Legalisierung bei Zeiten erübrigen. Erst der Schmuggel mit angereichertem Uran wird sich verheerend auswirken. Du weißt, dass die CIA und DEA in den Massenmedien kein Wort darüber verlieren. Es wurde bereits Uran aus brasilianischen und kolumbianischen Minen transferiert.

Die Übergänge nach Venezuela sicherte die FARC-EP. Mit Zwischenstop im venezolanischen Maiquetia gelang es bis zur Anreicherung in die Zentrifugen in den Iran. Was denkst du, mit was für einer Absicht dies geschieht? Die wollen Israel und die USA angreifen. Die Zukunft wird nicht sehr rosig für die Israelis aussehen, falls die Amerikaner gezwungen werden sich zurückzuziehen, obwohl der israelische Geheimdienst Mossad sehr stark ist.

Meine Feinde sind zwar mächtig, doch je mehr es sind, desto mehr nehme ich auf mich Acht.

Ich habe einige Fenster, die mir meine Brüder und Schwestern von Youtube, Instagram, Twitter und innerhalb meines Facebooks geöffnet haben. Für diese Medien trage ich Verantwortung. Ich bin dazu verpflichtet all die Korruption anzuprangern.

Die kolumbianische Regierung ist ein korrupter Angstmacher. Präsident Juan Manuel Santos belügt von Kolumbien aus die Welt. Er soll Nobelpreisträger sein, während Kolumbien im Kriegszustand ist? Die Leichenhallen häufen sich mit unzähligen Mordopfern, und in den Strassen verliert man sein Leben für eine Armbanduhr. Das Land ist im Krieg und man stiehlt sich gegenseitig das Geld. Erst vor Kurzem wurde einer Erdölraffinerie 4.500 Mio. $ gestohlen. Auf so etwas weiße ich problemlos in meinem Youtubekanal hin.

Also, meinst du allen Ernstes, dass all die Staaten inklusive der DEA Handlager im Drogenschmuggel sind oder handelt es sich hier eher um eine Verschwörungstheorie?

Nein, die DEA ist hierbei nicht verwickelt. Ich habe die DEA in Zusammenhang ihrer Tatenlosigkeit in Venezuela angesprochen. Die DEA weiß Bescheid über Daniel Ortega. In der Tat besitzen sie sehr viel Informationen, doch in diesem Zusammenhang bewegen wir uns in der Welt der Makropolitik. Es kommt folglich zu sehr vielen Interessenkonflikten.

Russland stärkt Kuba den Rücken. Venezuela steht im Schutz von China, weil es diesem Land Unmengen an Geld schuldet. Die USA stehen dem allem auch tatenlos gegenüber. Hinzu kommt, dass Präsident Obama noch mit den Gedanken spielt vor dem Ende seiner Amtszeit Simon Trinidad, den Kopf der FARC-EP, in die Freiheit zu entlassen. Wenn das der Fall ist, Kolumbien wird kommunistisch.

Es gab eine Volksabstimmung über unseren Willen zum Frieden oder nicht. Ja, wir wollten den Frieden, aber nicht indem wir unser Land der Guerilleros der FARC-EP ausliefern würden. Wir haben gewonnen, doch das kolumbianische Verfassungsgericht und den Nationalrat haben unserem Triumph wieder zunichte gemacht. Der Wille des Volkes wird nicht respektiert. Bruder, wir befinden uns in Kolumbien, einer Bananenrepublik.

Hast du eine Meinung in Bezug auf das Abkommen mit der FARC, obwohl du indirekt auch davon profitiert hast. Meinem Verständnis nach hast du auch Aspirationen in die Politik zu gehen?

Ich ziehe mein Land meinen politischen Aspirationen vor, denn hätte das "Ja" gesiegt, würde das Recht es erlauben, dass Guerilleros mit Vorstrafen wie ich wählbar seien. Sie würden die Verfassung innerhalb von einer "halben Stunde" ändern.

Ich habe zwar keine Ahnung, wie sie an dieser Verfassung werkeln können, doch der Oberste Gerichtshof ist nur noch einen Pfifferling wert. Die Exekutivgewalt waltet über die Verfassungskammern. Das ist schlimm!

Ich habe mich an den Senat der Republik gewendet. Meine Stimme ist eine Stimme der Ablehnung und bei solch einer politischen Klasse unser einer, ist es eine Ehre ein Bandit zu sein. Menschen würden mich wählen und den Umfragen nach würde ich gut abschneiden. Ich würde den Senat einen Besuch abstatten und viele politischen Herangehensweisen ändern und die Korruption bekämpfen.

Wie erscheint dir der Fall Venezuela, wenn du schon so pessimistisch gegenüber dem Abkommen mit der FARC-EP stehst?

Wie ich das sehe? Es ist eine sehr delikate Angelegenheit. Gerade eben haben sie eine Ratte wie Tareck Al Aissami zum Vizepräsidenten von Venezuela gekrönt. Die venezolanische Regierung erkennt die Nationalversammlung nicht an. Die Regierung von Venezuela ist ein Schweinestall. Es ist das Land mit den größten Erdölreserven und es geht in absoluter Armut unter. Klopapier und Damenbinden haben sich zu Luxusartikeln gewandelt.

Diese Hurensöhne haben Venezuela total in den Ruin gestürzt. Was braucht Venezuela? Einen gesellschaftlichen Umsturz. Der Papst hat sich da auch noch mit eingemischt und der venezolanischen Diktatur eine Verschnaufpause gegönnt.

Worin besteht nun das Problem mit dem Papst? Er stellt sich an die Seite der Diktatoren, weil er kein Seelsorger, sondern ein Politiker ist. Der Vatikan ist ein Staat mit einer eigenen Bank und wir wissen nicht, wie viel gestohlenes Geld aus Venezuela und Kolumbien dort gebunkert ist.

Der Papst ist kein Diener Gottes. Der Papst mischt sich geradeaus, die FARC-EP unterstützend, in die kolumbianische Politik ein. Er ist gegen uns, all jene des "Neins'. So meinte er, dass wenn das „Ja" siege, er nach Kolumbien kommen werde. Aber wir haben in den sozialen Netzwerken richtig Feuer gegeben.

Natürlich wurde die Bewegung des "Neins" von einem gewissen Álvaro Uribe angeführt, einem schillernden Politiker der Ultrarechten. Was wird in Kolumbien geschehen? Es wird niemals Frieden geben, denn ab dem Zeitpunkt an dem die FARC-EP die Präsidentschaft der Republik Kolumbiens gewinnen wird, formiert sich eine sehr brutale ultrarechte Guerilla.

Nochmals zurückkommend zum Thema des Drogenschmuggels... Du hast ja über die sozialen Netzwerke die Regierungen einer Vielzahl lateinamerikanischer Staaten (Nicaragua, Panama, Kolumbien, Venezuela inklusive Bolivien) denunziert. Glaubst du immer noch an die traditionelle Drogenbekämpfung oder glaubst du, dass es an der Zeit ist der Legalisierung eine Chance zu geben?

Es ist ja einfacher als alle Fliegen der Welt zu erschlagen. Warum legalisieren die Amerikaner nicht das Kokain? Sie sitzen bereits in den armen Ländern. Es empfiehlt sich Kokain, sowie Marihuana zu legalisieren, wobei es ja schon in einigen Staaten der USA legal ist, sowie in Uruguay auch.

Was den Marihuanakonsum angeht, so ist es in Kolumbien erlaubt die minimale Dosis bei sich zu haben. Was nicht legalisiert werden darf ist Heroin. Eine Person, die einmal Heroin konsumiert, bleibt ihr Leben lang süchtig. Im Gegensatz dazu kann man mit Kokain leichter umgehen.

Wenn Kokain so wie Alkohol in den 60ern wissenschaftlich beobachtet wird, wird es wirklich anders sein. Die Antidrogenbekämpfung ist total gescheitert. Nun mischen die Staaten sich nicht mehr dermaßen ins Kokainbusiness ein, sondern ins Ölgeschäft. Guck dir mal die Ratte von Dilma Rouseff oder den Hund von Lula da Silva an, den Hoffnungsschimmer am Firmament des Sozialismus.

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Das sind Ratten! Die Sozialisten lieben dermaßen die Armen, dass sie sie multiplizieren. Eine Schweinerei ist das! Guck mal was mit Dilma geschehen ist! Guck mal, was mit Lula geschehen ist! Und Daniel Ortega ist fast schon 30 Jahre an der Macht. Seine Ehefrau ist Vizepräsidentin. Nun bekommt noch seine Servicekraft den Posten des Justizministeriums. Das sind Bananenrepubliken.

Was diese Länder retten würde, wäre das Ende der Korruption und dass es wahre Demokratie gebe und wenn die Justiz unabhängig wäre. In Kolumbien rettet uns noch der Umstand, dass die Justiz sehr stark ist. Die Staatsanwaltschaft geht hier ernst an die Sache heran.

Richter sind hier Garanten für Ernsthaftigkeit. Das Verfassungsgericht und der Nationalrat stecken bereits mit der Exekutivgewalt unter einer Decke und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. So Gott will, möge die Exekutivgewalt niemals mit der Staatsanwaltschaft oder den Richtern in Kontakt treten, weil die Situation, wie gesagt, sehr delikat ist.

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