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04/09/2015 08:07 CEST | Aktualisiert 04/09/2016 07:12 CEST

Emilys Träume oder das Vermächtnis des Jahrtausends

Thinkstock

Eine Jahrtausend-Sintflut wütet im schönen Oberbayern. Das sympathische Mädchen Emily, das gern Kopfstände macht und Rad schlägt, erlebt sie und hat eine Nacht voller Träume. Am nächsten Morgen scheint die Sonne, das Wasser verzieht sich und Emily bittet ihren Opa zu einer Ausfahrt, um die Zerstörungen zu besichtigen.

Sie machen auch Halt an der seltsamen Festung Landsberg (am Lech), heute eine sogenannte Justizvollzugsanstalt. Der Opa erzählt: Hier begann vor rund 90 Jahren die größte Menschheitskatastrophe und der Holocaust an Juden durch die hier Inhaftierten, darunter Adolf Hitler. Hier war die Brutstätte des entsetzlichen Amoklaufs des Jahrhunderts.

Danach hat Emily eine Nacht voll schrecklicher Träume und bekommt Angst vor der Zukunft. Am Morgen fragt sie ihren Opa „Was müssen wir tun, damit sich dies nie, nie, nie wiederholt?" Damit beginnt das Abenteuer, die Ursachen dieser Menschheits-Katastrophe zu erforschen.

Sie entdecken vergilbte Dokumente, alte Filme, Fotos, besuchen eine 90-jährige Jüdin, der nur die Rettung gelang, weil sie sich zur Flucht unter Leichen versteckt hatte. Sie finden auch das Vermächtnis der verschollenen Jüdin Maria und ihres Ehemannes Hans, ein deutscher Offizier.

Emily spricht mit ihrem Opa darüber, erfährt und lernt, wie wir besser zusammen leben und gemeinsam glücklich werden.

Emily hat einen seltsamen Traum

Wieder verarbeitet sie das Erlebte nachts in einem seltsamen Traum: Sie spielt jetzt die Rolle eines Glückskapitäns, der das Lebensschiff der Menschen durch die Jahrhundertflut glücklich ins Ziel steuert.

Beim Frühstück in einem Eiscafé erzählt sie ihren Opa von ihrem Traum, und sie setzen gemeinsam ihre Tour fort. Auf der Straße treffen sie zwei traumatisierte Flüchtlingskinder aus Eritrea, elternlos und obdachlos, auf der Suche nach Essen und Unterkunft.

Emily entdeckt ihr Herz für die beiden Kinder, hilft ihnen und nimmt sie zu sich auf. Damit beginnt eine neue wunderbare Freundschaft, die die drei Mädchen glücklich macht. Das Vermächtnis des Jahrtausends von Maria und Hans beginnt sich durch Emily zu erfüllen.

Und wieder hat Emily einen Traum. Sie träumt von dem großen Weltfest des neuen Friedens und der Freundschaft aller Menschen mit gemeinsamen Spiel, Musik, Gesang und Tanz und ihren akrobatischen Kopfständen.

Das ist der Plot für einen neuen Film (die Handlung), der das leistet, was Politik, Wissenschaft und die Medien bisher versäumt haben: Aus dem menschenverachtenden Holocaust und den Kriegen das Richtige für eine menschenwürdigere und -freundlichere, bessere Zukunft zu lernen, ein Vermächtnis für die Nachgeborenen, auch für die Politik in ihrer aktuellen Hilflosigkeit.

Für dieses Lernen wird die Zeit knapp, denn die Generation von Zeitzeugen jener Jahrtausend-Katastrophe mit all ihren kostbaren Lebenserfahrungen stirbt aus.

Ihr wunderbaren Filmemacher aus Israel und Deutschland - Wie wär's mit einem solchen Projekt? Und vielleicht gewinnt Ihr auch über großen Teich den Weltmeister Steven Spielberg?

Das Vermächtnis von Maria, der Jüdin, und Hans, dem Deutschen

  1. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen einander. Jeder ist auf seine Weise ein Wunder. Jeder verdient unsere Achtung und unseren Respekt.
  2. Im Zusammenleben der Menschen können tatsächliche, auch scheinbare Interessen aufeinanderprallen und damit Konflikte und Streit entstehen.
  3. Ist so ein Streit zwischen Menschen oder Menschengruppen erst einmal ausgebrochen, so müssen sie sich entscheiden, ob sie ihn in Wort und oder Tat austragen wollen oder gar nicht. Sie müssen auch entscheiden, ob sie gegeneinander kämpfen oder in Frieden alles regeln wollen, und welche Waffen sie dafür einsetzen. Außerdem begleiten Gefühle den Konflikt (zwischen den Extremen Angst und Hass bzw. Zuwendung und Freude). Brandstifter und Hassredner können den Streit anheizen, Friedensstifter und Friedensmacher löschen.
  4. Ein Verhalten mit Kampf und Gewalt schadet dem Zusammenleben, führt zu Unglück, Terror, oder gar in die Katastrophe und Vernichtung. Allein Toleranz, Frieden, Freundschaft, gegenseitiges Verständnis und Mitgefühl, tatkräftige Hilfe und Solidarität in Wort und Tat sind gut und lassen die menschliche Gemeinschaft gedeihen und aufblühen.
  5. Shalom! Ihr wunderbaren Menschen auf unserer Erde! Achtet und respektiert einander! Verändert Euch und überwindet Eure Angst und Euren Hass. Stiftet überall auf Erden Frieden!

Nutzt die Chance, Eure Konflikte in Frieden und ohne Gewalt zu lösen. Bringt mehr Mut und Tatkraft auf, dass alle Menschen in Frieden, Freundschaft und gegenseitiger Hilfe gut zusammen leben.

Für eine bessere glückliche Zukunft aller Menschen auf unserer Erde!

Shalom!

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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Es ist Zeit, dass wir in Deutschland ein Zeichen setzen. FÜR Weltoffenheit, FÜR Toleranz und FÜR Menschen in Not

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