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20/08/2015 14:52 CEST | Aktualisiert 20/08/2016 07:12 CEST

Emilia Schüle im Interview zu Boy 7

Ab morgen (Donnerstag, 20. August) läuft der deutsche Thriller Boy 7 in den Kinos an. In den Hauptrollen: Emilia Schüle und David Kross. Ich konnte mit dem 22-jährigen Nachwuchsstar Emilia, bekannt aus dem Tatort: Wegwerfmädchen, über ihren neuen Film und die Herausforderungen des Schauspieler-Lebens sprechen.

Sie haben als Kind professionellen Tanzunterricht genommen und kamen erst dann zur Schauspielerei. Wie wichtig ist Ihnen Tanzen heute noch als Schauspielerin?

Das mit der Schauspielerei war alles sehr spontan, aber dann auch nicht mehr wegzudenken. Ich bin sozusagen am Set groß geworden und habe gar nicht mehr getanzt. Aber ich merke bei jeder Choreografie, die ich für einen Film lernen muss, dass ich das sehr lange gemacht habe und dass ich auch echt Lust darauf habe. Es steht auch immer noch auf meiner Checkliste, was ich noch umsetzen möchte.

Was würden Sie als Erstes tun, wenn Sie wie Sam im Film „Boy 7" ohne Erinnerung erwachen würden?

Ich würde zuerst in die Zeitung schauen, um zu erfahren, welches Jahr wir haben.

Als nächstes würde ich mich an die Polizei wenden, wenn ich überhaupt wüsste, dass man dort hingehen sollte.

Haben Sie die Original-Buchversion von „Boy 7" gelesen?

Nein, denn mir wurde gesagt, dass sie doch sehr anders ist und es mir nicht hilft. Ich hatte schon ein gutes Gefühl für meine Rolle der Lara.

So hatte ich auch keine Verpflichtung und konnte mich ganz auf meine Rolle konzentrieren.

Wie schaffen Sie es jedes Mal aufs Neue, sich so in die Rolle einzufühlen?

Meistens geht man ja vor dem Film zum Casting und bereitet sich schon darauf vor. Allerdings hat man nicht die Vorbereitungszeit wie vor dem Film und macht erst einmal alles sehr intuitiv und liefert ab, was man sich so überlegt hat. Das hat bei mir total gut funktioniert.

Deswegen hatte ich relativ schnell ein Gefühl wie Lara drauf ist.

Außerdem hatte ich noch einen langen Casting-Tag, wo wir Sam gecastet haben, und ich konnte mit ganz vielen Sams spielen. Da habe ich mich richtig ausgetobt. Das hat mir sehr geholfen.

Später ging es dann weiter mit der Maske, ich habe mich ja schon optisch verändert.

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Emilia auf dem Filmplakat von Boy 7 (Quelle: http://instagram.com/emilia.schuele/)

Wie ist es, sich selbst so anders zu sehen?

Wenn ich mich so verändert sehe, dann gibt es für mich immer zwei Optionen: Es hat funktioniert oder es hat nicht funktioniert. Ich will schon versuchen, mir das zu glauben. Bei dem Film war ich echt erleichtert, dass vom Gefühl her für mich alles geklappt hat. Lara sieht so aus, als sei sie in der Klapse gewesen und man will nicht direkt an sie herantreten. Das war auch unsere Absicht.

Welche Limits haben Sie für Schauspielrollen gesetzt?

Bis jetzt habe ich keine. Es kommt immer auf die Situation an, auf den Moment im Leben, auf den Regisseur und die Größe der Rolle. Manchmal passt es vielleicht jetzt nicht, aber dann in zwei Jahren.

Ist bei einem Thriller wie „Boy 7" die Stimmung am Set auch so gruselig wie im Film selbst?

Allgemein ist es ja am Set so, dass sehr viele Leute um einen herumstehen, alles perfektionieren und rumbasteln. Dann kann man schon die Distanz herstellen und es fühlt sich nicht so düster an. Irgendwann werden alle hungrig und jeder will in die Mittagspause. Da bleibt kaum Zeit für die „gruselige" Stimmung.

Als wir aber in diesem Schloss gedreht haben, wo sich die Anstalt befindet, und wir alle draußen standen, fühlten sich dann schon viele Dinge real an und das macht Spaß.

Reden Sie viel mit Ihrem Freund, der ja auch Schauspieler ist, über Ihre schauspielerischen Aktivitäten oder versuchen Sie das zu trennen?

Ich rede schon sehr viel darüber, z.B. welches Drehbuch ich bekommen habe. Auch mit meinen Freunden oder mit meiner Mutter. Die Schauspielerei ist ja mein Leben.


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