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14/12/2015 10:39 CET | Aktualisiert 14/12/2016 06:12 CET

Die Weihnachts-Anekdote 3: Das große Geheimnis von Oma Mia und der kleine Ben

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Einfach märchenhaft!

Es lebte einmal in Deutschland eine Oma, sie hieß Mia. Sie hatte ein großes Herz für Kinder, aber keine eigenen Kinder oder Enkel mehr. Jedes Mal zu Weihnachten stellte sie etwas ganz Geheimnisvolles an.

In dem Mietshaus von Oma Mia lebte auch ein kleiner Junge mit dem Namen Ben. Im Laufe des Jahres begab es sich ab und zu, dass sie den kleinen Ben zum Einkaufen mitnahm. Und am Schluss durfte Ben im Supermarkt sich etwas wählen wie Gummibärchen, die Mia von ihrer kleinen Rente bezahlte.

Ben war ein aufgeweckter Bub. Ihm fiel auf, dass Oma Mia immer in die Geschäfte ging, wo mit großen Buchstaben etwas angeschrieben stand, das er gerade entziffern konnte: „S-a-l-e", Ein seltsames Wort, dass er nicht verstand und so ähnlich klang wie Saale, das Flüsschen in der Nähe, an dem er so gern spielte.

Und nachdem er mit Oma Mia beim Einkauf war, erzählte er allen Bekannten und Unbekannten, dass er „mit der Oma in der Saale war". Nur Oma war wasserscheu und konnte gar nicht schwimmen.

Ben hatte beim Einkauf mit Oma Mia bemerkt, dass Mia nach jedem Einkauf ihren gelben Taschenrechner herausholte und unverständliche Worte sagte: „Wieder ein schöner Rabatt in mein Sparschwein und meinen Sparstrumpf". In Ben's Kinderohren klang das Wort „Rabatt" seltsam wie „Schach matt" und Sparstrumpf wie „war ein Schlumpf".

Immer am Vormittag des Heiligen Abends holte Mia wieder Ben zum gemeinsamen Shoppen. Doch diesmal schenkte sie ihm sogar ein schönes großes Sparschwein aus Porzellan, es war prall gefüllt, unzählige Geldmünzen klimperten lustig darin.

Und am ersten Weihnachtsfeiertag geschah etwas Geheimnisvolles. Plötzlich öffnete sich die Wohnungstür von Mia und heraus trat, nicht wie das ganze Jahr über, die Oma, sondern ein Weihnachtsmann mit roten Mantel, roter Pudelmütze und einem langen weißen Bart. Der „Weihmann" hatte genau die Körpergröße von Mia und trug außerdem ihre Schuhe.

Ben folgte unbemerkt diesem seltsamen Weihnachtsmann, der einen Sack voller Geschenke auf seinem Rücken trug, und davonschlurfte. Übrigens: Diesen Sack voller Geschenke hatte sich Oma Mia im Laufe des Jahres zusammengekauft oder das Geld dafür aus Ihrem Sparstrumpf genommen, der gefüllt war mit all den vielen Einkaufsrabatten, welche die Oma im Laufe des Jahres in ihm gesammelt hatte.

Wohin schlich nun heimlich Oma Mia?

In der Stadt gab es ein Haus, dort wohnten die Ärmsten weit und breit. Und dort - das wusste Ben genau - wohnten viele Kinder, die so alt waren, wie er.

An dem Haus angekommen, klingelte Mia an der Tür der Großfamilie mit vielen Kindern.

Und mit einem Schlag kam eine Schar Kinder herausgesprungen, als hätten sie auf diesen Moment gelauert. Alle bekamen Geschenke, die Oma Mia aus ihrem Sack hervorkramte und den Kindern in die Hand drückte. Und dann brach ein riesiger Jubel aus und schrilles Freudengeschrei.

Danach waren alle so erschöpft und weinten vor Freude. Und Oma Mia weinte mit Ihnen, so dass Ihr schöner weißer Bart ganz nass wurde und plötzlich schwer zu Boden fiel.

In seinem Versteck weinte Ben mit vor Glück, das er aus der Ferne so nah miterlebte.

Und das Allerseltsamste an dieser Weihnachtsanekdote ist, dass sie nicht wie die Weihnachtsanekdoten 1 und 2 ein frei erfundenes Märchen sind, sondern wahre Wirklichkeit ist:

Die Anekdote von Oma Mia mit ihrem großen Herzen für Kinder und ihrem kleinen Geheimnis, das schließlich der kleine Ben entdeckte.

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