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01/04/2016 09:46 CEST | Aktualisiert 02/04/2017 07:12 CEST

Die Vergessenen von Idomeni

Die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien bleiben dicht. Dennoch verharren immer noch mehr als 10.000 Menschen in dem kleinen Grenzort Idomeni und wollen die Hoffnung nicht aufgeben, das die Grenze zu Mazedonien jeder Zeit wieder geöffnet werden könnte.

Aus dem einstigen Notlager mit kleinen Igluzelten ist eine organisierte Zeltstadt geworden. Die Zelte wurden zum Schutz vor Kälte und Regen auf improvisierte Fundamente gestellt und mit Abwasserrinnen und Gräben versehen.

Aus einzelnen Zelten wurden riesige Wohnanlagen mit Wohnzelt, Schlafzelt und Vorratszelt. Es gibt Kochstellen und überdachte Feuerstellen mit Sitzkreisen. Einzelne Zelte haben sogar so etwas wie eine überdachte Veranda. Doch dieser Stillstand, der nun seit mehr als 40 Tagen anhält, treibt alle zusammen von Tag zu Tag immer mehr in die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung.

Fließendes Wasser kann man nicht aufhalten. Wenn wir hier bleiben - werden wir die Gewinner sein

Die Stimmung im Lager erscheint zwar routiniert und entspannt zu sein. Doch jede noch so kleine Irritation kann das Alltags-Konstrukt zum einstürzen bringen.

"Sie wollten vor Krieg und Gewalt fliehen, um ein bisschen Sicherheit in Europa zu finden. Sie waren bis hier mehr als zwei Monate unterwegs und haben über 10.000 Euro bezahlt und scheitern jetzt an einem einzelnen Stacheldrahtzaun."

Trotzdem steht für alle fest „ Wir bleiben hier!" Denn Jeder im Lager weiß, dass es egal ist, wo sie hingehen. Alle Grenzen Richtung Europa sind zu.

10 bewegende Fotos aus Idomeni von dem Fotografen Gil Bartz

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Der Autor Gil Bartz ist Fotograf und lebt in Berlin.

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